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Zum Ende der Seite springen Futterzusatz Zink und Selen
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Lind Lind ist weiblich
Pegasus


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@ Wisy,
ja, über die Selendüngung denken wir grad nach. smile Aber ich muss vorher mit dem Landwirtschaftsamt abklären, ob wir das dürfen. Wir haben unsere Wiesen in verschiedenen Programmen und da muss ich erst gucken, was wir genau dürfen und was nicht.

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17.10.2015 18:05 Lind ist offline E-Mail an Lind senden Homepage von Lind Beiträge von Lind suchen Nehmen Sie Lind in Ihre Freundesliste auf
Wisy Wisy ist weiblich
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Ah ja, das verstehe ich. Wenn ihr Naturschutzrichtlinien unterliegt, könnte das eventuell Probleme geben. Ich drücke die Daumen, dass ihr grünes Licht dafür bekommt. Auch der Aufwuchs profitiert davon.
17.10.2015 18:46 Wisy ist offline E-Mail an Wisy senden Beiträge von Wisy suchen Nehmen Sie Wisy in Ihre Freundesliste auf
sigga sigga ist weiblich
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Zitat:
Original von Helmingur
Zitat:
Original von Skyggnir

Leider ist es auch so, dass all die künstlichen Zusatzstoffe die empfidliche Pferdeleber übermäßig beanspruchen. Sie müssen dort ja ab- und umgebaut werden. Das führt dann wieder zu den schon erwähnten Stoffwechselkrankheiten.


Ist das bewiesen...?


Ich verfolge die Diskussion um natürlich/künstlich gerne auch verwechselt mit organisch/anorganisch nun schon eine ganze Weile und kann dazu nur sagen, dass ich die Argumente teilweise nicht ganz nachvollziehen kann. Klar ist jedenfalls, dass (fast - es gibt ein paar Ausnahmen) alles, was der Körper entsorgen muss, die Leber (und auch die Niere) belastet. Und das hat primär mal nichts mit natürlich oder künstlich sondern mit falsch oder zu viel zu tun. Diese Aussage liest man vor allem bei bestimmten Herstellern von "natürlichen" Zusatzfuttermitteln.

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Sigga, Björk und Lilja

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17.10.2015 18:51 sigga ist offline E-Mail an sigga senden Homepage von sigga Beiträge von sigga suchen Nehmen Sie sigga in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie sigga in Ihre Kontaktliste ein MSN Passport-Profil von sigga anzeigen
Zambezi Zambezi ist weiblich
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Helmingur, schau Dir doch mal bitte den Link an, den ich gepostet habe, dort sind die Zusammenhänge zwischen Selenüberversorgung und Stoffwechselentgleisung eigentlich recht gut beschrieben und auch, bei welchen Krankheitsbildern bereits Studien durchgeführt wurden.

Wenn bei der Anamnese von EORTH in fast allen Fällen eine übermäßige Seleneinlagerung im Zahnfleischgewebe aufgrund von Selenzufütterung festgestellt wurde und eine Heilung durch ausschließliche Raufuttergabe bei gleichzeitigem Selenentzug möglich war, würde mir das schon zu denken geben.

Wisy, das mit dem Kraftfutter kann ich so nicht bestätigen. Vor 25 Jahren war ich vorwiegend in der Islandpferdeszene unterwegs und da hat man damals eher weniger Kraftfutter gefüttert als heute. Die Ponys bekamen Heu und Mineralfutter (das damals noch kein Selen enthielt) und standen im Sommer den ganzen Tag auf der Weide, ohne zu verfetten oder Hufrehe zu bekommen. Von den vielen Isis, die ich damals kannte, waren etwa 80-90% kerngesund, würde ich so Pi mal Daumen schätzen. Es gab einige Ekzemer und hier und da mal eine Hustinette, aber solche Sachen wie Cushing, EMS, Insulinresistenz, alle möglichen Stoffwechselgeschichten, unerklärliche schwere Anfälle von Hufrehe mitten im Winter (!!) oder auch EORTH waren VÖLLIG UNBEKANNT, das gab es schlicht und einfach nicht, es fand keine Erwähnung in der veterinärmedizinischen Fachliteratur und Diabetes bei Pferden wurde damals für unmöglich gehalten. Niemand ließ damals ein jährliches Blutbild machen und man kam folglich auch nicht auf die Idee, etwas zuzufüttern, wovon ein angeblicher Mangel festgestellt wurde. "Angeblich" deshalb, weil sich Selen über den Blutwert nun mal nicht bestimmen lässt, dazu müsste man eine Gewebeanalyse machen.
Für mich liegt ein Zusammenhang der o.a. Stoffwechselkrankheiten mit der in den letzten 10-20 Jahren propagierten Selenzufütterung eigentlich auf der Hand. In Ländern, in denen die Selenzufütterung nicht in dem Maße praktiziert wird, treten diese Krankheiten signifikant seltener auf, obwohl der Boden und das Futter dort auch nicht mehr Selen enthalten.

