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Geschrieben von Blesa am 07.02.2014 um 11:11:

 

Zurück zum Thema Gebisse.

Ich finde es etwas schwierig zu sagen, dass ein Stangengebiss generell nicht zur Ausbildung genutzt werden sollte.
Ich habe z.B. eine Stute, die dieses Jahr 6 Jahre alt wird.
Diese habe ich zu Beginn (wie alle meine Pferde) gebisslos angeritten, um dann langsam auf ein Gebiss umzustellen.
Leider fand Elfa so ziemlich alles an Gebissen, die ich ausprobiert habe, einfach furchtbar und war auch mit Füttern, Honig auf dem Gebiss, Geduld etc. nicht davon zu überzeugen, dass das Gebiss doch gar nicht so schlimm ist.
Letztendlich sind wir dann bei einer einfachen Stange, ohne Anzüge, ohne Zungenfreiheit, gelandet und sie da, Elfa hatte auf einmal überhaupt kein Gebissproblem mehr!
Ich finde diese dogmatischen Aussagen nicht so gut, da ich denke, dass es sicher viele Pferde gibt, die eben mit einer einfach oder doppelt gebrochenen Wassertrense nichts anfangen können, weil es ihnen zu viel Geschlabber im Mund ist.
Allein 3 meiner Pferde ziehen ein Stangengebiss vor!
Ein Gebiss ist immer so hart wie die Hand des Reiters!



Geschrieben von Wisy am 07.02.2014 um 11:16:

 

Ragna, ich stimme dir vollumfänglich zu Ja

Blesa, ich finde eine einfache Stange auch gut, habe ich auch im Schrank smile . Mir persönlich ging es um die kleine Zungenfreiheit.

Claus, danke, guter Tipp...



Geschrieben von Ragna am 07.02.2014 um 13:09:

 

Abgesehen davon, dass ich bei Zungenfreiheiten (wie kommt man nur auf so einen euphemistischer Ausdruck?) äußerst skeptisch bin, kommt es nach meiner Erfahrung auch ein bisschen auf das einzelne Pferd an, was es lieber mag.

Ragna liebt wie ihre Mutter Gáta von Anfang an die doppelt gebrochene Sweet Iron-Wassertrense mit Kupfermittelstück und schäumt schon am langen Zügel sehr viel, ohne je mit Honig, Apfelessig & Co bestochen worden zu sein. Ragnas Sohn Fengari fängt jetzt nach zweieinhalb Jahren an, mit dem gleichen Gebiss mehr zu kauen. Fengaris Gebiss ist übrigens so schmal, dass er wirklich 10,5 cm braucht. Eine Stute bei uns am Stall läuft am besten mit (definitiv!) kleiner Zungenfreiheit.



Geschrieben von Wisy am 07.02.2014 um 13:38:

 

Na klar, in jedes Schloss (Maul) passt ein bestimmter Schlüssel (Gebiss) , da sind wir uns bestimmt alle einig und ich schätze mal, so hat es Frauke es in dem Interview auch gemeint Augenzwinkern

Wenn dann aber aus der persönlichen Erfahrung ein Artikel draus gemacht wird, der so pseudomäßig nach Gebisskunde aussieht und das als allgemeines Fachwissen verkauft wird, sieht das schon anders aus.

Ich bin jedes Mal wieder erstaunt, was sich viele Islandpferdereiter von namhaften Trainern (und ganz besonders, wenn sie direkt aus Island kommen großes Grinsen ) aufquatschen lassen. Da werden "Hilfszügel" (und da sind gruselige Dinge dabei), als "Pferdefreundlich" für irre viel Geld verkauft und verschnallt und die Leute freuen sich, dass sie ihrem geliebten Hotti sowas Nettes gegönnt haben. Das bezieht sich jetzt ausdrücklich nicht auf den Artikel!

Das ist die Gefahr, die ich bei der Verquickung von persönlichen Erfahrungen und "Fachwissen" sehe.

Gebisse sind sowas wie Modeartikel in großen Ställen, das, was "die Großen" benutzen und "alle" haben, wird dem Pferd ins Maul gesteckt, obs ihm wirklich passt, oder nicht. unglücklich

Ich glaube nicht, dass sich die Autorinnen solcher Artikel im DIP der Verantwortung, die sie für die Pferde haben, bewusst sind. Augen rollen



Geschrieben von Blesa am 07.02.2014 um 13:55:

 

Ich hab mich doch tatsächlich mittlerweile mal durch den Artikel geqäult, der Sprachstil ist wirklich *ähm nunja*

Was der Artikel über die Haltung der Islandpferde mir nun so richtig sagen sollte, habe ich auch nicht wirklich verstanden verwirrt
Klingt ja fast so, als sollten wir anfangen unsere Ponys jetzt alle möglichst ohne Hütte (Windschutz reicht ja aus), mit möglichst wenig Kontakt zum Menschen aufwachsen lassen, schließlich laufen die Hufe sich ja von selber ab (ist natürlich toll, wenn das Pferd nicht die geradesten Füße hat, dann wird das dadurch noch so richtig schön unterstützt...) und Wurmkuren in halbwilde Pferde zu bekommen ist ja offensichtlich ein Kinderspiel...



