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Geschrieben von fjoerdis am 17.10.2014 um 11:31:

  Bentonit

Wer füttert das und in welchem Zeitraum und in welcher Dosierung?
Und wo bezieht ihr das? Gibt es Qualitätsunterschiede, wo man drauf achten muss?



Geschrieben von Villo am 17.10.2014 um 18:05:

 

Hallo,

warum willst du es bei Pferden einsetzen? Ich kenne Bentonite v.a. als Toxinbindner bei Nutztieren, die Schimmel-belastete Futtermittel bekommen.

Da Bentonite auch sämtliche Spurenelemente binden, sollte man das Mineralfutter entsprechend erhöhen, wenn sie länger eingesetzt werden.


Viele Grüße,

Villo



Geschrieben von Escapada am 17.10.2014 um 20:41:

  RE: Bentonit

Bei längerfristigem Kotwasser und nicht sofort möglicher Umstellung auf gutes Heu habe ich das schon gefüttert - unter dem Handelsnamen AKAID. Jetzt glücklicherweise nicht mehr nötig.

Internet (günstiger) oder Tierarzt (teurer)

Aus welchem Grund möchtest Du es füttern? Was bekommt Dein Pferd sonst zu fressen?



Geschrieben von Velvakandi am 17.10.2014 um 22:59:

 

Ich füttere meinem Sommerekzemer kurweise übers Winterhalbjahr Zeolith, was mit Bentonit chemisch wohl eng verwandt ist. Ziel der Übung ist die Entgiftung des Körpers, für mein Kratzepony funktioniert das recht gut fröhlich



Geschrieben von Tebasile am 19.10.2014 um 00:02:

 

Zeoltith und Bentonit sind in der Tat sehr ähnlich, beides Vukangesteine die als Toxinbinder und Ionenaustauscher fungieren.

Da sie eben nicht nur im Darm die Stoffe absorbieren (hierfür gibt es was besseres: spezielle Hefezellwände) sondern auch auf zellulärer Ebene wirken sollte man sie eher vorsichtig dosieren und da sie dann über die Nieren ausgeschieden werden immer mit etwas die Nieren unterstützendem kombinieren (z.B. Brennesseln).

Ich füttere das cdVet Toxivet sorb , da sind mehr Hefezellwände als Bentonit drin und Queckenwurzel für die Nieren, da wird mehr schon im Darm abgefangen als mit dem Bentonit-lastigeren cdVet Vulcanovet dass ich auch schon verwendet habe (70% Bentonit, etwas Hefezellwände mit Brennessel und Quecke).

Bei Pferden mit schlechterem Herz-Kreislaufsystem (hatte das schon einige Male bei Friesen) kann es durch bentonit ujnd Co zu angelafen Beinen etc. kommen, da mehr aus den Zellen herausgelöst wird als abtronsportiert werden kann.
Geht wieder weg sobald man es absetzt.

Quarter, Painthorses und Co. dagegen profitieren sehr von diesen Vulkangesteinen da der Ionenaustausch direkt an der Zellmembran es ihnen ermöglicht den Stoffwchsel ihrer großen Muskelmassen optimal zu unterstützen.
Da Bentonit z.B. in Montana im Boden ist glaube ich dass sich diese überdimensionale Muskulatur nur durch diese Ionenaustauscher als positiv für die Leistungsfähigkeit eines Arbeitspferdes erweisen konnte.



Geschrieben von fjoerdis am 20.10.2014 um 11:14:

 

Ja, ich wollte es zur Entgiftung einsetzen. In den cdVet Produkten ist das auch drin?? Dann schau ich mir das da mal genauer an. Danke. smile



Geschrieben von Pika am 21.10.2014 um 17:29:

 

verwirrt
Ich habe die Funktion vom Bentonit so verstanden, dass es Toxine bindet, die sich z.B. im Futter befinden.
Das hieße, dass das Bentonit nur die Schadstoffe bindet, die aktuell in den Magen /Darm gelangen.
Wenn Du also verunreinigte Futtermittel verfüttertst........ ,aber das tut doch niemand????

"Mineralerde Bentonit

Bentonit ist eine Mineralerde, die durch Verwitterung von Vulkanasche entstanden ist. Bentonit liegt sehr fein vermahlen vor, so dass seine Oberfläche enorm gross ist. Zusätzlich verfügen die Bentonit-Partikel über eine negative Ladung. Beide Eigenschaften führen zu einer ungewöhnlich hohen Adsorptionsfähigkeit dieser Mineralerde.

Entgiftung mit der Mineralerde Bentonit

Adsorption durch Mineralerden ist eine sehr effiziente Art der Entgiftung. Adsorption bedeutet nämlich, dass Bentonit Stoffe an sich binden kann. Geschieht dies im Verdauungssystem des Menschen, dann können diese Stoffe nicht mehr resorbiert werden. Sie gelangen folglich nicht in die Blutbahn, sondern werden samt Bentonit mit dem Stuhl ausgeschieden. Daher verlaufen Programme zur Entgiftung oder Darmreinigung umso erfolgreicher, wenn die Mineralerde namens Bentonit beteiligt ist.

