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Fütterung aus aufgehängten Heunetzen wirkich gesund? Staub? Husten? |
Lind

Pegasus


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| Fütterung aus aufgehängten Heunetzen wirkich gesund? Staub? Husten? |
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Hallo ihr,
ich beschäftigt gerade die Frage, ob die Fütterung aus aufgehängten Heunetzen eigentlich wirklich gesund ist. Man sieht die Netze oder auch diese Tonnen mit den Löchtern immer wieder über dem Boden baumelnd befestigt. Ein Pferd frisst aber doch normalerweise vom Boden weg.
Wir füttern seit einiger Zeit auch aus Heunetzen. Mags Zufall sein, mags am trockenen Sommer liegen, aber in diesem Jahr haben wir immer wieder Probleme mit Husten, der wohl vom Staub kommt. Das Heu ist wie immer, eigentlich sogar recht staubarm. Trotzdem hab ich das Gefühl, dass ihnen durch die Heunetze in der höheren Position mehr Staub in die Nase kommt. Abgesehen davon, dass es eine unnatürlich Fresshaltung ist, oder?
Wir haben jetzt einige Zeit das Heu getaucht. Nun teste ich gerade eine neue Möglichkeit, die ich eigentlich ganz gut finde. Wir haben ja ein Fressgitter und dort sind so kleine, runde, geschlössene Ösen. In diese Ösen hänge ich die Heunetze mit einem Karabinerhaken ein. Ich glaube, dass das ganz gut funktioniert. Sie müssen trotzdem Heu zupfen, die Netze liegen aber auf dem Boden und können trotzdem nicht weg.
Wie seht ihr das? Ist die Heufütterung aus aufgehängten Netzen gesund?
__________________ Fotoseite
Katharina Merther Fotografie auf Facebook
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30.07.2015 14:06 |
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Wisy

Einhorn
 

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| RE: Fütterung aus aufgehängten Heunetzen wirkich gesund? Staub? Husten? |
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| Zitat: |
Original von Lind
Wie seht ihr das? Ist die Heufütterung aus aufgehängten Netzen gesund? |
Ich finde, sie sind ein Kompromiss mit etlichen Nachteilen.
Ich habe bei den Bildern genau die gleichen Gedanken wie du. Ich habe bei den baumelnden Dingern auch immer Angst vor dem Hängenbleiben zusätzlich.
Wenn ich Eigenregie hätte, und Netze benutzen müsste, dann ausschließlich welche, die im Rahmen verspannt und von oben auf in Kisten liegendem Heu sind.
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30.07.2015 14:23 |
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Ragna

Pegasus


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Dass die Zähne darunter leiden (und das lese ich nicht zum ersten Mal), stimmt mich bedenklich.
__________________ Lady Gáta (1988-2004)
Schlitzohr und Schlaumeier Ragna
Streber Fengari
Wahrheit hat die verblüffende Eigenschaft, sich immer wieder zurückzumelden. Bruno Bänninger
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30.07.2015 14:32 |
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hochelfe

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hm, also ich füttere auch aus Netzen. Zähne haben dadurch noch nicht gelitten. hängen gebleiben ist auch noch keiner. TÄ meinte auch das geht ok mit der Haltung. Ich muss eh tauchen, und damit es dann besser abläuft finde ich es besser wenn es hängt und nicht in der Suppe liegt.
Auch als ich noch nicht tauchen musste habe ich meist aus Nezten gefüttert und die Fresszeit zu verlänger. davon hat keiner Husten bekommen. Ich hätte jetzt gedacht, das Staubige und Kleinvieh fällt dann eher unten raus und sie wühlen nicht so mit der Nase drin rum, deshalb kommt weniger in die Nase
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30.07.2015 14:46 |
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Velvakandi

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Für mich käme Heunetzfütterung auch nur im Ausnahmefall in Frage. Erstens wegen der Zähne, zweitens wegen der schiefen Kopfhaltung und dem Gerupfe und drittens weil man die Netze ja über dem Boden aufhängt.
Heunetz gibts bei mir eigentlich nur im Hänger und dort aus einem ganz normale Heunetz, keins mit superengen Maschen, wo die Pferde noch kräftiger dran rupfen müssen.
Bei Netzen über den Futterraufen hat man das Zahnproblem ja trotzdem. Mir ist schon klar, dass man immer irgendwo Kompromisse finden muß, bei uns gibts auf der Winterkoppel das Heu auch aus einer Viereckraufe. Damit stimmt die Fresshöhe wieder nicht, vor allem wenn der Rundballen noch recht groß ist. Aber das find ich vertretbarer als einen Zahnschaden durch irgendwelche Netze und Gitter...
__________________ Gangpferdedistanzler
Paso Fino Mina de Oro 492 km in der Wertung
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30.07.2015 14:51 |
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hochelfe

