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Geschrieben von Rezo am 18.07.2014 um 21:47:

  stallwechsel - pferde genervt

hallo zusammen

an die unter euch, welche die pferde schon mal in einen neuen stall verfrachtet haben:

wie schnell haben sich eure pferde etwas eingewöhnt und einigermassen heimisch gefühlt?

wir haben die pferde vor 2 wochen in den neuen stall gebracht. sie sind immer noch recht genervt, fühlen sich gestresst, sind schreckhaft wenn man nur den stall betritt und rennen gleich in den auslauf raus. kommt man nur schon rein in die box, rennen die pferde verängstigt herum als würde man sie demnächst abschlagenunglücklich ich bin mich das überhaupt nicht gewohnt, denn A kennen mich doch beide pferde und wissen, dass ich ihnen nie wehtun würde, und B kommt grade ourgon eigentlich jeweils sofort auf mich zu. aber momentan tut er so, als ob ich ihn bald abschlachten würde, wenn ich nur schon mit dem halfter komme, und rennt halbwegs zitternd von mir weg.

als wir vor 2 jahren den stall wechselten, waren sie innert 1 woche schon etwas eingewöhnt und haben nie solche reaktionen gezeigt. klar, bis sie wirklich zuhause sind und sich heimisch fühlen, gehts teils über 6 monate, ist mir bewusst, aber nach 2 wochen wirklich noch derart gestresst...? find ich seltsam...

okay, den alten stall kannten sie vorher schon von ein paar kursen, bei diesem hier sind sie ganz neu. neu ist auch, dass sie zusammen quasi einen kleinen offenstall haben, da man bei den auslaufboxen die trennwände rausgenommen hat. zudem waren sie vorher die ganze nacht und teilweise den tag durch draussen auf der weide, jetzt nur noch morgens ein paar stunden.

findet ihr das verhalten normal?



Geschrieben von hochelfe am 18.07.2014 um 21:55:

 

Hm, ich denke das hängt stark vom Charakter des Pferdes ab. Als ich mit dem großen in den jetzigen Stall kam, hat er erstmal aufgeräumt. Ist halt nen kleiner Haudegen.
Der kleine jetzt hat ca 3 Wochen und Bachblüten gebraucht, um so einigermaßen klar zu kommen.
Der von meiner Freundin musste ein halbes Jahr extra gefüttert werden, und nachts extra stehen, weil er sonst zu panisch wurde. Obwohl echt viel Platzbist und sie zu 6. eine 12er Raufe hatten.

Hatten die Pferde schon eine ähnliche Haltungsform?
Vielleicht müssen sie sich daran auch noch gewöhnen...



Geschrieben von Zambezi am 18.07.2014 um 23:15:

 

Ich finde das Verhalten eigentlich nicht normal ... zumal wenn es bei früheren Stallwechseln anders war und sie sich schneller eingewöhnt haben,
Bei meinem Pferd war es eher andersherum. Je unsicherer oder unwohler er sich in einem Stall fühlte, umso mehr klebte er an mir dran und wieherte mir hinterher.

Haben sie evtl. momentan zu wenig Bewegung? Du schreibst ja, dass es weniger Weidegang ist als vorher. Bekommen sie evtl. (zu viel) Hafer? Bewegungsmangel in Kombination mit zu viel Kraftfutter macht fast jedes Pferd schreckhaft.
Oder poltert es irgendwie seltsam, wenn jemand in den Stall reinkommt und sie müssen sich vielleicht erst an das Geräusch gewöhnen?
Standen sie vorher in der Box und sind jetzt in einem Laufstall? Stehen sie zu zweit oder sind noch andere Pferde dabei? Ich kann es mir im Moment nicht so genau vorstellen.



Geschrieben von Rezo am 18.07.2014 um 23:52:

 

also vorher standen sie separat in 2 auslaufboxen, nun zusammen (nur sie beide) in 2 auslaufboxen, die zu einer gemacht wurden. kraftfutter bekommen sie lediglich eine hand voll gerste mit für sie abgestimmten kräuterchen. heu bekommen sie mehr als vorher, dafür halt eben weniger weide. sie waren aber vorher schon zusammen auf der weide, sodass die neue haltungsform zusammen nicht wirklich neu für sie ist (ausser, dass sie nun IMMER zusammen sind).

bewegung erhalten sie von uns gleich viel wie vorher. aber ehrlich gesagt hab ich das gefühl, dass sie lieber gar nicht rauskommen wollen. sie sind nun auch etwas klebiger, d.h. man kann den einen momentan schlecht vom anderen trennen, was vorher ohne probleme ging. jetzt werden beide noch unruhiger, stampfen usw wenn der andere nur grad mal kurz zum waschplatz geführt wird. (ourgon ist da nicht so das problem, eher rezo).

wegen geräusch kann ich jetzt gar nicht so genau sagen...aber ich denke das ists eher nicht, denn ourgon hat ja sogar schiss vor mir, wenn ich nur auf ihn zulaufe mit etwasem in der hand (seis halfter, hufkratzer o.ä.). ohne etwas in der hand ist er einfach skeptisch, aber geht nicht weg.