Es mag Pferde geben, bei denen man es im Auge behalten muss, z.B. trächtige Stuten, aber man bewegt sich da auf einem sehr schmalen Grat, wenn man bedenkt, dass selbst bei Pferden mit Selenvergiftung der Blutwert zu niedrig sein kann!

NuEpi, sorry fürs Zudiskutieren Deines Threads, ich mach bei Gelegenheit einen eigenen Thread dazu auf, aber das Thema liegt mir am Herzen, denn ich denke, es könnten viele chronische Stoffwechselkrankheiten vermieden werden, wenn man die unsinnige Selenzufütterung sein ließe. Jeder will natürlich nur das Beste für sein Pferd und muss selber entscheiden.

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Wer auf dem Pferd arbeitet, hat dort nichts zu suchen.
(Nuno Oliveira)

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Zambezi: 17.10.2015 19:31.

17.10.2015 19:04 Zambezi ist offline E-Mail an Zambezi senden Beiträge von Zambezi suchen Nehmen Sie Zambezi in Ihre Freundesliste auf
Helmingur Helmingur ist weiblich
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Zambezi,
da steht immer was von Studien, aber es ist dazu nichts verlinkt. Schulter zucken

Da ist so viel Spekulation dabei, bei vielen Punkten kann man natürlich sagen, das kann sein. Muss es aber nicht.
Ich finde den Ansatz nicht uninteressant, aber ohne Quellenangaben ist das doch dürftig.

Und mal nebenbei: "früher gab es das nicht" ist eine ganz delikate Kiste - nur, weil was nicht beschrieben wurde, heißt das nicht, dass es das nicht gab.

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"Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang, der günstige Augenblick ist flüchtig, die Erfahrung ist trügerisch und das Urteil ist schwierig."
17.10.2015 19:28 Helmingur ist offline E-Mail an Helmingur senden Beiträge von Helmingur suchen Nehmen Sie Helmingur in Ihre Freundesliste auf
Zambezi Zambezi ist weiblich
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Zitat:
Original von Helmingur
Und mal nebenbei: "früher gab es das nicht" ist eine ganz delikate Kiste - nur, weil was nicht beschrieben wurde, heißt das nicht, dass es das nicht gab.


Ja, Helmingur, da hast Du natürlich völlig recht, darüber habe ich mir selber auch schon Gedanken gemacht, ob ich in der Rückschau evtl. einige Dinge nicht wahrgenommen habe. Es wäre ja möglich, dass diese Krankheiten vor 25 Jahren einfach nicht bekannt waren und deshalb auch in der Fachliteratur nicht auftauchten. Aber ich hätte es mitbekommen, wenn es damals Pferde gegeben hätte, die beispielsweise die Symptome von Cushing gezeigt hätten. Ich kannte damals genau 2 Ponys, die sehr zottelig aussahen und bei denen sich der Fellwechsel extrem lange hinzog, die waren aber 28 und 29 Jahre alt. Cushing wird heutzutage ja überwiegend bei weit jüngeren Pferden diagnostiziert. Hufrehe gab es damals natürlich schon bei den typischen "Kandidaten", also speckenfett, keine Bewegung und den ganzen Tag fette Weide, aber nicht derart gehäuft und auch keine unerklärlichen schweren Fälle, die zu völlig untypischen Zeiten auftauchen und absolut keine erkennbare Ursache haben. EMS, Diabetes und EORTH waren definitiv nicht bekannt, würde ich sagen. Ich hatte damals schon einen großen Bekanntenkreis und unter Pferdebesitzern spricht es sich schnell herum, wenn solche dramatischen und seltenen Krankheiten auftauchen. Ich finde diese geradezu explosionsartige Zunahme von chronischen Stoffwechselgeschichten jedenfalls sehr verdächtig und besorgniserregend.

