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Geschrieben von sabrina am 19.08.2008 um 19:59:
Fragen zum Kolumbianischen Bosal
huhu!
Habe mal ein paar fragen an euch. Und zwar zu den Kb.
1) Man reiten ja mit zwei zügeln. Wie werden die eingesetzt?
2) Wie ist die Zügelführung, wie hält man den die Zügel! Genauso wie bei einer Kandare? Oder in einer Faust

oder eher wie bei der Trense?
3) Muß man mit den dicken Zügeln reiten oder kann man da auch normale dran machen?
4) Hat das Kb. eine Hebelwirkung?
5) Kann sich das Pferd aufrollen, wenn man zuviel mit der Hand macht?
6) Was kann man damit alles Reiten?
So, das wars erst mal......
Lg
Sabrina
Geschrieben von Tippelchen am 19.08.2008 um 20:39:
1) der obere Zügel dient der Lenkung (rechts-links)
Der untere Zügel verfeinert die Haltung.
2) ICH führe den unteren Zügel unter dem kleinen Finger und den oberen wie einen Trensenzügel durch die Hand. Oft auch insgesamt eine Etage höher, je nachdem wie ich mich fühle
Eine Zeitlang habe ich die Zügel überkreuz benutzt (wie Kandare+Unterlegtrense), aber das war irgendwie nicht das wahre.
3) nein, muss man nicht. Ich benutze die Lederzügel vom Pasoshop, bin aber gerade in die dicken Zügel verliebt und spare
4) nein, eine Hebelwirkung im klassischen Sinne hat es nicht, weil kein Hebel vorhanden (wie beim LG-Zaum oder der mech. Hackamore), aber das Ergebnis ist wohl ungefähr das gleiche. Die Schärfe ist aber insgesamt viel besser dosierbar, weil man ja den Druck auf 2 Zügelpaare verteilen kann.
5) ja, selbstverständlich. Das geht bei jeder Zäumung
6) ICH reite absolut alles damit, nur längere Strecken (ab 30km) nicht, weil wir dann Probleme mit Scheurstellen unter der Barbada haben.
Dressur ist ohne Einschränkungen möglich. Ich reite auch in Anlehnung damit, aber da gibt es geteilte Meinungen zu
Es gibt aber bestimmt viele Leute, die das Kol. Bosal etwas anders verwenden! Bin gespannt
Geschrieben von rivera am 19.08.2008 um 21:54:
ergänzung:
1. oberer zügel = zügel, der in die seitlichen ringe eingeschnallt ist.
unterer zügel= zügel, der in die barbada eingeschnallt ist.
denn
2. ich nehme den zügel von den seitlichen ringen wie einen trensenzügel. den anderen zwischen zeige- und mittelfinger (wenn ich mich nicht irre) und "spiele" damit, wenn ich mehr beizäumung möchte. über kreuz ist das nicht, da ja der barbadazügel sowieso weiter innen hängt.
3. ich benutze flache zügel an der seite. für die barbada runde. diese sind auch etwas schwerer und wirken so schon durch ihr gewicht etwas. ist aber zufall, ich wollte nur verschiedene benutzen.
auf jeden fall hilfreich finde ich verschieden strukturierte zügel, so ist es einfacher, genau die zügel zu nutzen, die man gerade möchte - quasi blind.
Geschrieben von Velvakandi am 19.08.2008 um 23:00:
RE: Fragen zu Kolumbianischen Bosal
1) Die seitlichen mehr zur Biegung, die unteren mehr zur Beizäumung, um es ganz grob und simpel zu halten. Andere Feinheiten ergeben sich dann aus der Situation, schwer das im Detail hier zu beschreiben.
2) Je nachdem was man erreichen will. Ich halte es für sinnvoller die Zügelpaare getrennt zu führen, also nicht beide in der vollen Faust. Aber auch das hat seine Daseinsberechtigung, wenn der Reiter noch nicht vertraut ist mit dem Doppelzügel oder das Pferd gerade ganz jung und durch verschiedene Einwirkung nur verwirrt wird. Da hilft aber auch einfaches Weglassen der unteren Zügel.
