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Geschrieben von mypony am 01.07.2010 um 13:58:
Komische Erkrankung
Über das letzte Wochenende hatte mein Pony gesundheitliche Probleme, begleitet von diversen Symptomen. Der behandelnde TA konnte keine eindeutige Diagnose stellen, auch das Blutbild ergab nichts.
Der Verlauf war wir folgt:
Freitag: Das Pony ist beim Reiten müde und schlapp, mag Kopf und Hals nicht nach links nehmen. Ein späteres Messen der Temparatur bringt keine Ergebnis (Temparatur normal).
Samstag: leicht erhöhte Temperatur, matt, leichter wässriger Nasenausfluss links. TA geholt, da wir gerade an einem Karies-Backenzahn rechts unten laborieren (kommt noch raus). Ich dachte, der Zahn hätte sich entzündet oder sei gebrochen und bereite dem Pony evtl. Schmerzen. Es ist aber am Zahn alles unverändert. Pony mag nicht laufen und der TA tippt auf eine Infektion (welcher Art auch immer) und gibt eine das Immunsystem stärkende Spritze.
Sonntag: Das Pony wirkt immer noch matt, hat aber normale Temparatur und beim Führen in den Stall passiert folgendes: Draußen helle Sonne, im Stall Schatten. Das Pony läßt sich in den Stall führen und überquert dabei einen großen hellen Sonnenfleck. Danach kommt wieder relativ dunkler Schatten. Das Pony weicht zurück, geht keinen Schritt mehr weiter. Versuche, ihn im Stall (eher dunkel zu dem Zeitpunkt) anzubinden, scheitern. Ich bekomm ihn nicht an die Wand. Also stell ich ihn in eine Box und hol den TA. Der kann wieder nichts diagnostizieren, lediglich eine leichte Entzündung der Bindehaut im linken Auge. Es ist aber nichts zugeschwollen. Das Pony reibt seine Nase dauernd an der Vorderbeinen auf Höhe der Fessel uns stampft mit dem linken Hinterbein immer wieder mal in kurzer Folge auf. Der TA gibt prophylaktisch eine Spritze mit einem homöophatischen Entgiftungsmittel. Gegen Abend wir das Pony langsam fitter.
Montag: Das Pony hängt immer noch etwas in den Seilen, ist aber nicht mehr ganz so matt, macht aber weiter Schwierigkeiten an den Anbindebalken zu gehen. TA nimmt Blut ab.
Dienstag: Das Pony ist wie ausgewechselt, läuft beim Führen wieder in seiner normalen Geschwindigkeit und ist deutlich fitter. Anbindeprobleme im Schatten weiter vorhanden. Binde ich ihn an einen Platz der näher am normalen Tageslicht ist, gibt es keine Problem. Unser Anbindplatz ist draußen und überdacht also nicht wirklich dunkel. Abends schaut eine THP, die bei uns im Stall Einsteller ist, auf das Pony und erkennt auch, dass das linke Auge noch etwas gereizt ist und empfiehlt mir Euphrasia Augentropfen.
Mittwoch: Das Pony bekommt morgens das erste Mal die Augentropfen, am Abend zeigt er deutlich, dass er wieder fit ist. Er trabt beim Führen auf die Koppel und hat es sehr eilig. Anbinden kein Problem.
Das Pony hat die ganze Zeit normal gefressen und getrunken.
Geschrieben von Felischa am 02.07.2010 um 10:31:
das kann auf eine Vergiftung hindeuten, aber die genaue Ursache ist meisst schwer zu finden.
Bei uns war es einmal Sumpfschachtelhalm und das andere mal....Butterblumen...äh Hahnenfuss ( glaub ich)
Beide waren nach 4 Tagen wieder fit.
Könnte aber auch eine Allergische Reaktion auf einen Stich gewesen sein.
Schön das es besser geht
Geschrieben von FraukeF am 02.07.2010 um 11:09:
Ich habe auch als erstes an eine Art Vergiftung gedacht. Irgendetwas, was photosensibel macht und Hautirritationen hervorruft. Habt ihr Herkulesstauden an der Weide? Wobei ich nicht weiß, ob Tiere auch darauf reagieren oder nur Menschen........
Geschrieben von rivera am 02.07.2010 um 22:05:
allergische reaktion kann ja auch juckreiz hervorrufen (nase reiben, bein aufstampfen), wozu passen würde, dass nach dem immunstimulans das pony eher schlechter wurde.
allergie, die photosensibel macht? wobei pony ja nicht ins dunkle gehen wollte,...
pa ausgeschlossen?
Geschrieben von mypony am 03.07.2010 um 07:45:
Der TA will und kann sich nicht festlegen, da typische Symptome für eine eindeutige Diagnose (was auch immer) fehlen. Auch für eine PA.
Eine Miteinstellerin tippte spontan auch auf Vergiftung oder Allergie, wobei der TA meinte, Allergie mit erhöhter Temparatur kenne er eher nicht. Aber ausschließen kann er gar nichts ....
Ich werde beobachten, ob wieder mal so etwas auftritt.
Geschrieben von Raio am 03.07.2010 um 15:38:
Also es könnte außer einer PA auch ein akuter Anfall Grüner Star (= erhöhter Augeninnendruck gewesen sein). Dabei schmerzt das Auge sehr, wirkt entzündet und Nasenausfluss ist durch den vermehrten Tränenfluss auch wahrscheinlich. Die Pferde sind durch die Schmerzen ziemlich matt. Wurde der Augendruck mal kontrolliert ?
Leider führt grüner Star unbehandelt erst zu chronischen Augenentzündungen / PA und dann zur Erblindung. Die Gelehrten streiten sich noch, ob die PA den Druckanstieg auslöst oder der Druckanstieg die PA.
Ich habe auf die Art meinen Berber verloren.

Allerdings war die Krankheit bei ihm genetisch bedingt und nicht therapierbar.
Ich halte Dir die Daumen, dass es nichts so Schlimmes ist.
Gruß Beate
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