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Geschrieben von isigoing am 23.01.2012 um 10:07:
Fresszeiten/Mengen aus untersch. Netzen
Hat jemand von Euch mal nachgewogen oder gestoppt, wie lange Pferde an unterschiedlichen Netzkonstruktionen (Maschen, freihängend ...) fressen? Also so, dass man Kilo und Zeit hat?
Ich weiß von zwei wissenschaftlichen Versuchen, in denen aber wohl nur Bodenfütterung vs. Masche verglichen wurde. Hierbei einmal 6cm Masche und 4 cm Masche. Die meisten Isi-Halter, die ich kenne, haben aber längst auf 3-cm-Maschen gewechselt, um die Fresszeiten weiter zu verlängern. Die Frage ist aber, ob das in der Praxis wirklich SO viel bringt, wie man immer wieder hört.
Hintergrund: Bei meinen Pferden empfinde ich subjektiv (gemessen/nachgewogen habe ich auch noch nicht!), dass sie aus den 3cm Maschen ihres freihängenden Löwer Netzes langsamer fressen als aus dem, das an der Stallwand hängt und sich entsprechend per Nase fixieren lässt. Und es macht einen Unterschied wie mir scheint, ob ich das Heu scheibenweise einfülle oder aufgeschüttelt. Eine Freundin von mir empfindet es ähnlich. Beide haben wir auch beobachtet, dass die Pferde an Netz-im-Netz (4cm) eher gehen als ans 3 cm Netz.
Wie sind Eure Erfahrungen? Hat jemand mal "harte Zahlen" dazu?
Geschrieben von FraukeF am 23.01.2012 um 10:40:
RE: Fresszeiten/Mengen aus untersch. Netzen
Ich habe so langsam alles durch und bin am verzweifeln, weil die Fresszeiten egal mit welcher Konstruktion immer viel zu kurz sind bzw die Karenzzeiten deutlich zu lang.
Was etwa ein paar Minuten/Kilo mehr gebracht hat sind 3cm Netze und die freie Aufhängung im Raum. Einen wirklich merkbaren Unterschied macht es aber nicht aus.
Aus 4,5cm Maschen schafft meine Pony seine Nachtration von 6kg in 3 Std. Sprich wenn wir um 17:00 Uhr einstallen hat er ab 20:00 Uhr nix mehr zu fressen bis morgens um 07:00 Uhr, eine Katastrophe.
Für sein Paddock-Heunetz aus 3cm-Maschen, das mit 2 Kilo Heu befüllt wird braucht er etwa 2,5 Std.
Ich habe jetzt einen Slowfeeder gekauft von
Sulzberger, weil mir auch die Rupferei mit schief gelegtem Kopf aus den Netzen auf Dauer nix war und den Deckel noch zusätzlich mit einem Heunetz bezogen. Da braucht er etwas länger, genaue Zeiten habe ich aber noch nicht.
Ich brächte einen Futterautomaten, der nachts um 23:00 Uhr den Deckel der Heubox öffnet oder sowas
Geschrieben von FraukeF am 23.01.2012 um 15:50:
Ja, genau, vom Prinzip her so etwa. Diese sind aber wenn ich mir die Maße ansehe für die typischen Großpferdebesitzer zugeschnitten, da nur minimale Mengen an Rauhfutter pro Kammer, dafür enorme Mengen Krafu täglich gefüttert werden können.
Geschrieben von isigoing am 23.01.2012 um 16:59:
| Zitat: |
Original von FraukeF
Ja, genau, vom Prinzip her so etwa. Diese sind aber wenn ich mir die Maße ansehe für die typischen Großpferdebesitzer zugeschnitten, da nur minimale Mengen an Rauhfutter pro Kammer, dafür enorme Mengen Krafu täglich gefüttert werden können. |
Guck mal unter Referenzen in das PDF und da die Fotos. Da sind Bilder drin. Soweit ich das verstehe, kann man auf der einen Seite Raufutter auswerfen lassen, auf der anderen Seite Krafu.
Kennst jemand von Euch Heu Toy? Oder Konstrukte wie Nibblenet?
