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Geschrieben von Wisy am 13.03.2015 um 09:36:
Kann mir einer wissenschaftlich erklären, warum da "Strom fließen" sollte, wenn 2 Metalle aufeinander treffen? Was soll da als Elektrolytlösung dienen, der Speichel? Und was dient als Leiter?
Meiner Meinung nach
könnte sich eventuell eine Spannung aufbauen, aber kein Strom fließen, ich lasse mir aber gern das Gegenteil beweisen

.
Übrigens, um auf die Eigangsfrage mit den Bissspuren auf dem Kunstoffgebiss zurück zu kommen :
Wenn da, wo die Spuren zu sehen sind (ziemlich zur Mitte des Gebisses hin) mit
Zähnen gebissen wird, dann kann das heißen, dass das Gebiss nicht passt! Es ist zu groß und wird zusätzlich seitwärts aus dem Maul heraus gezogen, d.h., es ragt auf der einen Seite raus (dort entstehen dann die Bissspuren mit den Backenzähnen) und auf der anderen Seite müsste nahezu der Ring
im Maul sei. Das ist die einzige Möglichkeit, wie da Spuren hinkommen können, denn mit der Zunge kann kein Pferd solche Spuren verursachen

. Lass mal jemanden von außen (am besten von vorne) gucken, ob das Gebiss schief im Maul liegt, wenn du reitest.
Ich finde, 12mm ist ein
dünnes Gebiss, ob es
zu dünn ist oder nicht, hängt von den Maulverhältnissen ab. 16-18 sind fast immer zu viel für ein Isimäulchen (jedenfalls bei denen, die ich so kenne)
Geschrieben von Velvakandi am 13.03.2015 um 11:43:
Mein Wallach läuft seit vielen Jahren ausschließlich mit sweet iron mit Kupfermittelstück (halbmondförmig). Ich hab einige Gebisse ausgetestet und er läuft weder gern mit Aurigan noch mit Edelstahl noch mit anderen "Formen", also einfach gebrochen, anderes MIttelstück, ungebrochen etc. Das böse Gebiß, was aus verschiedenen Metallen zusammengeschustert wurde ist
sein Gebiß. Also entweder steht mein Pferd auf Strom oder da ist keiner.
Geschrieben von Greta Cooper am 13.03.2015 um 13:38:
| Zitat: |
Original von nani999
Ach man muss ja schon viel berücksichtigen bei der Gebisswahl. Da wäre es mal wieder toll man könnte das Pferdie einfach fragen
|
Also ich frage immer mein Pferd! Und das zeigt mir sehr deutlich, welches Gebiss es mag und welches nicht.
Geschrieben von nani999 am 13.03.2015 um 14:43:
Achso ok. Ja mein Western Snaffle hat auch solche Kupferstriche, also mit Kupfer. Die Westernstange mit so einem Rollgelenk in der Mitte ist ohne Kupfer.
@Wisy: Ja das mit dem Strom finde ich auch eine sehr interessante Frage!
Ja das war auch mit der Grund warum ich es so merkwürdig fande mit den Kauspuren, weil ich anatomisch nicht so richtig verstehe wie die dort hinkommen. Ich werde nochmal explizit drauf achten, aber ich reite oft mit Trainern/"unter Aufsicht anderer" und noch nie hat jemand etwas derartiges gemerkt. Aber ich werde sie nochmal fragen, ob jemandem etwas auffällt
Ja ich denke auch man muss schauen was die Pferde mögen.
@Greta Cooper: Mir fällt es halt schwer, weil mein Wallach was das angeht recht genügsam zu sein scheint. Das Doppelgebrochene war nichts, das hat er eindeutig gezeigt, aber bei allem anderen ist er eigentlich unkompliziert. Da "interpretiere" ich eher die Probleme durch ein aufstehendes (aber ruhiges) Maul, durch die Kauspuren jetzt. Er selbst kommt solange es nicht doppelgebrochen ist anscheinend mit allem ziemlich parat. Ich frage mich nur, ob es vielleicht mit dem optimalen noch angenehmer für ihn sein könnte... (manchmal denkt der Mensch ja auch zuviel

)
Geschrieben von Wisy am 13.03.2015 um 14:56:
Offen stehen darf das Maul ja in gar keinem Fall, solch ein Gebiss ist
immer falsch

.
Manchmal beißen die Pferde auch bei Wartezeiten ohne Reiter auf dem Gebiss herum, ziehen es sich mit der Zunge selbst schief ins Maul, bis sie draufbeißen können. Steht er manchmal ohne Aufsicht, aber schon mit Trense, ein wenig herum?
Geschrieben von Pika am 13.03.2015 um 16:14:
Och möchte hier nochmal einwerfen, dass "doppelt gebrochen nicht gleich doppelt gebrochen ist.
Schaut man sich mal die unterschiedlichen doppel gebrochenen Gebisse an, fällt schnell auf, dass die Mittelstücke unterschiedlich groß, bzw. lang sind.
Beim schmalen Pferdemaul kann das schnell unpassend sein.
Hier mal anklicken und runterskrollen ; Bilder schauen
http://f10519.nexusboard.de/t334f29-Gebisse-2.html
Gruß Pika
Geschrieben von Hoan am 13.03.2015 um 19:12:
| Zitat: |
Original von nani999
Vielen Dank für die netten Antworten! Zuerst einmal: ja ein Isiwallach!
@Velvakandi: Danke für den Testtipp. Werde ich morgen direkt einmal versuchen (heute komme ich leider nicht zum Stall)! Und beruhigend zu hören, dass das bei den Plastikgebiss vorkommen kann. Ich hatte vorher noch nie eins.
Nein im Metallgebiss waren immer nur ganz leichte (in meinen Augen normale Abnutzungen), im Ledergebiss halt auch Kauspuren, aber das ist ja noch weicher als das Plastik.
Ich denke ich werde mir die Tage auch noch einmal das Westerngebiss anschauen. Ich war damals auch ganz froh damit, aber mein Trainer meinte ich soll das aufkeinenfall dauerhaft verwenden, es wäre zu dünn etc. Bei ihnen ist aber auch normal, dass die Pferde mit 16er-18er Aurigan laufen.
@Hoan: Darf ich fragen wieso die Knebeltrense? Ich hatte auch mal mit dem Gedanken gespielt diese zu testen, weil es heißt die liege ruhiger im Maul. Und hast du sie mit den "Lederschlaufen" festgemacht oder verwendest du sie nur so?
@Baron: Ja ich habe mittlerweile auch kein Aurigan mehr. Nur das Plastik, Leder und das Westerngebiss ist aus Eisen. |
Meine Knebelgebisse sind am Übergang zum Gebissring ähnlich einer Olivenkopftrense geformt. Das fand ich ganz maulfreundlich. Über die Lederschlaufen an den Backenstücken fixiert, liegt das Gebiss auch bei Jungpferden schön ruhig. Die "Schlaufen" hat mir ein Sattler angebracht. Es gibt sie aber auch "lose" zu kaufen.
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