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Geschrieben von Sanni am 25.09.2013 um 17:45:
Leider gibt es heute schlechte Nachrichten von Chiefs Duplo-Beschlägen.
Die Beschläge haben sich im hinteren Trachtenbereich aller Hufe (!) verformt und in die Lücken der Trachten gedrückt. Dummerweise war das erst zu sehen, als die Duplos heruntergekommen sind. An einigen Stellen sind die Trachten durch die nicht mehr gegebene Stabilität regelrecht zerstört.
Wie gesagt, haben die Duplos sich verformt und da Chief sowieso Probleme mit dem Trachtenwachstum hat, haben die Duplos den Zustand in dem Bereich wieder verschlechtert.
Die Trachten haben sich zum Teil sogar unter den Duplos eingerollt!
Das Problem hat wohl darin seine Ursache, dass der Eisenkern der Duplos nicht weit genug nach hinten reicht und wohl doch insgesamt nicht so stabil ist.
Somit sind wir jetzt wieder da, wo wir schon mal vor Monaten waren, zumindest was die Trachten angeht.
Chief hat jetzt normale Eisen bekommen und wir schauen mal, wie sich das weiter entwickelt.
Laufen kann er aber nach wie vor gut, die Probleme sind anscheinend nicht wieder aufgetreten.
Geschrieben von Katrin am 25.09.2013 um 20:37:
Duplobeschlag
Liegt nicht am Beschlag ,Bearbeitungsfehler und nicht die richtige Größe von Duplobeschlag. Habe noch nie erlebt das sich der Duplo verformt!!!
Geschrieben von Beauty am 25.09.2013 um 20:56:
RE: Duplobeschlag
Meine Bekannte hat schon ewig Duplobechlag und sie hatte noch nie das Problem ,das sich ein Duplo verformt hat.Ich denke,das er nicht richtig beschlagen war.
Es ist aber ärgerlich,wenn man wieder von Null anfangen muss.Verstehe dein Missmut.
Geschrieben von FraukeF am 25.09.2013 um 21:11:
RE: Duplobeschlag
Deine Frustration kann ich gut verstehen, muss mich aber leider meinen Vorrednerinnen anschließen, kollabierte Trachten sind eher ein Problem unangepasster Bearbeitung. Das kann sowohl unzureichende Bearbeitung im Bereich der Trachten sein, als auch im Zehenbereich. Wird die Zehe zu lang gelassen, dann zieht sie die Trachten bei jedem Schritt mit. Dass der Duplo im hinteren Bereich beweglich ist, ist gewollt, damit eine möglichst natürliche Fußung und somit auch ein möglichst natürlicher Bewegungsablauf gewährleistet ist.
Tut mir super leid für euch
Geschrieben von Funny_Girl am 26.09.2013 um 01:51:
Ich hab ja keinerlei eigene Erfahrung mit Kunststoffbeschlägen, aber ich denke, dass es tatsächlichh hauptsächlich an der Hufbearbeitung liegt, denn es gibt ja doch einige Freizeitpferde, die mit den Duplos auf Teer und Schotter unterwegs sind, da ist die Beanspruchung eine ganz andere als auf hauptsächlich Sand.
Das Problem wird nur sein, dass sich an Chiefs Hufstellung auch durch "echte" Eisen nichts ändern wird, wenn sich die Bearbeitungsstrategie nicht grundlegend verändert.
Grundsätzlich gilt natürlich, dass das Eisen (inkl Duplos und Co) dem Huf angepasst wird und nicht umgekehrt, aber natürlich muss ich den Huf selbst so bearbeiten, dass er dem Idealzustand (also dass die Hufachse zur Winkelung der Fessel passt, dass der Hufmechanismus - würde das Pferd barhuf gehen - voll in Kraft ist, ohne dass eine Überlastung von Sehnen und Bändern stattfindet etc etc) so nahe wie möglich kommt.
| Zitat: |
Zitat von Sanni:
Somit sind wir jetzt wieder da, wo wir schon mal vor Monaten waren, zumindest was die Trachten angeht. traurig Chief hat jetzt normale Eisen bekommen und wir schauen mal, wie sich das weiter entwickelt. Laufen kann er aber nach wie vor gut, die Probleme sind anscheinend nicht wieder aufgetreten. |
Natürlich kann man - in eurem Fall - mit Hilfe von Eisen z. B. fehlende Trachten vorübergehend kompensieren, aber das Ziel muss sein, das Hufwachstum mittels Hufbearbeitung und -beschlag dahingehend zu "manipulieren", dass die Trachten wieder nachwachsen und auch die anderen Baustellen so gut wie möglich ausgemerzt werden.
Mei, wenn ich sowas mitbekomme, dann muss ich dem lieben Hergott mind 3 x tgl danken, dass ich bei der Hufschmiedwahl ein so glückliches Händchen hatte.
Geschrieben von viertakt_sus am 26.09.2013 um 07:57:
och neeee, das darf doch echt nicht wahr sein... ferndiagnosen sind schwierig, aber mein erster gedanke war auch: fehlbearbeitung der hufe und evtl. auch falsche größe oder bearbeitung der duplos....
kenne nun auch ganz viele pferde, die mit duplos seit jahren ohne probleme bzw. besser als vorher laufen und bei keinem ist mir o.g. problem bekannt....
ich würde spontan dem bearbeiter die "schuld" zuweisen und nicht den duplos generell...
meine vermutung ist die,
- dass zum einen die trachten nicht ordentlich - der physiologie angepasst - bearbeitet und vorbereitet wurden ...