Geschrieben von vafi am 07.02.2014 um 14:17:

 

Zitat:
Original von Blesa
Ich hab mich doch tatsächlich mittlerweile mal durch den Artikel geqäult, der Sprachstil ist wirklich *ähm nunja*

Was der Artikel über die Haltung der Islandpferde mir nun so richtig sagen sollte, habe ich auch nicht wirklich verstanden verwirrt
Klingt ja fast so, als sollten wir anfangen unsere Ponys jetzt alle möglichst ohne Hütte (Windschutz reicht ja aus), mit möglichst wenig Kontakt zum Menschen aufwachsen lassen, schließlich laufen die Hufe sich ja von selber ab (ist natürlich toll, wenn das Pferd nicht die geradesten Füße hat, dann wird das dadurch noch so richtig schön unterstützt...) und Wurmkuren in halbwilde Pferde zu bekommen ist ja offensichtlich ein Kinderspiel...


Und wenn (Zucht-)Stuten vom Wallachen gedeckt werden ist das natürlich besonders toll. No no Hammer



Geschrieben von Jalna am 07.02.2014 um 14:23:

 

Zitat:
Original von vafi
Zitat:
Original von Blesa
Ich hab mich doch tatsächlich mittlerweile mal durch den Artikel geqäult, der Sprachstil ist wirklich *ähm nunja*

Was der Artikel über die Haltung der Islandpferde mir nun so richtig sagen sollte, habe ich auch nicht wirklich verstanden verwirrt
Klingt ja fast so, als sollten wir anfangen unsere Ponys jetzt alle möglichst ohne Hütte (Windschutz reicht ja aus), mit möglichst wenig Kontakt zum Menschen aufwachsen lassen, schließlich laufen die Hufe sich ja von selber ab (ist natürlich toll, wenn das Pferd nicht die geradesten Füße hat, dann wird das dadurch noch so richtig schön unterstützt...) und Wurmkuren in halbwilde Pferde zu bekommen ist ja offensichtlich ein Kinderspiel...


Und wenn (Zucht-)Stuten vom Wallachen gedeckt werden ist das natürlich besonders toll. No no Hammer

Wiesooo? Immerhin hat die Stute (auf dem Foto) doch angefangen? großes Grinsen



Geschrieben von Blesa am 07.02.2014 um 14:32:

 

Zitat:
Original von vafi
Und wenn (Zucht-)Stuten vom Wallachen gedeckt werden ist das natürlich besonders toll. No no Hammer


Stimmt, das habe ich natürlich vergessen *lach*



Geschrieben von vafi am 07.02.2014 um 14:58:

 

Zitat:
Original von Blesa
Zitat:
Original von vafi
Und wenn (Zucht-)Stuten vom Wallachen gedeckt werden ist das natürlich besonders toll. No no Hammer


Stimmt, das habe ich natürlich vergessen *lach*


Außerdem ist es so natürlich wenn Stuten von Wallachen gedeckt werden. Wallache sind eine natürliche Spezie.



Geschrieben von Mósa-mín am 07.02.2014 um 15:45:

 

Da es hier eh um Wassertrensen, Zungenfreiheit usw. geht, passt es glaube ich ganz gut hier rein Augenzwinkern
Mein Schwager hat den Reitsport aufgegeben und mir alles übergeben, was er zum Thema Pferd besessen hat, vom Mineralleckstein über Trensen bis hin zur Reitjacke war alles dabei. U.a. auch ein doppelt gebrochenes Gebiss.
Meine Stute ist extrem feinfühlig und sehr wählerisch was Gebisse angeht (deshalb probieren wir diesen Sommer auch mal das Glücksrad aus) und zeigt mir sehr deutlich wenn ihr etwas nicht passt. Probehalber habe ich das neue Gebiss letzten Herbst bei ihr benutzt und so zufrieden lief mein Stütchen noch nie!
Könnt ihr mir eventuell etwas zur Wirkweise des Gebisses sagen? Habe noch nie eines mit so hoher Wölbung und so kurzen Schenkeln gesehen und finde auch nichts vergleichbares im Internet. Und wozu ist die Beschichtung auf der Oberseite? Was sind eurer Meinung nach die Vor- und Nachteile dieses Gebisses?

Das ist das gute Stück:



Geschrieben von Waldpferd am 07.02.2014 um 16:07:

 

Die Beschichtung dürfte Kupfer sein, lecker süß - und durch die Beschichtung stabiler als ein reines Kupfermittelstück, da Kupfer sehr weich ist und schnell Kanten bekommt.

