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Geschrieben von Encanto am 05.11.2014 um 19:56:
Sättel für längere Strecken
Hallo,
bei uns ist ein neues Pferd eingezogen und nun überlege ich mal wieder welcher Sattel denn nun der richtige für uns ist. Ich würde gerne damit sowohl auf dem Platz reiten als auch lange Strecken im Gelände. Habe z. Zt. auch einen Barefoot und finde ihn sehr bequem und das Pferd läuft recht gut damit. Allerdings hat mir meine Osteopathin geraten ihn nicht für lange Ritte zu verwenden. Hatte dann eigentlich in Richtung flexible Sättel tendiert, aber nun habe ich beim VFD einen Bericht gefunden, nach dem auch diese Sättel wohl nicht für längere Ritte geeignet sein sollen. Puuh, so langsam wird´s mal wieder richtig schwierig, was sagt Ihr dazu?
Hier der Link,
http://www.vfdnet.de/index.php/component/content/article/30-reiten/ausruestung-reiten/1655-Ist-20baumlos-20problemlos-3F
LG
Martina
Geschrieben von viertakt_sus am 05.11.2014 um 22:42:
RE: Sättel für längere Strecken
interessant! ... deckt sich mit meiner Erfahrung: für Kurzstrecken ist ein flexibler baum schön, aber bei tages- oder wanderritten musste ich auch feststellen, dass sich der Sattel unheimlich verformt und nachgibt und deshalb keine optimale druckverteilung mehr stattfinden kann...
dazu kommt noch, dass kaum ein mensch genau gerade sitzt bzw. gebaut ist... so gut wie jeder hat eine persönliche schiefe, die durch den "flexiblen" Sattel 1:1 an das Pferd weitergegeben wird und dieses dann ausgleichen muss. zudem kann der semiflexible/elastomere Kunststoff-Baum durch die jeweilige persönliche schiefe des Reiters auch "schiefgesessen" werden...
Geschrieben von Rezo am 05.11.2014 um 22:51:
RE: Sättel für längere Strecken
ich glaube, würd ich wanderreiten, dann würd ich mir so einen hirtensattel aus portugal oder frankreich machen lassen...
aber auf dem platz möcht ich so viel wie möglich spüren, daher am liebsten sattellos oder mit fellsattel
Geschrieben von georgia am 06.11.2014 um 09:40:
Hallo,
ein interessantes Thema.
Ich werde im Frühling auch aktiv werden in Sachen Sattekauf und tendiere zu einem Sommer Spirit DS, Marakesh oder Destination. hat jemand Erfahrung mit Sommersätteln ?
LG
Christine
Geschrieben von Vinja am 06.11.2014 um 10:09:
Eine Freundin von mir hat den Sommer Spirit und ist sehr zufrieden. Sie geht damit auf Wanderritte bis zu zwei Wochen und weder sie noch ihr Pferd hatte Pobleme mit dem Sattel.
Wer lange Ritte plant kann sich mal im Distanzforum umschauen. Dort gibt es jede Menge Satteltipps

Ich glaube da wurde schon alles erprobt
Geschrieben von georgia am 06.11.2014 um 10:30:
Hallo Elbja,
ich komme ja ursprünglich aus dem "Distanzlager" und war mit meinem alten Wallach auf der langen Strecke unterwegs mit fast 4.000 km in der Wertung.
Er hat einen ROC-Sattel. Aber das ist ein Sattel für Distanzritte und im Sattel zu stehen.
Ich wünsche mir für meinen Marchardor einen Sattel zum Wander- und Dressurreiten also leicht, bequem, rustikal und trotzdem ein längeres Sattelblatt.
Liebe Grüße
Christine
Geschrieben von Zambezi am 06.11.2014 um 10:49:
Der Destination gefällt mir sehr gut, aber ich hab ihn bisher nir auf Bildern gesehen. Der Evolution von Sommer ist auch ein sehr guter Wanderreitsattel, der Baum ist aber ein bisschen anders als beim Spirit und wieder anders beim Marakesh, da muss man einfach gucken, was dem Pferd besser passt.
Von ROC gibt es ja sehr viele verschiedene Ausführungen, auch Modelle, die sich gut fürs Wanderreiten eignen. Wie warst Du generell zufrieden mit dem ROC?