Geschrieben von burli am 24.01.2012 um 09:44:
Hallo,
6 kg Heu in 3 Stunden... wahnsinn - das ist mal echt fix.
Meine beiden bekommen pro Nase 4,5 kg Heulage für die Nacht aus 3 cm Netzen. Ich lasse sie meisst gegen 19 Uhr zum Fressplatz.... irgendwann hab ich mal um 2 Uhr geguckt, da hatten sie noch Reste und haben geschlafen.
Frühstück gibt es dann um 7.30 - 8.00 Uhr... also haben sie eine max. Fresspause von 6 Stunden, wobei es immer Äste zum knabbern gibt und diesen Winter hat das Gras am Auslaufrand gar nicht aufgehört zu wachsen... das haben sie also auch noch.
Auf dem Fressplatz klicke ich die Netze mit einem Karabiner in Treckerreifen ein (da hat mein Mann mir auch Karabiner reingeschraubt). Die Netze liegen also fest auf dem Boden und baumeln nicht herum. Wenn ich bei schlechtem Wetter im Stall fütter, hängen die Netze freier... dann brauchen die Pferde auch länger, aber sie haben tolle Techniken entwickelt, wie man Netze an der Wand festklemmen und in Ruhe fressen kann.
Grüße
Sandra
Geschrieben von Intiwasi am 24.01.2012 um 14:07:
Nutzen sich denn nicht die Zähne auf die Dauer ab, wenn sie immer mit dem Metall wie z.B. bei dem Slowfeederin Berührung kommen? Das war so mein erster Gedanke, als ich die engen Gitterstangen gesehen habe. Das mit dem Reifen hört sich doch sehr gut an.
Geschrieben von Felischa am 27.01.2012 um 03:10:
je kleiner die Maschen um so frustrierter werden manche Pferde...
Ich habe Rundballen oder grosse Raufen und hänge darüber ein Netz.
wievie Kilo weiss ich nicht aber die Fresszeit haben sich von 1 Woche auf 2,5 Wochen verlängert und es wird weniger Heu rumgeaast.
Sie haben immer freien Zugang im Offenstall.
Geschrieben von Gosa am 27.01.2012 um 07:49:
| Zitat: |
Original von Felischa
je kleiner die Maschen um so frustrierter werden manche Pferde... |
Als wir uns Heunetze gekauft hatten, waren die Ponys ehrlich gesagt schon
frustriert. Mit der Zeit entwickelten sie so gute Fähigkeiten, daß das große Netz
(das ist echt groß aber kleinmaschig) in null komma nix leer war.
Wir benutzen die Netze nur noch für bestimmte Pferde, da die Arabermixstute
meiner Schwester -wahrscheinlich durch das Zupfen- Muskeln entwickelte, die
dort nicht sein sollten. Der Sattel passte nicht mehr richtig und das ist dann ja
nicht Zweck der Sache

!
Mein Wallach ist teilweise sehr empfindlich auf den Heustaub. Wenn er hustet,
bekommt er das Heu im Netz - nass. Da sind die Netze Gold wert.
Meine Stute tritt sehr viel Heu zusammen und mag es dann natürlich nicht
mehr. Ihr gebe ich auch oft Heu aus dem Netz.
Ihr reicht unser ganz großes Netz vom Abend bis zum nächsten Abend. Also
für 2-3 Mahlzeiten. Das ist natürlich super und es wird so gut wie alles ge-
fressen
Geschrieben von Felischa am 27.01.2012 um 22:09:
Wenn klein Paul von der OP nach Hause kommt muss er ja knapp 3 Wochen in der Box bleiben, dann werd ich auch Netze hinhängen. A. zur Beschäftigung und B. damit er es nicht ständig in der Box verteilt.
Damit er nicht mit seine kleinen Fohlenhufen hängenbleibt habe ich mir auch die leinmaschigen besorgt.
Schaun wir mal.
Wer kann mir Tips geben wie man sie Unfallfrei aufhängt ? möchte ja nicht gleich wieder in die Klinik fahren....
