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Geschrieben von Topsy am 10.03.2013 um 21:16:
Bayern gegen FN: Equidenpässe weiterhin gültig auch in Bayern
Als ich im Oktober 2010 einen Equidenpass für Topsy bei der FN bestellt habe, kam lange nichts. Ich musste fast 2 geschlagene Monate darauf warten. Die Erklärung war dann, dass Bayern eigene Pässe herstellen möchte und die FN dagegen angekämpft hat. Solange aber diese Sache nicht geklärt war, konnten sie keinen Equidenpass für Topsy ausstellen....
Vor ca. 1 Monat behauptet nun plötzlich unser SB, dass unsere Equidenpässe nun Ende März endgültig ungültig werden.
Gestern bekam ich dann einen Brief von der FN mit der Erklärung:
HURRA, auch für bayerische Pferde bzw. in Bayern lebende Pferde bleiben die Pässe weiterhin gültig!!!!!
Hier der genaue Text: ich sage nur... die spinnen die Bayern
Bayerisches Ministerium legt Kennzeichnungsvorschriften falsch aus
Pferdepässe bleiben gültig
FN-Aktuell.de - 10.01.2013: Für Verunsicherung unter Pferdehaltern sorgt eine Pressemeldung des Bayerischen Ministeriums für Umwelt und Gesundheit, nach der die von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) ausgestellten Pferdepässe (Equidenpässe) für in Bayern geborene und lebende Pferde ungültig seien und bis zum 31. März ausgetauscht werden müssen. Diese Einschätzung des Ministeriums wird von der FN nicht geteilt, betont FN-Justiziar Dr. Joachim Wann.
Das Bayerische Ministerium für Umwelt und Gesundheit behauptet in einer Pressemeldung, dass die FN Equidenpässe nur für Sportpferde (Turnierpferde) ausstellen dürfe, die an Wettkämpfen nach LPO teilnehmen und für die eine Eintragung bei der FN erforderlich sei. Für alle anderen in Bayern geborenen oder gehaltenen Equiden, so genannte „nicht registrierte“ Equiden (einschließlich Freizeitsportpferde), sei seit November 2010 nur der Landesverband bayerischer Pferdezüchter zuständig. Das Ministerium erklärte die von der FN ausgestellten Pferdepässe als ungültig und fordert, dass sie bis 31. März 2013 gegen gültige, vom bayerischen Zuchtverband ausgestellte Dokumente ersetzt werden müssen.
FN-Justiziar Dr. Joachim Wann erläutert: „Diese Pressemeldung beruht auf einer rechtsfehlerhaften Auslegung der einschlägigen Regelungen zur Kennzeichnung und Identifizierung von Equiden.“ Der Landesverband Bayerischer Pferdezüchter ist für die bei ihm eingetragenen Zuchtpferde sowie für „sonstige Zucht- und Nutzequiden“ zuständig. Darunter fallen unter anderem jene Equiden, die nicht registriert sind, wie Esel, Zebras sowie für einen konkreten Zweck definierte Pferde wie Beistellpferde oder Holzrückepferde. Freizeitsportpferde gehören ausdrücklich nicht zu dieser Gruppe, denn auch ein Freizeitsportpferd ist mit Ausstellung des Pferdepasses bei der FN ein registriertes Pferd. Es kann nämlich im Laufe seines Lebens an sportlichen Wettbewerben entweder nach den Bestimmungen der LPO (Leistungs- und Prüfungs-Ordnung) oder der WBO (Wettbewerbsordnung) teilnehmen.
