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Futterzusatz Zink und Selen |
sigga

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| Zitat: |
Original von Skyggnir
| Zitat: |
| Diese Aussage liest man vor allem bei bestimmten Herstellern von "natürlichen" Zusatzfuttermitteln. |
Was genau soll das mit den Anführungsstrichen?
Und klar wird einer, der Mineralfutter mit Zusatzstoffen herstellt, nichts über die Problematik sagen. Der würde sich ja ins eigne Knie schießen. |
Die Anführungszeichen deshalb, weil für mich natürlich z.B. nicht heißt, Bierhefe zu verwenden oder Zucker zuzusetzen.
Wenn man bedenkt, dass Pferde auch Erde fressen, dann ist die Argumentation, hier nur Kräuter oder dgl. als einzig natürliche Quelle zu sehen, wie es auch manche tun, für mich etwas fragwürdig. Und diese Diskussion über künstlich/natürlich treibt ja auch lustige Spitzen aus, wo dann automatisch alles anorganische als künstlich und alles organische als natürlich angesehen wird (für die, die mit den Begriffen nicht allzu viel anfangen können, es bezeichnet in der Chemie nur die Ab- oder Anwesenheit von Kohlenstoff).
Ansonsten stimme ich Deinen Ausführungen zum Thema Selen durchaus zu, nur das mit natürlich künstlich ist für mich so ein Thema, das aus meiner Sicht etwas falsch dargelegt wird. Wie bereits gesagt, alles an zu viel (oder falsch) ist für den Stoffwechsel ein Problem und da macht es - um beim Thema Selen zu bleiben - auch keinen Unterschied, ob das Mineral als anorganische Verbindung, als Selenhefe (dient nur dazu, es organisch zu binden) oder als im Heu durch Düngung angereichertes Selen zu viel ist.
__________________ Sigga, Björk und Lilja
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19.10.2015 08:45 |
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Skyggnir

Pegasus


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| Zitat: |
Original von sigga
Wenn man bedenkt, dass Pferde auch Erde fressen, dann ist die Argumentation, hier nur Kräuter oder dgl. als einzig natürliche Quelle zu sehen, wie es auch manche tun, für mich etwas fragwürdig. Und diese Diskussion über künstlich/natürlich treibt ja auch lustige Spitzen aus, wo dann automatisch alles anorganische als künstlich und alles organische als natürlich angesehen wird (für die, die mit den Begriffen nicht allzu viel anfangen können, es bezeichnet in der Chemie nur die Ab- oder Anwesenheit von Kohlenstoff).
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Das hat hier doch aber niemand getan?
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| und da macht es - um beim Thema Selen zu bleiben - auch keinen Unterschied, ob das Mineral als anorganische Verbindung, als Selenhefe (dient nur dazu, es organisch zu binden) oder als im Heu durch Düngung angereichertes Selen zu viel ist. |
In diesem Fall dürfte das tatsächlich keinen Unterschied machen, da es sich in beiden Fällen um chemisch hergestelltes Selen handeln dürfte. Ich muss allerdings zugeben, dass ich keine Ahnung habe, wie ein chemisches erzeugtes Düngemittel nach dem Umbau über die Pflanze zu sehen ist.
Ansonsten sehe ich schon einen Unterschied zwischen Zusatzstoffen aus der Retorte und Mineralien&Co. aus natürlichen Quellen.
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19.10.2015 09:15 |
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Helmingur

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Also das mit Schmerztabletten finde ich einen ziemlich hinkenden Vergleich.
(Und je nach dem, was es ist, wird man auch nicht abhängig...
Und was hat das überhaupt damit zu tun...?
)
Arsen ist ein Spurenelement und in sehr geringen Mengen notwendig. (zudem lässt sich die Toleranz des Organismus steigern, durch jeden Tag ein bisschen
)
Womit wir wieder bei der Dosis wären...
Zambezi,
also ich war bei Mineralfutter.
Hochdosierte Spezialpräparate sind für mich nur kurweise akzeptabel, und auch nur, wenn es eine klinische Symptomatik zum Blutwert gibt.
Ob die Pferde in den letzten 30 Jahren durchschnittlich gesünder, langliebiger, leistungsfähiger waren, das kann ich nicht beurteilen, dafür bin ich nicht alt genug.
Ich kann nur sagen, ich kenne Pferde, die mit einem Leben lang Mineralfutter gut in ihre 30ger gekommen und nicht krank gewesen sind.
Und ich kenne Pferde, die haben sicherlich nie Mineralfutter gesehen und haben Cushing oder EMS (das mit dem einen Cushing-Pferd ist schon so lange her, dass man das damals gar nicht wusste. Er war eben lockig und hat mehr geschwitzt. Da hat auch keiner groß dran rumgeforscht, das war eben einfach so.)
Aber ist es nicht genauso absurd zu sagen, seit wir Mineralfutter zugeben, haben Pferde plötzlich Probleme mit dem Metabolismus?
Alles andere hat sich ja nicht verändert - nee, eben nicht.
Was ist mit den Weiden, dem Heu? Der Haltung, der Nutzung?
Was ist mit dem medizinischen Fortschritt?
Welche Pferderassen hat man vor allem früher gehalten, welche jetzt?
Was ist mit dem Genpool, wird sowas bei der Zucht beachtet?
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"Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang, der günstige Augenblick ist flüchtig, die Erfahrung ist trügerisch und das Urteil ist schwierig."
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19.10.2015 09:41 |
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Baron