Ansonsten nehme ich für gewöhnlich den seitlichen Zügel nach oben zwischen Mittelfinger und Ringfinger und den Barbadazügel unterm kleinen Finger lang (also in die ganze Faust). Will ich mich mehr auf Biegung konzetrieren fasse ich aber auch mal um und tausche die Zügel, weil ich mit dem kleinen Finger feinere Impulse geben kann. Dann ist der seitliche Zügel da wo ich "besser" arbeiten kann und der untere Zügel, den ich gerade weniger differenziert benutze, kommt nach oben. Das Umgreifen während des Reitens ist mit ein bißchen Übung kein Problem.
3) Ich reite gelegentlich auch mit zwei Lederzügeln. Zügel wirken durch ihr Gewicht ja schon mit auf die Zäumung, will ich also möglichst wenig Gewicht am Kopf haben was meine Hilfen verstärkt, dann nehme ich die Lederzügel. Gewöhnlich reite ich sonst mit den dünneren Nylonzügeln und vor allem wenn ich die Kandare auch dabei habe dann noch lieber mit dickeren Nylonzügeln, weil ich dann wirklich nur noch ganz kleine Hilfen brauche.
4) schon beantwortet, nein.
5) auchschon beantwortet, ja, das passiert
6) so ziemlich alles. Oder gar nichts, wenn das Pferd darauf nicht ausgebildet ist oder das Bosal einfach nicht akzeptiert (was manchmal passiert bei Pferde die es erst im späteren Leben kennen lernen, so wie eben manche Pferde auch manche Gebisse nie leiden mögen).
Aber ansich sind einem keine Grenzen gesetzt, ich reite sowohl Dressur auf blankes Bosal als auch ins Gelände oder mal über einen Hopser. Tippelchens Extremtests hab ich noch nicht durch, aber ich kann mir vorstellen dass die Druckstellen hier abhängig sind von der Empfindlichkeit des Pferdes und von der Beschaffenheit des KB's, in gewissem Maßen ebenso von der Verschnallung.
Geschrieben von Tippelchen am 20.08.2008 um 11:32:
RE: Fragen zu Kolumbianischen Bosal
| Zitat: |
Original von Velvakandi
Tippelchens Extremtests hab ich noch nicht durch, aber ich kann mir vorstellen dass die Druckstellen hier abhängig sind von der Empfindlichkeit des Pferdes und von der Beschaffenheit des KB's, in gewissem Maßen ebenso von der Verschnallung. |
Ja, das stimmt unbedingt! Bei meinem Fino scheurert GsD in der Sattellage so gut wie gar nichts, aber am Kopf geht es dafür recht schnell. Gedrehte Rohhaut o.ä. scheuert schnell auf der Nase, daher ist mein Bosal komplett aus Leder, aber auch da scheuert die Barbada auf langen Strecken "unterm Kinn", einfach nur weil die da unten rumbammelt, denn wirklich benutzen tue ich sie in so einem Fall nicht.
Die meisten Pferde werden kein Scheuerproblem haben, schon gar nicht im normalen Hausgebrauch ohne Extrensituationen
Geschrieben von sabrina am 21.08.2008 um 20:34:
Danke, für eure Erfahrungsberichte.....
Werde mir nächsten Monate (Wenn Geld zuläßt) auch eins kaufen. Und mal schauen, wie Stütchen und ich damit klar kommen. Wollte mir erst mal eins aus Leder holen. Das “Normal” glaub ich, ohne Noppen. Das müßte weicher sein und nicht so schaft.
Das mit der Zügelführung ist mal interessant. Hab die beim Pelham anders geführt. Unterer Zügel zwischen klein Finger und Ringfinger und normaler Zügel zwischen Ringfinger und Mittelfinger. War für mich einfacher und ich hab die zügel nicht so über kreuz. Und konnte den klein Finger locker lassen.
Gibt es noch mehr Leute hier, die damit reiten?
Lg
Sabrina
Geschrieben von Velvakandi am 21.08.2008 um 20:46:
Ich würde dir empfehlen eins mit Noppen zu nehmen und die eben dann nach außen zu drehen. Die "einfachen" ohne Noppen sind etwas schmaler (=schärfer) und man hat eben nicht die Option punktuell das Bosal mal "scharf" zu stellen.
Geschrieben von sabrina am 21.08.2008 um 20:58:
Oh, o.k...werde ich machen. Im Pasoshop bieten die ja Bosal mit Noppen und Barbada zusammen an.