Geschrieben von Velvakandi am 06.11.2014 um 11:37:
| Zitat: |
Original von georgia
Ich wünsche mir für meinen Marchardor einen Sattel zum Wander- und Dressurreiten also leicht, bequem, rustikal und trotzdem ein längeres Sattelblatt. |
Von Sommer gibts ja auch einen Sattel für Marchadores, den Sommer Marcha. Skyggnir hat den auf ihrem Isländer liegen, und weil ich den immer mal reiten darf, kann ich bestätigen, dass das ein sehr bequemer und hochwertiger Sattel ist. Kann man wahlweise mit Fender oder englischen Bügeln bestücken, für lange Strecken find ich Fender deutlich bequemer. Für Platzarbeit hängt man einfach die Bügel um und hat mit englischen Bügeln besseren Kontakt zum Pferd.
Der Sattel hat schön gestickte Details, für Marchadore kan man sich das M auf die Sitzfläche sticken lassen, Vinur hat einfach nur "Muster" *g

Geschrieben von georgia am 06.11.2014 um 12:32:
Ja Velvekandi, der Marcha ist optisch sehr schön und auf langen Strecken sind Fender total bequem. Gut zu wissen, dass man die Fender/Riemen so problemlos tauschen kann. Das geht beim ROC nämlich nicht und ist ne üble "Fuddelei".
Ich denke jedoch an breite Steigbügelriemen und ein längeres Sattelblatt. Werde mich auf jeden Fall beraten lassen und ausprobieren. Auf der Messe war ich schon mal diverse Modell "probegesessen" aber auf dem Pferd ist es ja nochmal anders. Und als allererstes muss der Sattel dann auf den Pferderücken passen.
Geschrieben von georgia am 06.11.2014 um 12:42:
@Zambesi - ich bin noch zufrieden mit dem ROC. Früher hatte ich den PodiumBaum ( Kunststoff ) mit ROC Auf- und Unterbau von Stefan W. für mein Pferd gefertigt.
Ich habe einen ROC Indurance ( mit dem Rieser Holzbaum) gewonnen und diesen seit 3 Jahren in Gebrauch, weil eine Stallkollegin unbedingt meinen alten Sattel kaufen wollte und der Neue noch ungenutzt auf dem Dachboden hing.
Man sitz halt relativ weit weg vom Pferd und für die Dressurarbeit würde ich ihn nicht empfehlen. Aber zum lange Strecke Traben ist er super und eben sehr leicht. Der Service von Stefan W. ist flott und zuverlässig. Das ist meine persönliche Erfahrung.
Geschrieben von Skyggnir am 06.11.2014 um 13:43:
| Zitat: |
Original von georgia
Gut zu wissen, dass man die Fender/Riemen so problemlos tauschen kann. Das geht beim ROC nämlich nicht und ist ne üble "Fuddelei".
|
Einfach Umhängen, ist echt kein Akt. Sturzfeder gibt es auch.
Ich mag den Sattel auch sehr gerne, anfangs haben mich nur die Pauschen gestört (bin davor jahrelang im Barocksattel ganz ohne Pauschen unterwegs gewesen), aber inzwischen geht das auch.
Geschrieben von Encanto am 06.11.2014 um 19:05:
Ich kenne auch einige die mit Sommersätteln unterwegs sind. Ich denke die sind nicht schlecht, haben allerdings auch wieder flexible Bäume und da bin ich durch den Bericht beim VFD und die Erfahrungen von Viertakt_sus ein bißchen nachdenklich geworden. Außerdem sind viele Osteopathen der Meinung, daß gerade diese Sättel den Schwerpunkt etwas zu weit hinten haben.
Hmm, ich könnte mir beim Distanzreiten vorstellen, daß durch das stehen in den Bügeln der Schwerpunkt dann weiter nach vorne kommt als beim Wanderreiten wo man überwiegend im Sattel sitzt!?
Geschrieben von viertakt_sus am 06.11.2014 um 19:35:
... hatte auch etliche Jahre einen Sommer (evolution) ... Leder und Verarbeitung super - aber der baum hat sich über die Jahre auch verformt :-( ... und durch den Aufbau (bocksattel) sitzt man nicht sooo nah am Pferd....
Geschrieben von Hoan am 08.11.2014 um 22:32:
Ich finde den Scout von Stübben ganz schön. Die Trachten sind flexibel und der Satttel ist nicht zu "thronartig" aufgebaut so dass man auch Alltags vernünftig in der Bahn reiten kann.
Geschrieben von Atli am 09.11.2014 um 10:17:
Wir haben über die ganzen Jahre auch immer wieder Wanderritte gemacht und die gleichen Sättel wie für Kurzritte, Arbeit im Dressurviereck und Turniere benutzt.