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Velva, du schreibst ja auch schon, dass die Winterweidenraufe dir eigenltich auch zu hoch ist. aber die meisten (auch die großen Raufen) die man so kaufen kann, sind doch alle nicht ganz am Boden. zumindest die mit Dach, die ich bsiher gesehen habe..
Neolino ist eure Raufe dann quasi so, dass die Pferde am Boden fressen oder ist der Boden der Rufe auch erhöht?
ich habe bisher echt keine Probleme gehabt (Pferde sind unbeschlagen). aber vielleicht ist das auch eine Ausnahme. die Netze hängen nur so hoch, dass sie wenn sie leer sind bis zum Boden gehen.
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30.07.2015 15:01 |
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Neolino

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Friggy, okay, dann atmet er natürlich alles ein
Hochelfe, meine Raufen haben eine "Bodenfreiheit" von vllt 15cm, da sie innen einen Spalt als Abfluss für Wasser und auch Heustaub und -reste haben. So kehre ich dann täglich den ganzen Staub unter der Raufe vor. Klar, wenn das Heunetz voll ist, haben sie natürlich eine höhere Kopfhaltung, aber je leerer die Netze werden (und das geht doch recht schnell
) desto mehr nähert sich die Haltung natürlich Richtung Boden. Und ich beobachte auch oft, dass sie trotz vollem Heunetz lieber vom Raufenboden essen.
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30.07.2015 15:18 |
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Svalin

Pegasus


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mm - ne, die nehmen bei Netzen schon die Zähne, aber woher da die Schäden kommen? Ist das Garn denn so hart und rau?
Wir hatten ja auch mal einen Winter lang aus Riesenheunetzen gefüttert - die Netze waren ständig kaputt - aber Zahnschäden?! Ist mir jedenfalls nicht aufgefallen...
__________________
ooooohmmmmm
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30.07.2015 15:18 |
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Neolino

Jungpferd
  

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Wisy, ich kann mir vorstellen, dass ungeübte Pferde oder Netze mit zu kleinen Maschen das "heftige" Beißen fördern und damit die Zähne beanspruchen...
Wie Svalin sagt, meine benutzen auch die Zähne, aber sortieren erst etwas und nehmen dann die einfachste Stelle/Masche, und das hat nichts mit heftigem Beißen ins Netz zu tun.
Der Zahnarzt, der im Mai da war, hat diesbezüglich auch nichts gesagt. Hrisla wurde da seit ca. 3 Jahren aus Netzen gefüttert.
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30.07.2015 15:27 |
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Velvakandi

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| Zitat: |
Original von Wisy
Was schädigt denn an Netzen die Zähne? Im vorigen Stall hatten wir auch die letzten beiden Jahre Netze, die über das Heu in der Raufe gespannt waren...an den Zähnen konnte ich bei keinem Pferd was beobachten, die Zahnärztin hat auch nie was gesagt? Die rupfen das doch da mit den Lippen raus? |
Nee, grad bei den heutzutage so trendigen engmaschigen Netzen kriegt doch keiner mehr was mit den Lippen rausgezupft. Da muß man schon die Zähne nehmen.
Wir haben ja wie gesagt keine Netzte im Einsatz, aber ich hab das jetzt schon so häufig gelesen, dass Pferde die viel bzw. ausschließlich aus Netzen gefüttert werden über die Jahre deutliche Abnutzungserscheidungen an den Zähnen zeigen, dass ich das durchaus auch in Betracht ziehen würde wenn ich die Fütterung eh überdenke.
Ich meine, früher hatten die Schneiderinnen ja auch alle eine ganz typische Kerbe im Zahn vom Faden abbeißen, das ist auch "nur Garn". Auf Dauer ist der Abrieb aber eben schon signifikant.
Ich bin ja total überzeugt von ad lib Fütterung. Da stellt sie die Frage mit den Netzen und der Abwiegerei gar nicht erst.
Der Futtertisch unserer (handelsüblichen) Heuraufe ist geschätzt auf 20 cm Höhe über dem Boden. Das ist nicht ideal, aber ist für mich ein Kompromiss, mit dem ich leben kann (und die Ponies leben damit denke ich auch ganz gut). In der Raufe steht dann ein Rundballen, meistens sieht man die Pferde vom Boden der Raufe fressen, wo das vom Ballen runtergefallene Heu liegt. Ich seh das eher selten, dass sie wirklich oben vom Ballen etwas abrupfen oder ihre Nase da oben richtig reintauchen.
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30.07.2015 15:34 |
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Lind