Geschrieben von Finchen am 28.08.2008 um 13:25:
Hallöchen,
also ich nutze flache, geschlossene Nylonzügel; runde spreizen meine kleinen Finger zu weit
Allerdings habe ich damit ich sie unterscheiden kann, ein Paar in schwarz und ein Paar in grau.
Zum Bosal habe ich auch noch ein paar Fragen:
1) Reitet Ihr das Bosal immer mit vier Zügeln? Oder auch mal nur mit den zwei seitlichen?
2) Kennt jemand die Fillis-Führung und hat sie schon mal mit dem Bosal und Gebiss ausprobiert?
3) Habe gerade im Paso-Shop gesehen, dass es ein Nasenstück mit Longierring gibt. Ist das Prinzip ähnlich zu einem Kappzaum? Benutzt das jemand von Euch?
4) Scheuern die Zügel bei Euch "ein Loch" in die Mähne, wo die Haarspitzen an die Zügel stoßen? Das Problem ägert mich schon ewig! Die Nylonzügel sind am wengsten schädlich aber verhindern kann ich den Haarbruch nur mit Einflechten
Geschrieben von FraukeF am 28.08.2008 um 14:25:
Hi Finchen,
zu 1.
Ich reite auch durchaus mal nur mit einem paar Zügeln, z.B: bei einem gemütlichen Bummmelritt ins Gelände.
zu2.
Bin ich überfragt
zu3.
Ja das Prinzip ist ähnlich, die Einwirkung geht mittig über die Nase wie beim Kappzaum. Allerdings könnte ich mir vorstellen, dass ein guter Kappzaum besser sitzt. Die Kombi Bosal-Barbada sollte ja nicht zu eng sitzen.
zu4.
Habe ich noch kein Gegenmittel gefunden. Auch bei Sky ist die Mähne da dünner
Geschrieben von rivera am 29.08.2008 um 09:52:
1.
nach einführung der vier zügel reite ich immer mit vieren.
2. nein
3. mittiger ring auf der nase zum longieren ist m.e. nur dann gut, wenn man einen eng anliegenden kappzaum nutzt. ansonsten verrutscht alles zu leicht und gefährdet das auge. ich habe aber schon mit doppellonge und bosal gearbeitet. dann in den seitlichen ringen. durch die führung auf beiden seiten verrutscht kaum jemals etwas, höchstens,wenn sich das pferd mal sehr entziehen will.
4. ich merke nichts an den mähnen. wäre ja auch bei gebiss nicht anders, oder?
Geschrieben von Finchen am 29.08.2008 um 11:35:
Danke scho nmal für Eure Antworten
Das Longiernasenstück böte sich evtl. für die Arbeit an der Hand an. Ein Gebiss versuche ich zu vermeiden wo es geht und die üblichen Serretas und Cavecons sind mir alle zu scharf.
Ja, auch mit Gebiss reiben die Zügel die Mähne kaputt. Nur benutze ich im Moment kein Gebiss mehr.
Auf der Fino-EM habe ich halt so viele schöne lange Mähnen gesehen - da frage ich mich, wie machen die das???
Geschrieben von Velvakandi am 29.08.2008 um 12:27:
Ich hatte noch nie Probleme mit den Zügeln und der Mähne, ich frag mich grad wie du das machst *lol*
Einige der Mähnenmonster zur EM sind ganzjährig eingeflochten, bei denen weiß ich das. Aber bei weitem nicht alle. Ich bin früher ein solches Langhaarexemplar geritten, der hatte auch ganzjährig Zöpfe (aber eher weil die Mähne sonst immer auf der Weide verfilzt ist). Wenn ich den mal ohne Zöpfe geritten bin war immer das Problem die Zügel wieder aus den Haaren zu fitzen das größte, aber abgebrochen ist da nie was. Wenn dann hab ich mal ganze Haare ausgerissen.
Ich nutze eigentlich mit dem Bosal ausschließlich runde Zügel, dickere wie dünnere. Dazu viele verschiedene Pferde mit grundverschiedener Haarstruktur (nicht nur Finos), ich hatte wirklich noch nie "Haarbruch".
Geschrieben von Fina am 29.08.2008 um 15:01:
Ich reite mit Bosal eigentlich schon lange nicht mehr mit 4 Zügeln. Ich verwende mittlerweile nur noch ein Paar und schnalle dieses unten ins Bosal ein. Das seitliche Zügelpaar braucht mein Pferd nicht mehr, da er die Wirkungsweise begriffen hat. Da ich mit Bosal nicht mit konstanter Anlehnung reite ist es eh eine Signalreitweise. Funktioniert wunderbar!