Es ist auch denkbar, dass es einige Faktoren gibt, deren Zusammenwirken hier evtl. eine Rolle spielt, aber ich fand den Ansatz auch interessant und bedenkenswert. Ich hoffe, dass da in Zukunft noch weiterführende Forschung betrieben wird.
Bei dem Verlinkten Artikel handelt es sich natürlich um etwas Populärwissenschaftliches, daher sind keine Quellenangaben vorhanden. Ich denke auch, dass es zu dem Themenkomplex wohl noch nicht viele Studien geben dürfte, da müsste man sich mal dahinterklemmen und recherchieren. Solche Studien müssen aber ja auch immer finanziert werden, was häufig schwierig ist, wenn kein wirtschaftliches Interesse dahinter steht ... das dürfte in der Humanmedizin ja ähnlich sein Zunge raus

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(Nuno Oliveira)

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Zambezi: 17.10.2015 19:55.

17.10.2015 19:54 Zambezi ist offline E-Mail an Zambezi senden Beiträge von Zambezi suchen Nehmen Sie Zambezi in Ihre Freundesliste auf
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Alles gut Zambesi, ich finde das ja auch grundsätzlich interessant und berechtigt zu hinterfragen.
Mir ging es jetzt um eine teporäre Sache und langfristig kann ich dann vielleicht neue Denkanstöße geben, siehe Selendüngung. Das kannte ich als Pensionsnehmer noch nicht und gebe es mal an meine SB, bzw. ihren Mann weiter. Da wir ja immer mit dem Problem zu kämpfen haben mit den Böden hier, wäre das ja vielleicht mal eine Option.
Das hätte ich ohne die Diskussion hier aber gar nicht gewusst, von daher doch gut, dass es diskutiert wird.
17.10.2015 21:46 NuEpi ist offline E-Mail an NuEpi senden Homepage von NuEpi Beiträge von NuEpi suchen Nehmen Sie NuEpi in Ihre Freundesliste auf
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[quote]Original von Helmingur
Zambezi,
da steht immer was von Studien, aber es ist dazu nichts verlinkt. Schulter zucken

Zumindest den "Selenaufsatz" von Dr. Brosig gibt's im Internet zu finden:
http://www.pferdeglueck.de/selen.rtf

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17.10.2015 22:02 sigga ist offline E-Mail an sigga senden Homepage von sigga Beiträge von sigga suchen Nehmen Sie sigga in Ihre Freundesliste auf Fügen Sie sigga in Ihre Kontaktliste ein MSN Passport-Profil von sigga anzeigen
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Helmingur, diese Dissertation kennst du? Da findest du einiges an Quellen zum Thema Selen.
17.10.2015 22:44 Wisy ist offline E-Mail an Wisy senden Beiträge von Wisy suchen Nehmen Sie Wisy in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von Helmingur
Zitat:
Original von Skyggnir

Leider ist es auch so, dass all die künstlichen Zusatzstoffe die empfidliche Pferdeleber übermäßig beanspruchen. Sie müssen dort ja ab- und umgebaut werden. Das führt dann wieder zu den schon erwähnten Stoffwechselkrankheiten.


Ist das bewiesen...?

Muss man da viel beweisen? Wenn die Entgiftungsorgane überlastet werden, kann der Stoffwechsel doch gar nicht mehr richtig funktionieren. Da brauchts nur ein bisschen gesunden Menschenverstand.
Das paradoxe für mich ist immer, dass man von Zusatzmitteln in der menschlichen Ernährung schon sehr lange abrät - aber unseren Pferden sollen wir sowas zufüttern.

Zitat:
Diese Aussage liest man vor allem bei bestimmten Herstellern von "natürlichen" Zusatzfuttermitteln.

Was genau soll das mit den Anführungsstrichen?
Und klar wird einer, der Mineralfutter mit Zusatzstoffen herstellt, nichts über die Problematik sagen. Der würde sich ja ins eigne Knie schießen.

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18.10.2015 12:53 Skyggnir ist offline E-Mail an Skyggnir senden Beiträge von Skyggnir suchen Nehmen Sie Skyggnir in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von Skyggnir

Muss man da viel beweisen? Wenn die Entgiftungsorgane überlastet werden, kann der Stoffwechsel doch gar nicht mehr richtig funktionieren. Da brauchts nur ein bisschen gesunden Menschenverstand.


