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Geschrieben von Aurea am 29.08.2012 um 11:05:

 

Danke für die schnelle Antwort.

Hab noch nie Keralit angewendet.. muss ich mich mal schlau machen.

Dann lass ich das Hufffett weg und reite lieber etwas mehr mit Hufschuhen auch auf dem Platz...



Geschrieben von rivera am 29.08.2012 um 12:50:

 

keralit soll im laborversuch das einzige mittel gewesen sein, dass nachweisbar ins hufhorn einzog und es stabilisierte....



Geschrieben von La danza am 29.08.2012 um 21:13:

 

Eine am Stall bei uns nimmt Keralit Undercover bei Strahlfäule. Das Keralit scheint super zu sein.



Geschrieben von Felischa am 30.08.2012 um 00:15:

 

Ja Keralit hilft wirklich, ich hatte das damals als es neu rauskam genutzt und eine aus dem Stall konnte damit ihr Pferd endlich auf Barhuf umstellen.

JODOGel ist auch gut geeignet, hatte es im Winter auch ab und an als Vorsorge gegen Strahlfäule genutzt ( ist für aktue Fäule gedacht) nicht so scharf wie das JODOäther.
Aber seid dem ich mit EMs arbeite hatte ich nie wieder Probleme mit Strahlfäule oder Mauke, trotz Land Unter Modderausläufen, aber ich habe einen trockenen Unterstand und keine Boxen so können sie Klo und Liegefläche trennen was in der Box ja leider nicht geht.

Nur darauf achten Keralit darf nur auf "totem" Horn aufgetragen werden nicht auf Ballen oder Kronrand !!!!



Geschrieben von sigga am 30.08.2012 um 00:19:

 

Ich habe anfangs mal Keralit zur Festigung benutzt, hat gut funktioniert. Man sollte nur bei all diesen Mitteln bedenken, dass sie nicht ganz unbedenklich sind. Wie auch alles mit Jodoform. Und gerade bei Strahlfäule ist es eher eine Symptom- als Ursachenbekämpfung.

Da ich vorher gemerkt habe, dass ich bereits vor einiger Zeit eine Frage zur essigsauren Tonerde überlesen habe, ich hab die Pampe möglichst dick angerührt verwendet.



Geschrieben von Aurea am 30.08.2012 um 10:02:

 

Danke für die Tipps,

Strahlfäule haben wir gar nicht mehr seit etwa einem halben Jahr und da hab ich leider genug Erfahrung, um es möglichst schnell wegzubekommen.

Jetzt geht es "nur" um das ständige Ausbrechen der Zehe. Werde mir da mal den Keralit Huffestiger besorgen.

LG



Geschrieben von FraukeF am 30.08.2012 um 10:47:

 

1. Frage: Wie werden die Hufe bearbeitet? Wird die Sohle in Ruhe gelassen oder bearbeitet und dadurch ausgedünnt? Wird versucht, einen sogenannten Tragrandüberstand stehen zu lassen, der dann immer wieder wegbricht, weil Battle ja über die Zehe abrollt und der Überstand dann stört und ist ev. die Zehe insgesamt zu lang?

2. Wie ist das Gras bei euch beschaffen? Gerade jetzt bei dem Wetterumschwung reagieren viele Pferde fühlig, besonders natürlich, wenn die Sohle zu dünn ist und über Nacht aufweicht. Über die Wände wird kaum Feuchtigkeit aufgenommen und abgegeben, aber sehr wohl über die Sohle. Huffestiger könnte da etwas helfen, wichtiger ist es aber durch die Bearbeitung dafür Sorge zu tragen, dass die Sohle schön dick wird.

Hufe sind eigentlich nie wirklich fertig, also keine Panik smile . Sie reagieren ständig auf die Umwelteinflüsse wie Haltung, Bewegung, Bodenbeschaffenheit und insbesondere die Fütterung und fordern so eine ständige Anpassung und Beobachtung smile

Vielleicht magst du ja mal neue Fotos einstellen.



Geschrieben von Aurea am 30.08.2012 um 14:12:

 

Hey Frauke,

neue Fotos mache ich heute abend und ergänze sie hier- hab heute vormittag meine Kamera vergessen.