Die FN fragt deshalb bei Anträgen auf Ausstellung eines Pferdepasses nach, in welche Kategorie das betreffende Pferd gehören soll. Wenn der Antragsteller beispielsweise mitteilt, dass das Pferd im Holzrückedienst eingesetzt werden oder Beistellpferd sein soll, verweist sie den Antragsteller an den bayerischen Zuchtverband. „Handelt es sich aber um Turnier- oder Freizeitpferde/Ponys, ist originär die FN für die Ausstellung des Equidenpasses zuständig“, sagt Dr. Wann
Der FN-Justiziar betont, dass die Pferdepässe – entgegen der Auffassung des Bayerischen Ministeriums für Umwelt und Gesundheit – auch nicht ungültig sind. Ungültig wären sie nur, wenn der Inhalt des Passes selbst falsch wäre. Deshalb müssen auch keine von der FN ausgestellte Pässe umgetauscht werden. Außerdem verweist der Justiziar darauf, dass bayerische Veterinärbehörden die Pässe nicht einziehen dürfen. Denn die Behörde muss feststellen, welche Erklärung der Antragsteller bei der Beantragung der Ausstellung des Passes bei der FN abgegeben hat. Dies kann sie jedenfalls nicht aus dem Pass erkennen. „Bayerische Pferdehalter brauchen sich also nicht verrückt zu machen. Die Pässe sind und bleiben gültig. Solange jedenfalls, bis eine anders lautende rechtskräftige Entscheidung gegen die FN vorliegt“, so Dr. Joachim Wann.
Geschrieben von Kiddel am 11.03.2013 um 09:40:
Ja, ja ich weiß schon warum ich einfach meine Equidenpaässe (Anträge mit Chip) über die Vit bestelle, Günstig, sehr schnell und wird dann fachmänisch vom Tierarzt ausgefüllt. Dann los schicken und schon ganz kurze Zeit späte rist alles da und man bezahlt einfach weniger. Liegt wohl auch dasran weil so kein Zuchtverband unterstützt werden muss. Tierseuchen kasse zahlen wir ja eh alle (nehme ich mal so an). Zesr sthet nicht so schön viel darin wie bei den Zuchtverbänden, aber ich brauche den Pass ja lediglich um mein Pferd ausweisen zu können und nicht um was zu haben was nett aussieht
Geschrieben von Topsy am 11.03.2013 um 11:13:
@Kiddel: jetzt muss ich doof nachfragen, aber was ist die Vit?!
Apropos Zeit: hätte ich damals in einem anderen Bundesland gewohnt, hätte ich den Pass in normaler Bearbeitungszeit bekommen. Es war nur wegen des Streits mit den bayerischen Behörden, dass sich das damals verzögert hatte. Hätte ich den Pass nur eine Woche früher losgesandt, dann wäre ich nicht in diesen "Pass-Ausstellungs-Streit" reingerutscht. Haben die mir von der FN damals jedenfalls erzählt.
Das beste jetzt fand ich übrigens, als uns der SB angekündigt hat, dass nicht nur die Pässe bald ungültig sind, sondern auch der Mikrochip!
Geschrieben von Smartie am 11.03.2013 um 11:46:
Wie kann denn ein Chip zur Identifizierung eines Tieres ungültig werden?
Geschrieben von Kiddel am 12.03.2013 um 08:45:
Topsy, das heist ausgeschrieben:Vereinigte Informationssysteme Tierhaltung w.V.
w.V. steht für wirtschaftlicher Verein...
Bei der Vit werden alle Tier gemeldet (Equiden und Nutztiere) Zb. müssen die Bauern ihre Kühe bei der HIT anmaleden... die meldet es dann der Vit zur weiterverarbeitung der Daten zur Zuchtwertschätzung, und arbeitet eben mit anderen Oranisationen zur Datenverarbeitung um Tierzucht und Vermarktung. Wenn wir hier ein Tier bei der Tierseuchen Kasse anmelden, dann landet das auch bei der Vit. ich kann das nicht so wirklich gut erklähren, habe aber auch beruflich öfters mit ihnen zu tun. Da geht das Eintragen von Equiden eben wesentlich schneller, einfacher, günstiger
Aber hier mal der link zum selber lesen:
http://www.vit.de/index.php?id=vit-fuers-pferd
Geschrieben von Topsy am 12.03.2013 um 10:39:
@Smartie:
die Begründung des SB war, dass Bayern einen anderen, (VIEL) grösseren Microchip (irre gross

) verlangt und damit der jetzige unnütz geworden ist. U.a. weil man den grösseren auf grösserem Abstand gut nachweisen kann. Während man bei dem kleinen, den Topsy drin hat, den Chip nicht auf grösseren Abstand nachweisen kann, sondern nur, wenn man mit dem Ablesegerät in kleinem Abstand direkt über dem Chip ist.
