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Geschrieben von Butterblume am 16.02.2015 um 22:00:
Hilfengebung beim Tölt
Hallo ihr Lieben,
ich bin viele Jahre lang auf Islandpferden geritten, jedoch hat meine Reitlehrerin dies ausschließlich im Gelände gemacht und eher im Freizeitstil. Ich bin also ab und zu getöltet, jedoch war dies kaum gezielt eingesetzt, sondern blieb sozusagen den Ponys selbst überlassen.
Nun möchte ich nach einer längeren Reitpause wieder einsteigen, in Form einer Reitbeteiligung. Ich möchte selbstständig Bodenarbeit machen und zusätzlich auf meiner zukünftigen Reitbeteiligung Reitunterricht nehmen. Ich werde in Kürze ein töltendes Pasopferd kennenlernen und möchte mich vorher gründlich informieren, damit ich das Pferd keinesfalls mit unsauberer Hilfegebung verunsichere. Auch wenn ich nicht sofort löstölten möchte, sondern das Pferd in Ruhe kennenlernen möchte und mit einfachen Übungen beginnen werde, würde ich mich riesig freuen, wenn jemand die Zeit findet, mir einfach mal recht detailiert die allgemeine Tölt-Hilfengebung zu beschreiben. Ich weiß natürlich, dass sich dies auch individuell unterscheiden kann.
Liebe Grüße,
Butterblume
Geschrieben von rivera am 17.02.2015 um 18:46:
es gibt keine allgemeine hilfengebung für den tölt, die bei allen pferden funktioniert, weil sowohl die töltveranlagung als auch die sonstige persönlichkeit des pferdes sowie die ausbildung sehr unterschiedlich sein können.
als grundlage kann ich die das buch "tölt verstehen und besser reiten" von kaja stührenberg empfehlen.
ich finde es schön, dass du dich gut informieren möchtest und wünsche dir viel spass dabei!
Geschrieben von Mior1 am 18.02.2015 um 07:15:
ich finde nicht, dass es verschiedene Tölthilfen gibt, nur unterschiedliche Bedürfnisse der Pferd nach "Unterstützung" je nach Ausbildungsstand
ein gut ausgebildeter Tölter erkennt den Tölt daran, dass der Reiter die Tritte der HH verkürzt und sie nicht diagonal weit nach vorne schwingen lässt, dafür muss der Reiter das Becken etwas mehr aufstellen und es nicht tief rechts links durchschwingen lassen, sondern aufgestellt leicht rotieren, der Töltsitz ist dem Galoppsitz nicht unähnlich, nur ohne die diagonale Verschiebung der inneren Hüfte
Geschrieben von Sletta am 18.02.2015 um 07:48:
Kurz und knapp erklärt, sehr cool Mior!
Mir fehlen immer die Worte um das so kurz zu erklären
Geschrieben von picada am 18.02.2015 um 11:52:
Ja - ich finde die Beschreibung von Mior1 grundsätzlich auch sehr zutreffend.
Allerdings, hat das Tölt- bzw. Gangreiten, sehr viel mit Gefühl zu tun. Nicht jeden Pferd hat gleich viel Gangpotenzial - das kann unter Umständen sehr unterschiedlich sein.
Während das eine Pferd, sehr viel Hilfen benötigt, braucht das andere Pferd fast keine. Das muss man sich wirklich einfühlen. Bei den Gangpferden gibt alle Gangveranlagungen von sehr trabig bis Naturgänger, die z.T. gar keinen Trab anbieten. Daher gibt es, meiner Ansicht nach, keine Tölthilfen als solches. Da muss man sich, wie gesagt, einfühlen. Zuwenig kann bedeuten, dass man das Pferd nicht in Gang kriegt, die selben Hilfen können beim anderen Pferd schon zuviel sein und eine klare Verschiebung in den Schweinepass verursachen.
Die Schwierigkeit ist ja beim Tölt/Gang vor allem auch den Takt zu halten, da braucht es viel Gefühl und Übung....ich weiss wovon ich rede ;o))
Es ist schwierig und spannend zugleich....lass dich drauf ein - viel Spass!
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