Zur 1. Frage: Hm, die Hufe werden so bearbeitet, dass sie passend zu den Gelenken (also bei Battle etwas zehenweit) sind. Vorher und nachher wird das Gangbild betrachtet (was die anderen Schmiede am Hufe nicht machen)
Die Sohle wird nicht bearbeitet, nur der Strahl wird ausgeschnitten. Bei dem Bockhuf werden die Trachten gekürzt und dann etwas geraspelt,damit es plan ist. Die Zehe kann meist gar nicht groß bearbeitet werden und wird daher mit Hilfe vom Bock nur gerundet. Tragrandüberstand....sagt mir so jetzt ehrlich gesagt...müssten Bilder aushelfen.
Der flache Huf wird meist nur etwas im Bereich der Zehe gekürzt und geraspelt, die Trachten werden hier nicht weggenommen. Genauso wird rundgeraspelt. Hier scheint die Sohle momentan empfindlicher zu sein, obwohl sie auch hier nicht bearbeitet wird.

Zur 2. Frage: Das Gras ist sehr kurz, man könnte sagen, die Weiden sind eig. überweidet, da zu viele Pferde für zu wenig Land... dafür wird normal weitergefüttert mit Heu/Heulage.

Viell. liegt hier irgendwo der Grund?!



Geschrieben von FraukeF am 30.08.2012 um 14:44:

 

Zitat:
Original von Aurea
Hey Frauke,

neue Fotos mache ich heute abend und ergänze sie hier- hab heute vormittag meine Kamera vergessen.

Zur 1. Frage: Hm, die Hufe werden so bearbeitet, dass sie passend zu den Gelenken (also bei Battle etwas zehenweit) sind. Vorher und nachher wird das Gangbild betrachtet (was die anderen Schmiede am Hufe nicht machen)
Die Sohle wird nicht bearbeitet, nur der Strahl wird ausgeschnitten. Bei dem Bockhuf werden die Trachten gekürzt und dann etwas geraspelt,damit es plan ist. Die Zehe kann meist gar nicht groß bearbeitet werden und wird daher mit Hilfe vom Bock nur gerundet. Tragrandüberstand....sagt mir so jetzt ehrlich gesagt...müssten Bilder aushelfen.
Der flache Huf wird meist nur etwas im Bereich der Zehe gekürzt und geraspelt, die Trachten werden hier nicht weggenommen. Genauso wird rundgeraspelt. Hier scheint die Sohle momentan empfindlicher zu sein, obwohl sie auch hier nicht bearbeitet wird.

Zur 2. Frage: Das Gras ist sehr kurz, man könnte sagen, die Weiden sind eig. überweidet, da zu viele Pferde für zu wenig Land... dafür wird normal weitergefüttert mit Heu/Heulage.

Viell. liegt hier irgendwo der Grund?!



Was du über die Bearbeitung sagst hört sich erstmal vom Prinzip gut an. Zu klären wäre noch, ob der flache Huf im Zehenbereich von unten oder auf dem Bock nur senkrecht von oben im Zehenbereich gekürzt wird. Kürzen von der Sohlenseite erzeugt durch Ausdünnen derselben irgendwann Fühligkeit. Ausserdem wäre gut zu wissen, ob die Trachte im flachen Huf tatsächlich keinerlei Bearbeitung bedarf. Häufig ist sie in so einem Fall untergeschoben und müsste mitbearbeitet werden. Dass hier die Fühligkeit stärker ist lässt mich so etwas vermuten.

Ansonsten verdächtige ich auf jeden Fall auch die Weiden. Gerade wenn das Gras so kurz und abgefressen ist und die Nächte schon so kalt werden ist es deutlich gestresst und reagiert gegen seine "Fressfeinde" mit einem hohen Fruktangehalt und einer deutlich höheren Besiedelung mit Endophyten. Das führt dann zu leichteren Vergiftungen, die sich in plötzlicher Fühligkeit äussern können bei empfindlichen Pferden.



Geschrieben von walkaloosa am 30.08.2012 um 16:18:

 

Kann sowas vielleicht auch an der Heulage liegen? Ich kenne zumindest Pferde die reagieren da recht allergisch drauf und bekommen Pusteln am ganzen Körper. Von einer Bekannten bekam das Pferd sogar einen Reheschub, als es mit Heulage, anstatt Heu gefüttert wurde...

Ob es sich auf die Qualität der Hufe auswirken kann, da hab ich wirklich keine Ahnung, kam mir aber gerade so in den Sinn verwirrt



Geschrieben von FraukeF am 30.08.2012 um 16:56:

 

Ja, es gibt viele Pferde die auf Heulage, insbesondere dann, wenn es keine super gute Qualität ist (und die bekommt man leider recht selten) mit Fühligkeit, wenn nicht sogar einer chronischen Rehe reagieren.