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meine TÄ hat mir damals Zink u Selen von Orthosal empfohlen.
http://www.navalis-vet.de/navalis-praeparate/orthosalr.html
Beides wird gut gefressen. Aber man sollte es nicht gleichzeitig füttern sondern lieber eine Woche das eine und die nächste Woche das andere weil es sich ansonsten gegenseitig "blockiert".
__________________
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19.10.2015 10:27 |
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Skyggnir

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| Zitat: |
Original von Helmingur
Also das mit Schmerztabletten finde ich einen ziemlich hinkenden Vergleich.
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Es ging doch nur darum zu zeigen, dass auch eine tägliche kleine Dosis zu einem Problem führen kann. Ist das denn wirklich so schwer zu verstehen?
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19.10.2015 10:29 |
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sigga

Reitpferd

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| Zitat: |
Original von Skyggnir
| Zitat: |
Original von sigga
Wenn man bedenkt, dass Pferde auch Erde fressen, dann ist die Argumentation, hier nur Kräuter oder dgl. als einzig natürliche Quelle zu sehen, wie es auch manche tun, für mich etwas fragwürdig. Und diese Diskussion über künstlich/natürlich treibt ja auch lustige Spitzen aus, wo dann automatisch alles anorganische als künstlich und alles organische als natürlich angesehen wird (für die, die mit den Begriffen nicht allzu viel anfangen können, es bezeichnet in der Chemie nur die Ab- oder Anwesenheit von Kohlenstoff).
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Das hat hier doch aber niemand getan?
Nein, das war auch ein ganz grundsätzliche Erklärung auf die Frage nach den Anführungszeichen.
| Zitat: |
| und da macht es - um beim Thema Selen zu bleiben - auch keinen Unterschied, ob das Mineral als anorganische Verbindung, als Selenhefe (dient nur dazu, es organisch zu binden) oder als im Heu durch Düngung angereichertes Selen zu viel ist. |
In diesem Fall dürfte das tatsächlich keinen Unterschied machen, da es sich in beiden Fällen um chemisch hergestelltes Selen handeln dürfte. Ich muss allerdings zugeben, dass ich keine Ahnung habe, wie ein chemisches erzeugtes Düngemittel nach dem Umbau über die Pflanze zu sehen ist.
Ansonsten sehe ich schon einen Unterschied zwischen Zusatzstoffen aus der Retorte und Mineralien&Co. aus natürlichen Quellen. |
Ich stelle dann mal die Gegenfrage, wie stellt man Selen Deiner Meinung nach natürlich bzw. chemisch her?
Bzw. ganz allgemein gefragt, was verstehst Du unter natürlich oder chemisch hergestellten Mineralstoffen? Man sollte hier nicht vergessen, dass anorganische Verbindungen hier schon ein bisschen anders zu sehen sind als z.B. Vitamine, Aromen und Farbstoffe.
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von sigga: 19.10.2015 10:48.
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19.10.2015 10:43 |
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Helmingur

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Skyggnir,
das ging tatsächlich an mir vorbei.
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19.10.2015 10:47 |
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Lind