Keine Ahnung, ob das stimmt. Denn der SB möchte nämlich gerne, dass die Offenstall- Pferde für den Futterautomaten einen implantierten Chip haben und fragt immer wieder in regelmässigen Abständen nach, ob er es nicht endlich tun soll....
es funktioniert aber super mit dem Halsband, an dem der Chip hängt und irgendwie sehe ich nicht ein, Topsy mit mehr als einem Chip zu bestücken... mal davon abgesehen, dass es ca 45€ kosten würde....
@Kiddel:
ach so, danke für die Erklärung :-)
Wenn man dann aber bei FN-Turnieren teilnehmen möchte, bräuchte man dann nicht noch den zusätzlichen Pass von der FN?!
Geschrieben von Rouge am 12.03.2013 um 10:52:
@Kiddel
danke für den Hinweis. Die Quelle kannte ich noch gar nicht. Ich kannte nur die FN und die Zuchtverbände.
Langsam spinnen die doch nur noch rum. Das mit den Chips habe ich auch schon gelesen. Vor Jahren haben die TÄ auch Kleintierchips bei Pferden eingesetzt. Ich habe ein Turnierpony, FN-eingetragen, bei dem ich mir ziemlich sicher bin, dass es einen inzwischen nicht mehr "gültigen" Chip hat. Ist mir allerdings völlig egal, für die FN ist er ok, ansonsten ist die Stute vor dem Stichtag geboren und fällt sowieso nicht unter die Chip-Pflicht.
Das alles, damit wir dann Pferdefleisch in der Lasange habe...
@Topsy
bei FN-Turnieren benötigt man ab einer bestimmten Kategorie (seit diesem Jahr schon ab Klasse E) ein "eingetragens Turnierpferd". Ein Pferd mit Papieren eines deutschen Zuchtverbandes bekommen einen Aufkleber in den E-Pass und kommt in den FN-Computer. Diese Pferde müssen gekennzeichnet sein (Brand oder Chip).
Dann gibt es noch die Altfälle, Pferde mit Papieren die 2000 einen grünen Pass von der FN bekommen haben. Die waren damals schon als Turnierpferd eingetragen.
Bei Freizeitpferden die einen grünen Pass von der FN haben kommt auch nur ein Aufkleber rein (+ FN-Computer). Ich vermute so wird es auch bei den Pferden ohne Papiere mit einem Pass vom Zuchtverband sein.
Geschrieben von Topsy am 13.03.2013 um 12:29:
@Rouge:
danke für die ausführliche Erklärung!
Habe ich das richtig verstanden:
auch wenn ich einen Equidenpass von der FN für ein Freizeitpferd habe, so brauche ich dennoch einen extra Aufkleber rein, sobald ich bei FN-Turnieren mitmachen will?!
Geschrieben von Rouge am 13.03.2013 um 13:29:
RE: Bayern gegen FN: Equidenpässe weiterhin gültig auch in Bayern
@Topsy
genauso ist es. Das Pferd muss gebrannt oder gechipt sein, in den E-Pass wird ein Aufkleber gemacht und es kostet natürlich Geld!
Wenn es sich um ein Pony handelt muss es auch noch gemessen werden.
Geschrieben von Topsy am 13.03.2013 um 19:52:
Super, jetzt weiss ich Bescheid!
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