Und woran machst du fest, dass die "Entgiftungsorgane" überlastet sind?
Wieso belasten / überlasten "künstliche Zusatzstoffe" den Organismus? Wie?
Eine andere Verbindung nutzt vielleicht einen anderen Abbau-/Umbauweg, aber per se ist dann doch noch nichts überlastet...?
Und genau das ist doch der Stoffwechsel, wieso soll der nicht mehr funktionieren??

Wisy,
nee, kannte ich nicht. Führe ich mir mal zu Gemüte. fröhlich

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18.10.2015 13:15 Helmingur ist offline E-Mail an Helmingur senden Beiträge von Helmingur suchen Nehmen Sie Helmingur in Ihre Freundesliste auf
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Wenn ich es richtig interpretiere, ist es nicht unbedingt so zu verstehen, dass die Entgiftungsorgane, z.B. die Leber, "einfach nur" überlastet sind, sondern dass die Selengabe einen ganzen Rattenschwanz von Wechselwirkungen mit anderen Spurenelementen nach sich zieht, damit evtl. eine Kettenreaktion auslöst und außerdem den Hormonhaushalt durcheinanderbringt, indem es die Signalwege der Rezeptoren beeinflusst.
Ich kopiere die dementsprechende Textpassage mal hier rein:

Zitat: "Beim Menschen wurden in den letzten Jahren eine ganze Reihe von Untersuchungen gemacht, die einen klaren Zusammenhang zeigen zwischen der Aufnahme von Selen als Nahrungsergänzungsmittel, also über das physiologische Maß der Ernährung hinaus, und dem Auftreten von Diabetes Typ 2 (Insulinresistenz). In der alten veterinärmedizinischen Literatur wird immer wieder beschrieben, dass es Diabetes beim Pferd nicht gibt. Vor etwa 20 Jahren traten die ersten, vereinzelten Fälle von Insulinresistenz auf. Seit etwa zehn Jahren gehört Insulinresistenz, häufig im Zusammenhang mit Equinem Metabolischen Syndrom (EMS), zu einer der Standarddiagnosen. (...) Sehr häufig findet man mittlerweile jedoch auch Pferde, die normalgewichtig sind oder eher zu Ödembildung am Rumpf neigen, die nicht mit Fettansatz zu verwechseln sind. Dennoch zeigen sie eine deutliche Insulinresistenz, die oft erst mit der ersten Hufrehe oder ähnlich dramatischen Erkrankungen erkannt wird. In der Anamnese findet man auch hier in der Regel die großzügige Zufütterung von Selen, entweder über verschiedene Ergänzungsfuttermittel oder durch gezielte Fütterung von Selenpräparaten, oft genug nach Diagnose von Selenmangel im Blutbild. Diese Pferde weisen häufig immer noch einen Selenmangel im Blutbild auf, während das Selen im Gewebe eingelagert wurde und dort in den toxischen Bereich gekommen ist. Denn in den Zellen, vor allem in Muskel- und Leberzellen, greift Selen in den Signalweg zwischen dem Insulinrezeptor und der Aufnahme von Glucose aus dem Blut ein. Bei einer pathologischen Anreicherung von Selen im Leber- und Muskelgewebe wird dieses Signal gestört, sodass die Zellen nicht mehr ausreichend Zucker aus dem Blut aufnehmen – mit dem Ergebnis einer Insulinresistenz und allen daraus resultierenden Folgekrankheiten.

Betrachtet man die Funktion von Selen im Zusammenhang mit der Schilddrüse, so fallen auch hier schnell die möglichen Folgeprobleme einer Überdosierung auf. Die Schilddrüsenhormone werden in gebundener Form zu ihren Zielorten transportiert und erst dort aktiviert. Selen wird benötigt, um die Iodthyronin-Dejodase zu aktivieren, die wiederum das gebundene Schilddrüsenhormon freisetzt. Liegt im Gewebe jetzt zu viel Selen vor, kommt es zu einer übermäßigen Aktivierung von Schilddrüsenhormonen." (Zitat Ende)
Quelle: http://naturalhorse.de/selenmangel-eine-...rankheit-2.html