Das Problem mit der Mähne habe ich auch nicht, da die Zügel bei mir nicht viel mit der Mähne in Berührung kommen, da sie nicht am Hals anliegen wenn ich reite.
Geschrieben von Pearl am 14.11.2008 um 00:37:
Bosal
Habe eins, reite damit, Zügelhaltung: der untere wie Trensenzügel, der obere zwischen Ring- und Mittelfinger geführt. Ich hasse aber die 2 Paar Zügel, denke drüber nach das Kolumb. Bosal wieder zu verkaufen. Praktisch ist es da man eine Seite glatt, eine Noppen hat. Irgendwie ist es etwas klein für die breite Isi Nase von meiner Wuchtbrumme (142 cm). meine junge Isi Lady reagiert besser auf die unteren Zügel, geht dann schöner in Haltung, die ältere weiter ausgebildete Dame mag den unteren Zügel weniger gerne, die richtet sich bei Kontakt mit dem oberen gut auf, nur dann versteht sie ohne unteren Zügel die Hilfe zum Halten noch nicht so wirklich. Beim Glücksrad klappen Hilfen bei beiden Pferden gut.
Geschrieben von envoy am 08.12.2008 um 14:17:
Kolumbianisches Bozal
Ich reite das Bozal auch fast immer mit vier (dicken) Zügeln. Mein Rocky töltet damit mit sehr schöner Haltung. Wenn ich das Handpferd dabei habe, nehme ich nur ein Paar dünne Zügel, weil ich sonst zuviel Zeug in den Händen habe. Dann geht er aber nicht so schön übers Genick, weil die Hand bei einhändiger Zügelführung automatisch etwas höher ist.
Wenn nur ein Zügelpaar gebraucht wird, bitte immer unten einschnallen. Sonst kommt der Zug an einer völlig falschen Stelle, der Hals wird durchgedrückt, die Nase kommt nach oben.
Der untere Zügel ist für die Stellung, der obere für die Biegung. Wenn das Pferd gelernt hat, dem äusseren Zügel zu weichen, ist der obere nicht mehr so nötig. Aber ich finds feiner und schöner, mit beiden zu reiten.
Geschrieben von Skjona am 08.12.2008 um 19:56:
RE: Kolumbianisches Bozal
| Zitat: |
Original von envoy
Wenn nur ein Zügelpaar gebraucht wird, bitte immer unten einschnallen. Sonst kommt der Zug an einer völlig falschen Stelle, der Hals wird durchgedrückt, die Nase kommt nach oben. |
Dasa sehe ich jetzt nicht so. Ich bin Flo die letzten 2 Wochen mit nur einem Zügel geritten und hab die an der Seite eingeschnallt. Und sie ging auch so gut am Zügel, mit 2 Zügel hat sie aber mehr Aufrichtung. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass das von Pferd zu Pferd unterschiedlich ist.
Geschrieben von Joya am 09.12.2008 um 15:01:
Was meint ihr, welches Bosal ist schärfer? Das mit den Noppen (nach innen) oder das Kettenbosal? Ich hätte vom Gefühl her gedacht das mit den Noppen, weil es punktueller wirkt. Das Kettenbosal ist eigentlich gar nicht soooo scharf, meine ich, weil es ja wegen der Glieder doch noch recht flexibel ist. Auch hat Champana das Kettenbosal relativ hartnäckig ignoriert, wohingegen sie das Noppenbosal ganz gut annimmt. ich wollte halt variieren, da sie auf das Noppen gut ging ein etwas milderes nehmen und hab mich fürs Ketten entschieden. Hat wer ne bessere Idee?
Geschrieben von sabrina am 06.02.2009 um 16:04:
Frage zur Barbada.
Muß die locker sitzen oder etwas fester, so das noch zwei finger durch passen?
Hab heute mein Kolumbianisches Bosal bekomm (freu) und wollte es morgen mal ausprobieren.
Lg
Geschrieben von rivera am 06.02.2009 um 18:46:
ich habe meine so geschnallt, dass etwa drei finger dazwischen platz finden. ich denke, bei mehr wird es zu unpräzise.
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