Bentonit kann also kurweise eingesetzt werden, dient aber auch hervorragend als naturheilkundliches Mittel zur täglichen Entgiftung, das vorbeugend in kleinen Mengen eingenommen werden kann, um die täglich eintreffenden Schadstoffe aus Umwelt und Nahrung zu binden und wieder auszuscheiden. Mit Bentonit kann man auf diese Weise die Schadstoffbelastung des Körpers gering halten und damit einerseits die Ausleitungsorgane (Leber, Nieren, Darm) entlasten und andererseits die Gesamtgesundheit schützen und verbessern. Doch um welche Schadstoffe handelt es sich überhaupt, die von Bentonit gebunden und ausgeleitet werden?

Bentonit bindet schädliche Bakterien, Schwermetalle, Pestizidrückstände, Schimmelpilzgifte sowie radioaktive Partikel. Da Bentonit bevorzugt im Darm tätig ist, zeigt sich seine bakterienbindende Kraft besonders gut bei einem bakteriellen Darminfekt."
http://www.zentrum-der-gesundheit.de/bentonit-pi.html#ixzz3GnHcWPld



Im Gegensatz z.B. Mariendistelsamen (Silymarin):
"Silymarin besteht aus einem Gemisch von vier Flavonolignan-Isomeren, wobei Silibinin die biologisch aktivste Form und damit die Leitsubstanz darstellt (3). Die antihepatotoxische Wirkung des pflanzlichen Wirkstoffkomplexes Silymarin beruht im Wesentlichen auf der Stabilisierung der Zellmembran und auf der Stimulation der Regenerationsfähigkeit der Hepatozyten. Silymarin erschwert das Eindringen von Toxinen und verhindert den Verlust funktioneller Zellbestandteile, wie Transaminasen, indem Oxidations- und Transportprozesse in der Zellmembran vermindert werden. Darüber hinaus stimuliert Silymarin die Proteinbiosynthese und regt die Zellregeneration sowie die Bildung neuer Hepatozyten an. Zusätzlich wurden für Silymarin auch antiinflammatorische, antikanzerogene und antifibrotische Effekte nachgewiesen (3)."
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=32046



Geschrieben von rivera am 21.10.2014 um 22:24:

 

schwermetalle und pestizidrückstände können sich auch in nicht verunreinigten futtermitteln finden, abgesehen von eventuellen medikamentengaben und wurmkuren. auch unerwünschte bakterien finden sich durchaus hier und da, ohne dass man es wahrnehmen kann.



Geschrieben von Wisy am 22.10.2014 um 08:49:

 

Zitat:
Original von Pika
...Bentonit bindet schädliche Bakterien, Schwermetalle, Pestizidrückstände, Schimmelpilzgifte sowie radioaktive Partikel....


So steht es in dem zitierten Artikel.

Mal ganz naiv gefragt, wie kann Erde, die ich in den Darm fülle, unterscheiden, was "schädliche" und was "gute" Bakterien sind? Woran erkennt die Erde, was "entgiftet" werden muss? Wird da nicht einfach alles, was da mechanisch im Weg ist, raustransportiert?

Die Wirkung der Kräuter / Pflanzen / Hefezellwände usw. verstehe ich ja, aber Erde?

Danke, Pika, ich dachte schon, ich bin die Einzige, die das nicht versteht Augenzwinkern



Geschrieben von Tebasile am 22.10.2014 um 11:37:

 

Hat was damit zu tun, dass pathogene Keime eine anders geladene Zellmembran haben als die physiologische Darmflora.

Aber wie gesagt zum Binden im Darm eignen sich die Hefzellwände besser als die Vulkanerden.

Und ja Erde kann Bindungen eigehen und auch einiges Abpuffern ähnlich wie Aktivkohle, daher gibt es ja auch Heilerde.

Bei den Vulkangesteinen geht es aber noch um spezielle Verbindungen mit Strukturen die sich besonders dafür eignen bestimmte Ladungsträger aufzunehmen.



Geschrieben von Velvakandi am 22.10.2014 um 11:49:

 

Ich suche übrigens immer noch nach einer guten und günstigen Quelle für Bentonit oder Zeolith (was ist denn besser?). Rivera, du wolltest doch irgendeine Freundin fragen, oder?



Geschrieben von rivera am 22.10.2014 um 17:19:

 

danke fürs erinnern, tine, meine freundin hatte mir den link schon geschickt, aber ich hatte das über meinen meist internet-freien zeiten vergessen:
http://www.merciful-trading.at/index.php?option=com_virtuemart&Itemid=262



Geschrieben von Waldpferd am 22.10.2014 um 18:08:

 

Ich bestelle immer bei mutzke.eu. Einfach ne Mail hinschicken, ist gut und günstig smile



Geschrieben von Velvakandi am 23.10.2014 um 00:16:

 

Danke ihr zwei! fröhlich


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