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18.10.2015 16:01 Zambezi ist offline E-Mail an Zambezi senden Beiträge von Zambezi suchen Nehmen Sie Zambezi in Ihre Freundesliste auf
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Zambezi,
ich hab jetzt mal ein bisschen nachgeforscht, was Se und Diabetes angeht.
Es gab wohl widersprüchliche Tierversuche, ob es nun pro oder contra Diabetes wirkt, beim Menschen gab es eine (!) Studie, auf die man sich da beruft (Stranges S, Marshall JR, Natarajan R et al. Effects of Long-Term Selenium Supplementation on the Incidence of Type 2 Diabetes. Annals of Internal Medicine 2007. 147:217-223), die für diese Fragestellung ursprünglich gar nicht vorgesehen war (eigentlich ging es da um Hautkrebsprävention).
Hier http://www.diabetes-heute.uni-duesseldor...tml?TextID=3381
werden auch ein paar Schwachpunkte der Studie angesprochen.

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18.10.2015 16:57 Helmingur ist offline E-Mail an Helmingur senden Beiträge von Helmingur suchen Nehmen Sie Helmingur in Ihre Freundesliste auf
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Hallo,
Ohne auf die Diskussion pro und kontra Se-Zufütterung eingehen zu wollen, möchte ich zu der initialen Frage anmerken, dass lt. meinem TA Zink und Se nicht gleichzeitig gefüttert werden sollten, sondern abwechselnd. Sie behindern sich sonst wohl gegenseitig.

Gruß Beate

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*** Ein gutes Pferd hat keine Farbe, ein richtig Gutes ist weiß oder smoky black (und hat seeehr lange Ohren) ***
*** Es gibt Besserwisser, die niemals begreifen, dass man Recht haben kann und trotzdem ein Idiot ist. ***
18.10.2015 17:15 Raio ist offline E-Mail an Raio senden Beiträge von Raio suchen Nehmen Sie Raio in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von Helmingur
Zambezi,
ich hab jetzt mal ein bisschen nachgeforscht, was Se und Diabetes angeht.
Es gab wohl widersprüchliche Tierversuche, ob es nun pro oder contra Diabetes wirkt, beim Menschen gab es eine (!) Studie, auf die man sich da beruft (Stranges S, Marshall JR, Natarajan R et al. Effects of Long-Term Selenium Supplementation on the Incidence of Type 2 Diabetes. Annals of Internal Medicine 2007. 147:217-223), die für diese Fragestellung ursprünglich gar nicht vorgesehen war (eigentlich ging es da um Hautkrebsprävention).
Hier http://www.diabetes-heute.uni-duesseldor...tml?TextID=3381
werden auch ein paar Schwachpunkte der Studie angesprochen.


Das würde ich jetzt überhaupt nicht so kritisch sehen. Wenn bei einer Studie zur Hautkrebsprävention herauskommt, dass Selen keine positiven Eigenschaften bei Hautkrebs hat, aber das Diabetesrisiko leicht erhöht ist, spricht das doch dafür, dass die positiven Eigenschaften einer Seleneinnahme einfach nicht existent sind.
(Zitat, Quelle s.o.) "Fazit:
In der bisher größten randomisierten Studie konnte ein präventiver Effekt von Selen weder für Hautkrebs noch für Typ II Diabetes nachgewiesen werden. Hinsichtlich Diabetes hat sich sogar das Gegenteil herausgestellt: Regelmäßige Seleneinnahme kann das Risiko für einen Typ 2 Diabetes erhöhen und kann daher nicht empfohlen werden." (Zitat Ende)

Wirklich interessant wäre es doch, mal die Studien genauer unter die Lupe zu nehmen, die einen angeblichen positiven Effekt von Selen belegen sollen. Wenn keine positiven Effekte nachweisbar ist bzw. nur kurzfristige Effekte, warum sollte man dann das Risiko eingehen, den Stoffwechsel und den Hormonstatus seines Pferdes langfristig durcheinanderzubringen und dafür auch noch eine Menge Geld auf den Tisch legen? Häufig ist der einzige positive Effekt von Zusatzmittelchen und auch von einigen Medikamenten nur der, die Umsatzzahlen des Herstellers in die Höhe zu treiben. Wenn man dann als Produzent noch dementsprechende Studien in Auftrag gibt und die Ärzteschaft vom eigenen Anliegen überzeugen kann, ist das die Lizenz zum Gelddrucken (Ich habe mal in einem Pharmakonzern gearbeitet und das sind genau die Mechanismen, nach denen dieser Markt funktioniert. Wenn objektiv gesehen kein Bedarf da ist, dann wird dieser Bedarf geschaffen *zwinker*).