Geschrieben von Gosa am 28.01.2012 um 12:15:
Wir haben unsere so hoch angebracht, daß sie, wenn sie fast leer sind, nicht
auf dem Boden aufkommen.
Darauf sind wir gekommen, da mein Wallach mal mit dem Vorderbein mit
dem Eisen im Netz hängengeblieben war und ein Loch reingerissen hatte.
Und das, obwohl das Material fast nicht kaputtzukriegen ist

.
Es kommt auch immer drauf an, welche Netze man hat. Unsere sind diese
hier:
http://www.heunetzshop.de/
Ganz links zu sehen.
Wir nehmen immer Karabinerhaken und haben am Stall Ringe in die Balken
gedreht. Dort befestigen wir die Netze.
Geschrieben von rivera am 28.01.2012 um 18:46:
zum einen müssen natürlich die maschen so klein sein, dass der huf auf keinen fall reinpasst - das wird mit den kleinmaschigen, 4 cm oder so, beim absetzer schon gehen.
schwieriger ist das aufhängen. so hoch, dass das netz leer nicht den boden berührt, ist klar.
ABER: du musst auch bei einem jungen hengst das steigen einkalkulieren. wenn du netze hast, die oben mit einer kordel zusammengezogen werden, ist es m.e. gefährlich, da diese kordel bestimmt nicht so schnell reisst. du kannst das netz aber auch nicht so hoch aufhängen, dass er beim steigen und paddeln die kordeln nicht erreichen kann - dann würde er sich immer von oben das heu holen müssen.
also lieber ein grösseres netz ohne kordeln, die idee mit ringen an der wand, in denen karabiner befestigt sind, finde ich gut, damit er nich von oben reinlangen kann, kann man die netze "überschlagen" und mit kleinen karabinern auf der stallwandseite den überschlag fixieren.
Geschrieben von burli am 29.01.2012 um 10:57:
Hallo,
ich knote die Netze immer direkt an der Öffnung zu... die Bänder am Ende sind offen, damit da keiner mit den Beinen drin hängen bleibt.
Meine Pferde sind unbeschlagen... sonst wäre mir das Risiko auch zu hoch.
Grüße
SAndra
Geschrieben von Gosa am 29.01.2012 um 12:23:
| Zitat: |
Original von rivera
zum einen müssen natürlich die maschen so klein sein, dass der huf auf keinen fall reinpasst |
Das Netz ist das engmaschigste, das es dort gab.
Den ganzen Huf brachte er nicht rein. Er blieb mit dem Eisen hängen und
riß dadurch ein Loch rein.
Geschrieben von FraukeF am 29.01.2012 um 16:53:
| Zitat: |
Original von Gosa
| Zitat: |
Original von rivera
zum einen müssen natürlich die maschen so klein sein, dass der huf auf keinen fall reinpasst |
Das Netz ist das engmaschigste, das es dort gab.
Den ganzen Huf brachte er nicht rein. Er blieb mit dem Eisen hängen und
riß dadurch ein Loch rein.
|
Da habt ihr noch Glück gehabt, dass das Netz gerissen ist. Da hat es auch schon schlimme Verletzungen gegeben. Ich persönlich würde mit offenen Eisen beschlagene Pferde nicht aus Netzen füttern, zumindest nicht unbeaufsichtigt.
@Inti:
Bisher sehe ich keine Probleme mit der Abnutzung der Zähne, da er das Futter mit den Lippen rauszieht und dann erst mit den Zähnen zupackt. Ich werde das aber auf jeden Fall beobachten.
@isigoing:
Ja, man kann beidseitig auswerfen. Es sind aber nur 3 Heukammern da und diese sind super klein. Wenn ich mich recht erinnere irgendwas von 43x40x38cm oder ähnlich. Da passt ja nix rein.
Geschrieben von Funny_Girl am 29.01.2012 um 18:54:
Früher bekamen meine beiden Mäuse ihr Nachration Heu immer vom Boden gefütter, leider fing Funny dann an, in Büffels Heu zu pieseln.