- dass die duplos evtl. zu groß waren bzw. die ecken (hinten) nicht berundet wurden und zu weit rausstanden und dann "hochgebogen" wurden und an den trachten "gearbeitet" haben... kommt dann zum tragen, wenn chief hauptsächlich auf tiefem boden gearbeitet wurde (?)
... wie auch immer, ich finde es wirklich soooo schade, dass es bei euch keinen huf-bearbeiter gibt, der sich des problems wirklich annimmt und versucht, es von grundauf zu beheben (reden darüber ist die eine sache - kompetente praxis wohl die andere

)
eisen wären für mich persönlich keine dauerlösung ... (sie haben i.m.o. zu viele nachteile:, dämpfung ist keine vorhanden, klirreffekt, schalten den hufmechanismus aus - gerade letzteres ist aber wohl auch gerne gewollt, denn wenn sich der huf nicht mehr natürlich bewegen kann, dann wird auch kein schmerz gesprürt...
wäre mal ein interessantes thema - was sagen die hufexperten zu dieser these?
Geschrieben von Sanni am 26.09.2013 um 09:00:
| Zitat: |
Original von viertakt_sus
- dass die duplos evtl. zu groß waren bzw. die ecken (hinten) nicht berundet wurden und zu weit rausstanden und dann "hochgebogen" wurden und an den trachten "gearbeitet" haben... kommt dann zum tragen, wenn chief hauptsächlich auf tiefem boden gearbeitet wurde (?)
|
Bevor ich jetzt hier nochmal schreibe, wollte ich mir die Duplos erst nochmal zuhause in Ruhe anschauen. Das habe ich jetzt getan. Zum Glück habe ich sie nicht abgewaschen, sonder so wie sie waren mit nach Hause genommen.
Es ist tatsächlich so, dass sich genau unterhalb der Trachten Schlamm und Steinchen angesammelt haben. Und zwar so im Verborgenen, dass das von außen nicht zu sehen war. Im Gegensatz zu den ersten Duplo-Perioden bei Chief hatte es ja in den letzten Wochen hier sehr starke Regenfälle gegeben und der Schlamm war wirklich überall. Der Dreck sitzt mittig genau dort, wo die Trachten aufliegen.
Dadurch, dass sich die Duplos unter den Trachten hochgebogen haben, haben sie genau dort, wie Sus vermutet, das noch schwache Horn von innen heraus zerstört.
Ob sie jetzt zu lang waren, kann ich nicht genau sagen. Sie sahen am Huf auch nicht länger aus, als bei anderen Pferden die Eisen.
Aber leider sind weder der Schmied noch ich die Duplo-Experten.
Dass der Schmied bei der Hufbearbeitung gut ist, steht erst mal für mich außer Frage. Der ist spezialisiert auf Kaltbeschlag und damit auch darauf, den Huf perfekt für einen Beschlag vorzubereiten.
Das kann man auch an den Eisen sehen, die passen so gut, dass sie wie ein Teil des Hufs wirken.
Sus, auf tiefem Boden arbeiten wir gar nicht. Entweder in der Halle, oder auf dem Reitplatz, wenn der Boden nicht zu trocken oder zu nass (tief) ist.
Eigentlich möchte ich die Eisen auch nicht als Dauerlösung haben, aber gestern musste ich erst mal schnell eine Entscheidung treffen und direkt jetzt nochmal Duplos nehmen, wollte ich auf keinen Fall, bevor ich nicht mehr Klarheit über die Ursachen habe.
Ich denke, hier ist Chief's spezielles Problem der schwachen Trachten in Kombination mit der fehlenden Stabilität der Duplos in dem Bereich Auslöser gewesen.
Weitergedacht hätte man die Duplos ja sonst schon vor den Trachten abschneiden müssen. Aber wäre dass dann die Lösung gewesen?
Geschrieben von viertakt_sus am 26.09.2013 um 12:08:
ok - echt blöd gelaufen, aber irgendwo muss da ein haken sein, denn maggie (und auch andere duplo-pferde) waten jeden tag durch knöcheltiefen schlamm (zur zeit) um auf die koppel zu kommen... da hat sich noch nie was irgendwo angesammelt... (obwohl ich anfangs auch skeptisch gegenüber "gammel" unter den duplos war...)
mit tiefem boden meinte ich solchen boden, der generell nachgibt, wenn der huf aufsetzt... sprich tatsächlich halle, sand, hackschnitzel.... usw.
die duplos vor den trachten abschneiden - neee, das geht gar nicht!
wie auch immer - du hast bestimmt die beste (zwischen-)lösung im moment gefunden und vielleicht werden chiefs hufe unter sachgerechter bearbeitung nun endlich physiologisch korrekt, gesund und tragfähig....
Geschrieben von Sanni am 26.09.2013 um 12:50:
Ich denke, die anderen Pferde haben insgesamt einheitliche Tragränder.
Bei denen dürften die Duplos kein Problem sein.
Bei Chief fehlte ja hinten an den Trachten noch etwas. Die waren zwar schon schön nachgewachsen, aber immer noch ein Stück höher, als der Rest des Hufes.
Da war noch etwas Platz dazwischen. Nur ganz wenig, aber das hat wochl gereicht.
PS: Wenn alle Stricke reißen, kann ich auch wieder den Rehe-Duplo nehmen. Der hat ja bis hinten hin Eisen und damit kann das Problem nicht wieder auftreten.
Diese Option bleibt mir ja in den nächsten Wochen / Monaten
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