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(Nuno Oliveira)
18.10.2015 18:04 Zambezi ist offline E-Mail an Zambezi senden Beiträge von Zambezi suchen Nehmen Sie Zambezi in Ihre Freundesliste auf
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Wie war das?
Traue keiner Statistik, die du nicht selber gefälscht hast...
Ich hab mir das ganze Ding noch nicht angeschaut.

Es ist auf jeden Fall sinnvoll zu schauen (immer!), wer die Studie durchgeführt hat und warum, da hast du absolut Recht.
Kritisch bleiben.

Daher gebe ich weiterhin zu bedenken:
Das war eine Studie an Menschen (zu einem anderen Ursprungsthema). Eine.
Steht da eigentlich irgendwo was zur Signifikanz des Ergebnisses?
Und man kann die auch nicht eins zu eins auf's Pferd übertragen.
Empfohlen ist beim erwachsenen Menschen eine Se-Dosis von 60-70 µg pro Tag.
In der Studie gab es 200 µg pro Tag (also eine etwa 3-fache Überdosierung).

Für Pferde habe ich einen Wert von etwa 2,5 µg pro kg Lebensmasse gefunden, also für ein 400 kg Pony 1 mg pro Tag.
Mineralfutter hat unterschiedliche Se-Gehalte (in unterschiedlichen Se-Verbindungen), von denen sicherlich nicht alles aufgenommen wird. Das Grundfutter (Heu, Gras) ist an sich selenarm.
Da kommt man doch nicht auf eine x-fache Überdosierung...?

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18.10.2015 18:33 Helmingur ist offline E-Mail an Helmingur senden Beiträge von Helmingur suchen Nehmen Sie Helmingur in Ihre Freundesliste auf
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Schon alleine die tägliche Gabe führt langfristig zur Überdosierung, weil man a) doch nie genau wissen kann, ob Selen jetzt wirklich grad gebraucht wird und b) in der natürlichen Ernährung kein Stoff jeden Tag in identischer Dosis zur Verfügung steht. Dass man jeden Tag x µg von Stoff a und y µg von Stoff b etc pp braucht ist doch eine rein theoretische Annahme. Es kommt doch viel mehr auf die Gesamtbilanz an und nur in Ausnahmefällen muss man irgendwas substituieren, evtl. weil wegen Krankheit oder sonstigen Ereignissen ein erhöhter Bedarf besteht.
Warum man aber kerngesunde Pferde (oder Menschen) täglich mit irgendwelchen Zusatzmittelchen beglücken soll- dafür gibt es doch gar keinen Grund.
Zumal auch die optimale Dosis auch dauernd von jemandem neu berechnet wird (denn einen echten Anhaltspunkt gibt es dafür ja gar nicht).
Sehr bezeichnend bei dieser ganzen Thematik zB auch die bis vor kurzem noch deutlich unterschiedlichen Grenzwerte von Labor zu Labor.
Letztendlich fungieren wir als Zusatzmittelcheneinwerfer einfach als willige Versuchskaninchen.

Zitat:
Und genau das ist doch der Stoffwechsel, wieso soll der nicht mehr funktionieren??

Willst Du jetzt tatsächlich in Frage stellen, dass Stoffwechsel entgleisen kann? zB geht es unserem Sommerekzemer Welten besser, seit er keinerlei dieser Zusatzmittelchen mehr bekommt. Vorher hat er offenbar auch massiv über die Haut entgiftet (was wohl so nicht vorgesehen sein dürfte), von seinem (nachgewiesen!) miserablen Leberwerten mal ganz abgesehen.
Kurioserweise waren damals an unserem Stall unsere Pferde so ziemlich die einzigen, die Mineralfutter bekamen- und sie waren zusammen mit zwei anderen Einstellerpferden, die ebenfalls eines der großartigen Zusatzfütterchen bekamen, die einzigen mit schlechten Leberwerten! Alles andere war identisch (Heu, Wiese, Wasser, Hafer). Nun fällt das sicherlich nicht unter Studie, aber sehr bemerkenswert fand ich das schon. Auch, dass sich seit Weglassen die Werte wieder normalisiert haben und auch jetzt noch im Normbereich sind.