Ich hatte das vor Jahren auch mal in der Hand, keine Ahung wo das her war. Grundsätzlich wirkt es wie eine normale doppelt gebrochene Trense, die kurzen Schenkel haben die Verbindungsteile weiter nach außen auf die Zunge gelegt. Ich kenne einige Pferde, die sich genau aussuchen wie und wo die Verbindungsstücke liegen müssen und welche Form sie haben müssen. Nicht alle lieben die teuren anatomisch geformten Augenzwinkern

Mein Großer mag doppelt gebrochen gerne, der Kleine hasst es - viel zu unruhig im Maul. Ich habe ähnlich wie Blesa dann Stangen versucht, finde aber dass sie schnell verkannten. Dann habe das hier gefunden, und der Kleine liebt es! Ruhig im Maul, Zunge abgepolstert und doch einseitige Einwirkung ohne verkannten möglich:

http://pferdesport.sprenger.de/gebisse/grundausbildung/flex-control-18mm-10087.html




Geschrieben von Wisy am 07.02.2014 um 16:39:

 

Mósa-Mín,ich habe einen alten Isi von der Insel (33 Jahre alt) der hatte auch immer genau das Gebiss (brachte er schon mit, als er 24jährig zu uns kam), welches du zeigst, der mochte nichts anderes.

Meine (Laien-)meinung : Wie Waldpferd schon schrieb, von der Wirkung her ein doppelt gebrochenes, allerdings mit etwas mehr Wirkung auf die Zunge und weniger auf die Laden als bei "normalen" doppelt gebrochenen.

Dadurch, dass das Mittelteil breiter ist als die Seitenteile (ist normalerweise umgekehrt), kommt mehr Druck auf die Zunge, was durch die Zungenfreiheit noch verstärkt wird.

Wahrscheinlich mag deine Stute nicht gerne Druck auf den Laden haben und hat einen recht schmalen Unterkiefer.

Waldpferd, das sieht ja mal spannend aus. Hast du das in 16mm Dicke? Oben steht nämlich 18mm...Hast du irgendwelche Benutzungsspuren auf dem Gummiteil?



Geschrieben von Waldpferd am 07.02.2014 um 16:48:

 

Wisy, ich mein ich hab 16mm - kann aber gerne nachmessen. Es ist wirklich ziemlich stabil, aber trotzdem etwas beweglich - keine Ahnung wie ich es besten beschreiben soll Augen rollen Leider hab ich einen deutlichen Verschleiß am Gummi Teufel , hab aber auch nen kleinen Biber. Ich habe nun eine Lage von einer Latexbandage drumgelegt, dann kann ich die regelmäßig erneuern und der Gummi leidet nicht so. Und es ist so dünn, das man die zusätzliche Schicht gar nicht bemerkt.



Geschrieben von Wisy am 07.02.2014 um 16:53:

 

Hahaa...das dachte ich mir *grins* ich habe nämlich auch so ein Bibertier, deshalb frage ich Augenzwinkern . So ein Sprenger kostet ja nicht gerade wenig und wenn er es ruckzuck abnagt, wäre es ärgerlich. Gute Idee mit dem Latex, wie fixierst du das, damit er das nicht verschluckt?



Geschrieben von Waldpferd am 07.02.2014 um 16:54:

 

Das Zeug klebt wie Hulle an sich selbst großes Grinsen



Geschrieben von Velvakandi am 07.02.2014 um 20:20:

 

Die Halbmondgebisse sind auch velvakandis erste Wahl, er läuft mit anderen Gebissen einfach mauliger. Weil man die hier in D nur schwer (und teuer) zu kaufen bekommt, bringe ich aus den Inselurlauben immer mal ein neues Gebiß für ihn mit fröhlich
Das Gebiß im Bild ist sicher genauwie meine aus Sweet Iron und hat die Kupferbeschichtung auf dem Mittelstück. Das sind beides Metalle, die viele Pferde gut annehmen.
Ich hab nal versuchsweise ein ebenfalls doppel gebrochenes Sweet Iron mit normalem mandelförmigen Kupfermittelstück gehabt, also kein Halbmond, aber sonst alles gleich. Das Pony lief nicht halb so schön und sperrte viel schneller.



Geschrieben von Funny_Girl am 08.02.2014 um 22:57:

 

Ich habe mir den Artikel gerade auf der HP durchgelesen und bin über den "Slang", in dem er geschrieben ist, auch verwundert.
Wenn schon so wenig Anspruch auf gutes Deutsch erhoben wird, stellt sich mir persönlich immer die Frage, wie es sich mit dem Rest der hinter solchen (Druck)Erzeugnissen stehenden Vereinigungen, Institutionen o. ä. verhält.

Was den Inhalt des Artikels angeht, stellt sich mir die Frage, soll es nun nur ein Erfahrungsbericht einer erfolgreichen Isländer-Turnierreiterin sein oder doch etwa eine Abhandlung über Gebisse an sich?
Gehe ich nach der Einleitung, dann erweckt diese bei mir den Eindruck, als versuche man sich hier an einer allgemeinen Reportage über Gebisse - und da reicht m. M. nach keinesfalls nur die Erfahrung einer Sportreiterin.
Denn was sich im Sport "bewährt" hat, muss a) nicht pferdefreundlich sein und b) für den Freizeitreiter nicht gelten.
Wenn so ein Thema beleuchten, dann aber auch bitte mit mehr Fachquellen (Tierärzte, Gebisshersteller, Ausbilder etc etc).


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