Geschrieben von Zambezi am 19.07.2014 um 08:45:

 

Hmmm ... mysteriös.

Klingt so, als seien sie sehr verunsichert oder als wären sie von jemandem verschreckt worden und wären deshalb skeptisch, wenn jemand kommt mit Halfter o.Ä. Bringt ihr sie selber auf die Weide oder macht das jemand anders? Bei meinem Herzchen reicht es ja schon, wenn ein großer Mann resolut auf ihn zuläuft oder wenn jemand einen hektischen Eindruck macht, dass er die Flucht ergreift Augenzwinkern

Vielleicht gefällt ihnen ihre neue Männer-WG aber auch so gut, dass sie gar nicht mehr raus wollen großes Grinsen

Das ist immer eine blöde Situation, wenn man merkt, die Pferde verhalten sich irgendwie seltsam, aber wenn man keine klare Ursache feststellen kann. Vielleicht brauchen sie diesmal ja wirklich länger zum Eingewöhnen.



Geschrieben von Rezo am 19.07.2014 um 21:20:

 

ja finde ich auch.

nein wir bringen sie nicht auf die weide, sondern die stallbesi. aber dass die grob oder unwissend umgeht mit ihnen kann ich mir wirklich nicht vorstellen, das ist eine ganz liebe, und die pferde erschrecken ab ihr auch nicht, wenn sie heu bringt oder den futternapf.

ich hab eben nicht das gefühl, dass es ihnen wirklich gefällt dort...sie wirken einfach so gestresst und unausgeglichen. das sich nicht trennen wollen schätze ich mehr so ein: hilfe, es ist schon so schlimm genug, aber ohne den anderen erst recht.

ich hab einen umzug halt bisher erst einmal wirklich so nah und über längere zeit miterlebt. und beim letzten mal wars halt in einen stall, den die pferde schon kannten. drum weiss ich nicht, ob dieses verhalten normal ist oder nicht..



Geschrieben von Zambezi am 19.07.2014 um 21:31:

 

Vielleicht könnt ihr ja ein bisschen mit Bachblüten unterstützen? Bei hochelfe hat das ja auch ganz gut geklappt.
Ansonsten bleibt ja irgendwie nix anderes übrig als abzuwarten und zu hoffen, dass sie sich schnell wieder beruhigen. Ich drücke euch die Daumen, dass diese Phase schnell vorübergeht.
Ansonsten gefällt es euch gut im neuen Stall?



Geschrieben von Rezo am 19.07.2014 um 21:35:

 

danke zambezi, hab ich auch schon vorgeschlagen, besi möchte aber noch warten. sie sagt, sie möchte wirklich wissen, ob sich die pferde bald eingewöhnen oder nicht. sie unter drogen zu setzen würde das ergebnis verfälschen, hat sie gemeint Zunge raus Zunge raus

hm ja ich finds ok...ich persönlich würde für mein pferd aber deeeefinitiv was anderes aussuchen. vielleicht merken die pferde ja, was ich denke..aber im alten stall hat sie mein denken nicht beeinflusst, und ich dachte damals schon: würd ich für mein pferd nicht wollen.



Geschrieben von Gosa am 19.07.2014 um 21:39:

 

Bei meinen beiden war es nicht so schlimm.
Mein Wallach kam als erster in unseren eigenen Offenstall - ein paar Stunden
später zogen zwei Stuten meiner Schwester ein.
Er führte sich gleich auf wie der King. Ich fand, er fühlte sich gleich ziemlich
angekommen.
Er hatte jedoch noch so ein paar Probleme wie z. B. in die Box führen war für
ihn noch nicht möglich.
Beim Ausreiten war er eigentlich gleich recht cool.

Ich muss dazusagen, dass ich ihn ab dem Einzug erst gekauft hatte. Vorher
lebte er sieben Jahre an seinem Geburtsort.


Meine Stute zog zu meinem Wallach und (mittlerweile) drei Stuten meiner
Schwester. Sie war 5 und lebte vorher auf dem Gestüt, wo sie gezüchtet
worden war.
Die erste Nacht blieben mein Mann & unsere beiden Kinder im Zelt auf der
Koppel über Nacht. Meine Stute lief die ganze Nacht hin und her und hin und
her. Sie tat mir leid. Sie war eine große Herde gewohnt und nun musste sie
vom Zaun abgeteilt bei neuen (nicht isländischen) Pferden bleiben.
Nach und nach ließen wir sie mit den anderen zusammen.
Heute ist sie bei uns zu Hause, als wäre sie nie woanders gewesen. Ihre beste
Freundin ist ein Araber großes Grinsen
Probleme mit ihr gab es ansonsten gar nicht. Sie ließ alles mit sich machen, als
ob sie schon immer zu mir gehörte. Sie ist ein echtes Charakterpony fröhlich Herzaugen


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