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18.10.2015 20:55 Skyggnir ist offline E-Mail an Skyggnir senden Beiträge von Skyggnir suchen Nehmen Sie Skyggnir in Ihre Freundesliste auf
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Drücke ich mich so missverständlich aus?
Ich stelle infrage, ob ein bisschen Mineralfutter dazu führt, dass der gesamte Stoffwechsel entgleist... denke ich persönlich nämlich nicht.
Wie Lind schon ganz richtig geschrieben hat, es geht um die Dosis!

Und um Idealmengen und eine bestmögliche Versorgung - ein Organismus geht auch bei (jetzt mal angenommen, nicht ganz drastischen) Mangelzuständen nicht kaputt, dafür sind Tiere / Menschen viel zu anpassungsfähig.
Nur kann man dann nicht erwarten, dass Höchstleistungen oder eine einwandfreie Entwicklung möglich sind.

Meine Pferde haben bei Mineralfutter und Heu normale Leberwerte - im Sommer hingegen, wenn die zwei ganz artgerecht auf der Weide stehen, sind die Leberwerte des einenimmer angekratzt.
Es liegt nicht am Gras (bei dem anderen ist nichts), es liegt an ihm, der probiert einfach alles, was da wächst (der Dummbeutel).

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Aber wir reden doch hier nicht über ein bisschen Mineralfutter, oder? Hier geht es um hochdosierte Spezialpräparate, die vom Tierarzt empfohlen und vom Besitzer mit bestem Gewissen verabreicht werden, weil ein angeblicher Mangel vorliegt, der in Wirklichkeit überhaupt nicht existiert. Unter der Prämisse, dass der willkürlich festgesetzte untere Grenzwert so hoch angesetzt ist, dass schätzungsweise zwei Drittel der Pferde unter einem "Mangel" leiden, ist das grob fahrlässig. Wenn dann zusätzlich zu diesem hochdosierten Präparat auch noch ein mit Selen angereichertes Mineralfutter und ein mit Selen angereichertes Kraftfutter verfüttert werden, ist die Überdosierung fast unvermeidlich. Hinzu kommt noch, dass die Wechselwirkung mit all den anderen zugesetzten Substanzen gar nicht hinreichend erforscht ist.

Es mag Pferde geben, die an einem ganz extremen Selenmangel leiden und in diesen Fällen (die man höchstwahrscheinlich mit der Lupe suchen muss) mag eine zeitlich befristete Futterergänzung sinnvoll sein. Aber - und das ist doch der springende Punkt - in allen anderen Fällen ist die Verabreichung nicht nur absolut sinn- und nutzlos, sondern höchstwahrscheinlich sogar schädlich bis gefährlich.

Nochmal: Im vergangenen Jahrhundert wurde keinem Pferd Selen zugefüttert, nach heutigen Maßstäben hätte der Großteil dieser Pferde einen angeblichen "Selenmangel" gehabt. Die Pferde waren aber keineswegs alle krank, infektanfällig, wenig leistungsfähig und starben einen frühen Tod, ganz im Gegenteil ... noch vor 30 Jahren waren die Pferde im Schnitt gesünder, leistungsfähiger und langlebiger als heute, chronische Stoffwechselerkrankungen waren die absolute Ausnahme. Wenn Selen signifikante Verbesserungen bringen würde, müsste es ja genau umgekehrt sein.

Dieses Zitat trifft es ganz gut: "Einig sind sich die meisten Wissenschaftler, dass die Einnahme von Selenpräparaten zwar bei einem nachgewiesenen Mangel sinnvoll ist, ansonsten aber eher schaden kann. Insbesondere in Kombination mit anderen Antioxi­danzien sind unter Umständen auch unerwartete Wechselwirkungen möglich." (Zitat Ende, Quelle: http://ptaforum.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=6385 )
Wieso sollte man wissentlich etwas füttern, was nicht nur nicht sinnvoll ist, sondern höchstwahrscheinlich eher schadet? Ein echter Mangel liegt vielleicht nur bei 0,5% unserer Wohlstandspferde vor und deshalb füttern wir zig Pferde präventiv krank, bei denen gar kein echter Mangel vorliegt und die völlig gesund sind, nur weil irgendein Blutwert minimal unter irgendeiner völlig willkürlich festgesetzten Grenze liegt? Das ist grotesk.

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Zitat:
Original von Helmingur

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Wenn Du jeden Tag eine Schmerztablette einwirfst, bist Du irgendwann abhängig.
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