Deswegen bekamen sie Heuraufen, ich war anfangs unglücklich drüber, weil Pferde nunmal Bodenfresser sind, aber mein Kopfzerbrechen war umsonst.
Beide rupfen sich das Heu portionsweise aus den Raufen, lassen es zu Boden fallen und fressen es dann von dort.
Dies hat auch zur Folge, dass sie natürlich länger mit Mampfen beschäftigt sind.
Früher hat Büffel sein Heu auch immer alles auf einmal weggefressen, Funny hat schon immer Fresspausen gemacht. Wenn Büffel mit seiner Portion fertig war, dann labte er sich an Funnys Ration. Auch dies gehört jetzt der Vergangenheit an, meine Hafi-Fressmaschine hat doch tatsächlich begriffen, dass ihm niemand sein Futter klaut und so macht auch er jetzt Pausen.
Wir haben das einige Male (im Abstand von wenigen Wochen) nachts kontrolliert und konnten feststellen, dass sie um Mitternacht noch ca die Hälfte ihrer jeweiligen Heuration haben.
Abends werden sie (im Winter) gegen 17 Uhr gefüttert, aber nachdem sie ihr Kraftfutter gemampft haben, stehen sie oft noch im Paddock rum und gehen erst später zum Heu.
Morgens gibt es um 8 Uhr das Frühstück, wenn sie auf die Koppel kommen, dann ist abends meist noch einiges von ihrer Morgen/Tagesration da, weil sie lieber unterm Schnee nach Gras graben.
Es gibt auch keinen Grund an diesem System etwas zu ändern, beide Pferde sind wohlgenährt (mit einem kleinen Wohlstandsbäuchlein) ohne fett zu sein.
Geschrieben von rivera am 29.01.2012 um 20:52:
| Zitat: |
Original von Gosa
| Zitat: |
Original von rivera
zum einen müssen natürlich die maschen so klein sein, dass der huf auf keinen fall reinpasst |
Das Netz ist das engmaschigste, das es dort gab.
Den ganzen Huf brachte er nicht rein. Er blieb mit dem Eisen hängen und
riß dadurch ein Loch rein.
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mein satz bezog sich auf felischas fohlen - dass bei euch der huf nicht reinpasste, hatte ich schon so verstanden.
Geschrieben von Gosa am 30.01.2012 um 16:36:
| Zitat: |
Original von Funny_Girl
Beide rupfen sich das Heu portionsweise aus den Raufen, lassen es zu Boden fallen und fressen es dann von dort.
Dies hat auch zur Folge, dass sie natürlich länger mit Mampfen beschäftigt sind.
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Unsere ziehen es teilweise auch aus den Heunetzen und fressen´s dann vom
Boden
Geschrieben von Funny_Girl am 30.01.2012 um 18:50:
| Zitat: |
Original von Gosa
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Original von Funny_Girl
Beide rupfen sich das Heu portionsweise aus den Raufen, lassen es zu Boden fallen und fressen es dann von dort.
Dies hat auch zur Folge, dass sie natürlich länger mit Mampfen beschäftigt sind.
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Unsere ziehen es teilweise auch aus den Heunetzen und fressen´s dann vom
Boden
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Das ist doch super!
Wie in meinem vorigen Post schon erwähnt, will ich meine Hottis so "naturnah" wie möglich füttern, was für mich eben bedeutet, dass sie hauptsächlich vom Boden fressen sollen (klar fressen Pferde in freier Wildbahn auch Blätter oder Äste von Bäumen).
Mein Vater meinte auf meinen Einwand hin, er könne die Raufen ja bodennah anbringen, was aber auf Grund der Verletzungsgefahr definitiv ausschied!
Deswegen war ich mordserleichert, als ich meine Befürchtungen sich in Luft auflösen sah.
Im übrigen machen das meine beiden Samtnasen dies auch bei den Heunetzen - notfalls wird reingebissen und so lange geschüttelt, bis genügend Heu auf den Boden fällt.
Grad mein Hafi ist - was Mampfbeschaffung angeht - äußerst erfindungsreich.
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