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Geschrieben von Joya am 17.06.2008 um 00:03:
Ich hab ehrlich gesagt noch nie verstanden, was so schlimm am Koppen sein soll. Ein Zusammenhang mit Koliken ist nicht nachgewiesen. Ok, die Zähne mögen irgendwie abgeschliffen werden, wie es nicht sein soll. Aber Pferde haben Probleme mit ihren Zähnen auch ganz ohne Koppen. Wer also nach seinem Pferd schaut, guckt auch nach den Zähnen. Ich kann nur immer wieder meine Freundin zitieren, die in dem Stall seit 1999 mit ihrem koppenden Wallach steht. Das Pferd wurde vorher absolut nicht artgerecht gehalten (eher so das totale Gegenteil, aber nicht von ihr!) aber in diesem Stall haben alle Pferde ihren Paddock, Auslauf auf Matschkoppel (ganztägig) bzw. Graskoppel (Sommer). KEIN Pferd, dass in all den Jahren neben ihrem Wallach stand (und das waren doch einige - und wenn ihr jetzt ankommt, ja wenn da so eine Fluktuation ist, kann es für die Pferde gar nicht so toll sein - in diesem Fall lag das Problem eher im zwischenmenschlichen Bereich!) hat sich auch nur ansatzweise das Koppen abgeschaut.
Außerdem ist der Wallach meiner Freundin mit seinen 23 Jahren trotz Koppen seit ... zig Jahren TOP in Schuss! Er hat zudem eine Heuallergie, also die Fütterung ist auch nicht so einfach, und trotzdem steht er gut da und hatte nie Probleme mit Koliken.
Diese Gewährsmängel, zu denen Koppen ja wohl auch gehört, sind sowieso völlig veraltet. Ich weiß gar nicht, ob die überhaupt noch greifen?
Ich gebe Jimbo auf jeden Fall völlig Recht. Obwohl keines meiner Pferde jemals Ansätze zum Koppen gezeigt hat, hätte ich überhaupt keine Bedenken, sie neben ein koppendes Pferd zu stellen. Solange die Haltung (und Fütterung!) stimmt. Wir hatten in diesem Stall übrigens auch lange Zeit ein webendes Pferd. Auch dieses Pferd hat das Verhalten mitgebracht und auch hier hat sich nicht ein einziges Pferd das Verhalten "abgeschaut".
Geschrieben von patricia am 17.06.2008 um 08:46:
aha, da will mir jemand was über Ausdruck erzählen...
... und selbst nicht zwischen der Verwendung für "als" und "wie" unterscheiden können...
Tzzz!
______________________________
Meine"Beton-Meinung" lass ich gern korrigieren. Dennoch ändert das nichts daran, dass ich zu keinen Kopper mehr als Pensionsgast nehme. Und dass du damit ein Problem hast, ist mir Schnuppe...
Geschrieben von MANU am 17.06.2008 um 09:49:
So, Mädels, nun beruhigt euch mal bitte wieder ein bissel. Danke.
Geschrieben von Geli am 17.06.2008 um 10:11:
| Zitat: |
Original von patricia
....Ich werd mich hierzu ab sofort nicht mehr äußern. |
Eine gute Entscheidung. Denn wenn sich eine Diskussion festgefahren hat, muß eine / einer den ersten Schritt machen und aufhören. Eure Meinungen und Eure Erfahrungen kennen wir ja jetzt.
Also Danke, Patricia.
Geli
Geschrieben von catweasle am 17.06.2008 um 23:34:
Dazu kann ich nur sagen: Es ist nichts so schwer, ein Vorurteil zu wiederlegen oder zu entkräften. Das Vorurteil siegt immer. Das ist das eigentliche Schädliche!!!!!
Geschrieben von Velvakandi am 17.06.2008 um 23:49:
Ich würde dazu mal sagen, was die Leute in ihren eigenen Ställen machen ist deren Sache. Wenn ich in meinem privaten Stall keine Füchse als Einsteller haben will dann ist das nunmal so und die Welt kann sich auf den Kopf stellen und mit den Zehen wackeln ohne das zu ändern. Das ist doch das schöne daran sein eigener Herr zu sein, man kann alles selbst entscheiden
Geschrieben von Brana am 18.06.2008 um 09:32:
Eine Stute die ich kenne koppt auch schon seit Jahren. Es standen schon ein paar Pferde neben ihr in der Box und es hat sich nie eines das koppen abgeschaut. Inzwischen steht sei in einem Laufstall, koppt immer noch und auch hier fängt kein anderes Pferd damit an.
Sie ist allgemein recht nervig und hatte auch schon koliken. Allerdings würde ich das nicht in Zusammenhang mit dem koppen bringen, da die Koliken auch schon jahrelang nicht waren. Eher, wie schon gesagt wurde an falscher Fütterung, empfinglichem/geschädigtem Magen/Darm.
Geschrieben von Jimbo am 18.06.2008 um 11:14:
Bei Koppern würde ich sowieso immer eine Magen-Kur machen.
Verändert sich was am Verhalten, ist es sehr wahrscheinlich, dass der Magen was hat. Das würde ich dann gezielt untersuchen lassen.
Einen Kopper, der zu Koliken neigt, würde ich gleich untersuchen lassen und ggf. nach Arzt-Anweisung behandeln.
Unser Kopper war sogar mit Gastritis diagnostiziert und wurde behandelt. Am Kopp-Verhalten hat sich allerdings nichts geändert...
Geschrieben von Zoe am 19.06.2008 um 00:36:
So, jetzt ich auch mal...
Mein Quarter koppt ja auch. Er steht, seit ich ihn besitze (über 2 Jahre), im Offenstall in einer Herde mit durchschnittlich 14-16 Wallachen -
keines der Pferde hat sich das bis heute abgeschaut. Ich finde, das - und die bereits von anderen hier erwähnten Erfahrungen - sollte jetzt langsam auch dem letzten Verfechter dieser Theorie langsam mal ein wenig den Wind aus den Segeln nehmen...
Ebenso die abstruse Kolik-Legende. Stressanfällige, sensible Tiere neigen eher zum Koppen - aber eben
auch zu Koliken. Ergo: das Koppen ist m.E. nicht
Auslöser der Kolik, sondern geht halt zwangsläufig aufgrund diverser anderer (psychischer?) Probleme des Pferdes damit
evtl. einher.
Meiner hatte bisher jedenfalls noch nie eine Kolik...
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