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Ich wollte eugentlich nichts mehr dazu schreiben, nur ganz kurz. Ich hab mit fünf! von einander unabhängigen TAs bezügl. Selen gesprochen. Zwei arbeiten in Kliniken, zwei halten selbst Islandpferde. Alle haben zu einer Selenkur geraten. Bei einer Stute hatten wir dahingehend Symptome, dass sie schnell aus der Puste war und auch im Ruhezustand etwas mehr schnaufte. Lunge, Herz ect. wurde gecheckt. Mit der Selenkur ist das verschwunden und allen sechs Pferden merkt man an, dass sie wieder lockerer und kraftvoller sind. Das ist für mich ein Zeichen, dass sie das Selen brauchten. Grad das mit der fehlenden Kraft! Das kam schleichend und hab ich gar nicht bewußt wargenommen. Lind hat über Wochen freilaufend ihren tollen Trab nicht mehr gezeigt, Tryggur ist nicht mehr im Rennpass über die Weide gepest. Krank erschienen sie aber nicht. Ich dachte mir nichts dabei oder habs aufs Alter geschoben. Jetzt haben sie diese Energie wieder und ich führe es mal aufs Selen zurück.
Und mal ehrlich - wenns fünf TAs sagen, dann glaub ich dem eher als vielen Amateurmeinungen.
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19.10.2015 10:50 |
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sigga

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Es muss sowieso jeder für sich und sein Haustier (und auch für sich selbst und seine Familie) entscheiden, wem oder was er Glauben schenkt und wie er gewisse Dinge handhabt.
Man sollte sich aber bezüglich (Tier)Ärzten auch bewusst sein, dass das, was sie im Normalfall raten, die sogenannte "gängige Praxis" bzw. "gängige Lehrmeinung" ist und das ist es auch, was Versicherungen im Normalfall decken, wenn etwas passiert. Fragt man Tierärzte über so manche Dinge wie Boxenruhe, Impfungen oder auch die Anwendung von manchen Medikamentn quasi off record, dann sind die Aussagen oftmals anders, als die dem Tierbesitzer in einer konkreten Situation gegenüber. Diesbezüglich sollte man auch mal einen Tierarzt fragen, wie viel Wissen er sich zu gewissen Themen nach dem Studium noch angeeignet hat, denn aufgrund des sehr großen Umfangs kommen einzelne Themen doch manchmal zu kurz.
Und so gibt es eben auch Tierärzte, die von einer Selenzufütterung außer, wenn wirklich ein aktuer starker Mangel vorliegt, abraten und auf die Probleme mit der Langzeitüberversorgung hinweisen. Und ja, ich kenne solche auch persönlich. Im Übrigen finde ich ja hier wirklich sehr spannend, wie unterschiedlich die Grenzwerte bei den Labors bezüglich Selen nach wie vor sind (selbst gesehen und nicht aus der Literatur entnommen), da fragt man sich dann irgendwo schon, was ist dann jetzt wirklich ein Mangel...
Ich möchte noch mal betonen, ich möchte lediglich dazu auffordern, Dinge kritisch zu hinterfragen, egal wer sie gesagt hat.
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von sigga: 19.10.2015 12:36.
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19.10.2015 11:25 |
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Zambezi

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In dem Stall, in dem ich letztes Jahr war, waren drei (!) Tierärzte nicht in der Lage, Hufrehe und EMS bei einem Pferd zu diagnostizieren ... für mich als Laie war es relativ offensichtlich, was das Pferd hat (es hatte deutlich sichtbare Fettpolster an den verdächtigen Stellen, wie man so was ignorieren kann, ist mir schleierhaft).
Dass Pferde von Zeit zu Zeit mal etwas schlapp sind, ist nicht ungewöhnlich und kann alle möglichen Ursachen haben, die sich vielleicht nach ein paar Wochen von selbst erledigt hätten. Und selbst wenn eine kurzfristige Verbesserung da ist, würde ich nicht riskieren, den Stoffwechsel meines Pferdes durch eine Selen-Kur langfristig zu schädigen. Lind, hatte nicht auch eins Deiner Ponys letzten Winter eine Hufrehe ohne erkennbare Ursache? (Sorry, ich kann mir so was immer nicht merken) Wenn sich sonst an Deiner Fütterung und an den Haltungsbedingungen nichts geändert hat außer dem Zufüttern von Selen, fände ich den Zusammenhang jetzt nicht so weit hergeholt.
Ich kenne einen Isi, der letzten Winter Zink und Selen zugefüttert bekommen hat, es sah dann tatsächlich besser aus und tat sich mit dem Fellwechsel nicht mehr so schwer wie im Jahr vorher, dafür hat er diesen Sommer Ekzem bekommen
. Alles Zufall? Hmmm ...
__________________ Wer auf dem Pferd arbeitet, hat dort nichts zu suchen.
(Nuno Oliveira)
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Zambezi: 19.10.2015 12:18.
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19.10.2015 12:17 |
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Helmingur