War nie ein Thema mit den PASSENDEN Sätteln!
Viele Grüße vom Felsenhof
Astrid
Geschrieben von Topsy am 09.11.2014 um 13:33:
Ich liebäugle ja mit dem Stocksattel von Wintec, den es auch mit Fender und in Lederversion von Bates gibt:
http://www.lancade.de/wintec-cairr-pro-stocksattel-mit-fender.html
Aus Leder:
http://www.lancade.de/bates-kimberly-stocksattel-cair-mit-fender.html
Der würde mir gefallen.
Ansonsten würde ich wieder einen Deuber Sattel wählen. Da gibt es ja die verschiedensten Modelle für jede Reitweise (z.B. Deuber Quantum etc).
Reite meinen Deuber Westernsattel bereits seit Ende 2011 und bin immer noch hellauf begeistert... (nie ein Problem beim Wanderreiten gehabt...).
Würde aber nur bei einem offiziellen Deuber Sattelanpasser kaufen...
Geschrieben von Encanto am 09.11.2014 um 19:26:
Hat jemand von Euch Sättel mit Holzbaum?
Ich habe noch einen alten VS-Sattel von Waldhausen. Ich hatte ihn vor über 30 Jahren gebraucht gekauft und hatte ihn früher auf all´ meinen Pferden liegen. Ich hatte immer einen Sattler mit draufschauen lassen und ihn 1 x im Jahr überprüfen lassen. Hatte immer super funktioniert! Die Pferde liefen immer super damit, sowohl Dressur wie auch weite Strecken. Hatte dann irgendwann mal eine Osteopathin da für unseren Paso und sie schaute sich dann im vorbeigehen meinen darmals 20 jährigen Arabermix an und war total begeistert über seinen sehr schön bemuskelten Rücken. Ich denke die Sättel waren früher gar nicht so schlecht oder waren die Pferde unempfindlicher?
Wir hatten spanische Sättel von Deuber, aber ich konnte leider nicht drauf sitzen. Mir hatten die Sättel so gut gefallen aber ich bekam immer nach kurzer Zeit Kreuzschmerzen, warum auch immer.
Für mich war bisher der bequemste Sattel der Ludomar Venus.
Für den Stocksattel von Wintec hatte ich mich vor ein paar Jahren auch mal interessiert. Aber soweit ich das noch im Kopf habe war er zu lang.
Geschrieben von Yuki am 09.11.2014 um 19:45:
Ich habe einen älteren vs sattel von passier der hat sicher auch noch einen holzbaum. Bekam ihn zum pferdi "geschenkt" und war auch wirklich seiner. Kurz nachpolstern und er lief und lief. Einzig kam ich damit nicht zurecht. Der hat mir voll den sitz verschlampt in der bahn zum ausreiten war er aber voll ok. Habe blos nur 1 sattelplatz im stall und da es für unsere strecken auch der dressur wintec tut...
Ps: ausitzen is mit dem auch gar nicht drinnen... da trab sowieso nicht gerade unsere lieblingsgangart ist und wir beide beim aussitzen leicht zum verpsannen neigen war das äuserst unangenehm
Geschrieben von Topsy am 09.11.2014 um 19:47:
@Encanto:
mein Deuber Westernsattel hat im Sitz eine Art druckelastische Sitzpolsterung eingebaut, damit er weicher zu sitzen ist.
Bin auf einer Messe mal auf Deuber Sättel ohne diese Polsterung probegesessen und fand diese extrem hart und unbequem zu sitzen.
Würde deshalb bei einem Deuber Sattel unbedingt zu dieser Sitzpolsterung raten (jedenfalls bei Westernsättel), besonders wichtig für uns Frauen!
Geschrieben von Lieschen am 09.11.2014 um 20:31:
| Zitat: |
Original von Encanto
Hat jemand von Euch Sättel mit Holzbaum?
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Wir haben für unsere Ponys Maßsättel mit dampfgebogenem Buchenholzbaum, das sind traditionelle Bocksättel ohne wirkliche Polsterung. Die Bäume sind leicht elastisch. Die Sättel eigenen sich sehr gut für längere Strecken, sowie zum Dressurreiten. Zuerst war ich ein wenig skeptisch, aber mein Lieschen, das mit gepolsterten Sätteln immer Probleme mit Dehnungshaltung und Anlehnung hatte, lief mit diesem Sattel vom ersten Moment an besser als je zuvor....
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