Pegasus


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Themenstarter
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Ohh, so viele Antworten.
Das mit den Zähnen hatte ich jetzt noch nicht gehört. Ich werd mal weiter genau beobachten. Was mir aber bei den aufgehängten Netzen aufgefallen ist, ist dass sie zum einen wirklich eher unten zupfen und den Kopf so schief halten.
Seit ich sie jetzt unten am Boden des Fressgitters befestigt habe, haben wir das Problem nicht mehr. Die Fresshalten ist eigentlich nicht anders als wenn ich das Futter lose reinwerfen würde, nur dass sie eben Zupfen müssen.
Um Netze komme ich eigentlich nicht rum. Drei von unseren Pferden sind stark rehegefährdet und Heu satt füttern kann ich nicht. Das haben wir bereits ausprobiert und den Versuch abgebrochen, als zwei Pferde Rehe bekamen. Wenn ich nicht Nachts um 2 aufstehen und füttern will, muss ich die Fresszeit durch die Heunetze verlängern. Aber ich denke, dass die "auf dem Boden"-Lösung schon mal besser als aufhängen ist.
__________________ Fotoseite
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30.07.2015 15:35 |
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Zambezi

Pegasus


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Wenn die Netze zu hoch hängen, kann ich mir schon vorstellen, dass die Pferde mehr Staub einatmen und die Fresshaltung ist auch nicht gesund. Wenn Netze, dann so wie bei hochelfe, an der Wand und relativ niedrig befestigt (geht nur bei kleinen Maschen und unbeschlagenen Pferden) oder aus einer Raufe mit Netz darübergespannt.
__________________ Wer auf dem Pferd arbeitet, hat dort nichts zu suchen.
(Nuno Oliveira)
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30.07.2015 15:39 |
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Wisy

Einhorn
 

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Ok, die Maschenweite macht sicher was aus...die, aus denen meine Pferde fraßen, waren relativ weit, da ging es auch eher darum, dass die Meute das Heu nicht immer aus der Raufe rupfte und großflächig versaut hat. Ich habe am Anfang die Pferde beobachtet und da holte jeder das Heu mit den Lippen da raus...
Ja, hochelfe, weil das baumelt...da spielen sich vor meinem inneren Auge solche Sachen ab, dass sich das Netz als Strang um ein Bein oder den Hals wickelt und zuzieht...ist ne Macke von mir, ich kann nichts baumelndes in Pferdenähe haben
. Ich glaube, jeder at so ein persönliches "no-go", oder? Etwas, was andere ganz normal finden
.
Jetzt haben meine Pferde keine Netze mehr, aber einen Kellner, der bis zu 5x am Tag Futter bringt
.
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Wisy: 30.07.2015 15:54.
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30.07.2015 15:53 |
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Helmingur

Pegasus


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Also wir füttern seit Jahren aus Netzen, und keiner hat was an den Zähnen, keiner hat Haltungsschäden, keiner hat mehr Verspannungen, keiner hat je da drin gehangen und es hat noch nie einer gehustet...
Mach ich was falsch?
Von welchen Zeiträumen reden wir?
(Herr Schwarz frisst seit etwa 7 Jahren aus Heunetzen, Herr Rot seit 4)
Ich spare ja auch auf einen Slowfeeder, aber ich mag meine Netze gerne.
(Herr Rot frisst da auch kreativ draus, sag ich mal, aber er benutzt diese Fresstechnik auch z.B. bei Ästen, die im Paddock auf dem Boden liegen.)
__________________ NAEPHE - Sei kritisch.
"Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang, der günstige Augenblick ist flüchtig, die Erfahrung ist trügerisch und das Urteil ist schwierig."
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Helmingur: 30.07.2015 17:08.
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30.07.2015 16:56 |
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