Leider sind anfällige Pferde immer häufiger die Regel statt die Ausnahme, weil die Fütterung/Haltung aufgrund mannigfaltiger Ursachen ( Überweidung, Hochleistungsgräser, schlechte Rauhfutterqualität, zuviel Müsli & Co, zuwenig Bewegung usw. ) sehr zu wünschen übrig lässt. Viele Pferde sind dann schon lange vom Stoffwechsel her überlastet und an der Grenze. Dann reicht ein eher kleiner zusätzlicher Auslöser, um das System zum Kippen zu bringen.



Geschrieben von walkaloosa am 30.08.2012 um 18:14:

 

Hm Aurea, viell wäre das ein Ansatz?! Kannst du die Heulage weglassen?



Geschrieben von Aurea am 30.08.2012 um 20:55:

 

Bisher hatte er nie Probleme mit dem Futter - egal ob Heu oder Heulage. Ich kann auch nicht genau sagen wie oft er Heulage bekommt, aber ich werd mal Bescheid geben, dass er nur noch Heu bekommen soll.

Ist zwar anderes Thema aber er "schäumt" seit etwa 2 Wochen auch sehr viel, was def. nicht dem üblichen Kauen zugeschrieben werden kann. (Sogar beim Putzen an drei Tagen sehr extrem) Hatte erst an die Hitze, dann da auch schonmal an Vergiftungserscheinung gedacht und lasse daher die TÄ nächste Woche kommen.

Bilder gibts erst morgen abend.. jetz is dunkel, da kann ich keine mehr machen. :/



Geschrieben von Aurea am 31.08.2012 um 21:06:

  Fotos von Anfang Juli und Ende August 2012

So,

ich habe heute nochmal Fotos gemacht und gerade gesehen, dass ich noch von Anfang Juli ein paar hatte auf denen man sehr schön die ausgebrochene Zehe sieht.

Im Vergleich seht ihr zuerst fünf Fotos von Anfang Juli - eine Woche vor dem Hufschmiedtermin... also 4 Wochen nach dem letzten ausschneiden.

Dann fünf Bilder von heute, eine Woche nach dem letzten Hufschmiedtermin, also noch ganz am Anfang des Intervalls.

Irgendwelche Auffälligkeiten, die ich beim nächsten Schmiedtermin ansprechen sollte?

Morgen werd ich meine TÄ anrufen und einen Termin machen ... da werd ich vielleicht auch Hinweise bekommen, was Hufe/Wiese/Futter betreffen könnte.



Geschrieben von FraukeF am 01.09.2012 um 10:01:

  RE: Fotos von Anfang Juli und Ende August 2012

Ich würde den Trachtenbereich und die Eckstreben deutlich mehr einkürzen, mind. bis zur sogenannten "lebenden" Sohle und an den Seiten eine Schwebe anraspeln, damit die Wand nicht mehr so nach oben gestaucht wird. Die Zehe würde ich senkrecht von oben bis zur weißen Linie kürzen und gut berunden, die haut euch nämlich leicht nach vorn ab smile



Geschrieben von Aurea am 01.09.2012 um 11:43:

 

Mit "die haut euch leicht nach vorne ab" meinst du sicher den "Schnabel", der sich etwas bildet, oder?!

Vielen Dank für deine Tipps... meinste auf beide Seiten die Trachten und Eckstreben noch kürzer?!
Hufschmiedin traut sich meist nicht mehr wegzunehmen, weil sie nicht will, dass Pferdchen davon lahmt... aber ich meine in Louisenhof wurde er auch sehr an den Trachten sehr kurz gehalten...

Werde ihr das in 4Wochen auf jeden Fall sagen und denke auch, dass sie das berücksichtigt. Hab das Glück eine sehr offene Schmiedin gefunden zu haben. :-)



Geschrieben von FraukeF am 01.09.2012 um 17:20:

 

Ja, die Trachten beidseitig. Erst gut in den Ecken sauber kratzen bis alles Bröckelhorn weg ist und dann bis auf dieses Niveau kürzen. Voraussetzung ist allerdings, dass Battle keine Zehenfußung zeigt und im Stand die Beine lotrecht stehen. Bei Zehenfußung nützen sich die Trachten zu wenig ab, wuchern ungehemmt und man muss u.U. bis unter Sohlenniveau kürzen. Schau mal genau von hinten auf die picobello sauberen Trachten am aufgenommen Huf. Wenn du an der Trachte so etwas wie eine Stauchung oder einen Riss oder Knick sehen kannst, einen sogenannten Stresspunkt,dann ist das die Höhe, die der Huf eigentlich braucht und bis wo er gekürzt werden muss. Je nachdem wie viel das ist, kann man das natürlich nicht auf einmal machen, sondern nur in Schritten. Die Trachtenhöhe ist wichtig, denn die zu hohen Trachten verlagern zu viel Druck auf die Zehe, die dann wegschnabelt.


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