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| Zitat: |
Original von sigga
Ich möchte noch mal betonen, ich möchte lediglich dazu auffordern, Dinge kritisch zu hinterfragen, egal wer sie gesagt hat. |
Dito!!!
Ich hab auch schon von Tierärzten hanebüchene Aussagen gehört, es gibt da, wie überall, sehr kompetente Menschen und welche, bei denen man sich fragt, ob sie wirklich studiert und dabei irgendwas gelernt haben...
Zambezi, merkst du was?
Wenn bei dir die TAs heutzutage nicht in der Lage sind, EMS / Hufrehe zu erkennen, wie war das vor 30 Jahren...?
Gab es das nicht, oder wurde es nur nicht diagnostiziert...?
Ich weiß es, wie gesagt, nicht.
Schlapp sein kann demnach alle möglichen Ursachen haben - das Ekzem, dass das Pferd jetzt hat, das wurde durch eine Zink / Selen-Kur angefüttert...?
Also ich weiß ja nicht.
Natürlich kann das sein - ich halte das für unwahrscheinlich.
Edit: Vergessen, dass ich mich sehr über diese rege, ordentliche Diskussion freue.
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Helmingur: 19.10.2015 13:23.
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19.10.2015 13:15 |
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Skyggnir

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| Zitat: |
Original von sigga
Ich stelle dann mal die Gegenfrage, wie stellt man Selen Deiner Meinung nach natürlich bzw. chemisch her?
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Keine Ahnung- muss ich das wissen?
Mir reicht eigentlich das Endprodukt und der Blick auf die Inhaltsangabe. Sobald "Zusatzstoffe" aufgeführt sind, ist es raus.
Mit organisch/anorganisch hat das natürlich gar nichts zu tun.
@Lind
Ich musste auch an Deine unerklärlichen Hufrehefälle denken.
Es mag durchaus sein, dass Deine Pferde tatsächlich mal eine Kur gebraucht haben. Nur ob sie das nun jedes Jahr brauchen?
Und was die fünf Tierärzte betrifft: Das finde ich jetzt auch nicht so erstaunlich. Vor etlichen Jahren hätte Dir auch noch jeder befragte TA gesagt, dass man bedenkenlos Resequin impfen kann oder dass Phenylbutazon (für Ponys) unkritisich ist. Es gibt ja nun mal erstmal eine Lehrmeinung. Manche (T)A weichen im Laufe ihres Praxislebens davon ab, andere nicht.
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19.10.2015 13:36 |
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Lind

Pegasus


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@ Skyggnir,
die Hufrehe hat damit nichts zutun. Tatsächlich ist uns der Selenmangel im Januar 2014 erst aufgefallen, als wegen eines Reheschubs ein Blutbild gemacht wurde. Ich hab auch nie geschrieben, dass wir jedes Jahr eine Selenkur machen. Wir haben im Januar 2014 eine Selenkur gemacht, weil ein Selenmangel im Blut nachgewiesen wurde. Auf auf Hufrehe hatte das wohl keinen Einfluss. Sie ist einfach abgeheilt - trotz Selengabe.
Vor ein paar Wochen hab ich Lind durchchecken lassen, weil sie eben so schnell ins Schnaufen kam. Da wurde der Selenmangel festgestellt und die Selengabe hat ihr gut getan.
Erneut Selen bekommen sie dann, wenn sies wieder brauchen.
Ich bin eigentlich schon immer sehr kritisch und glaube auch Tierärzten nicht alles. Über das Selen hab ich mit Tierärzten mit ganz unterschiedlicher Erfahrungzeit gesprochen. Der eine geht bald in Rente, der andere leitet seit 25 Jahren eine Pferdeklinik, eine TÄ ist etwa so alt wie ich und anderen beiden sind noch recht jung und grad fertig geworden. Breites Spektrum. Ich denke, da kann man dann schon auch mal was glauben und muss nicht immer alles anzweifeln. Wenn ich keinem TÄ traue, und grad der TA aus der Klinik ist wirklich toll und zu dem würde ich immer wieder gehen, weil er uns schon sehr oft geholfen hat, dann müsste ich die Pferde ja immer selbst behandeln. Aber, wenn ich den Rat eines Tierarztes suche, dann möchte ich ja, dass er mir sagt, was ich tun soll. Von daher muss man sich halt auch überlegen, welchen TA man überhaupt zu Rate ziehen will. Und das mache ich ganz sicher!
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19.10.2015 14:05 |
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Waldpferd

Reitpferd

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Ich werf auch nochmal eine Beobachtung ein, die mich zum grübeln gebracht hat. Ich habe von drei Laboren den Referenzwert von Selen verglichen: alle hatten einen anderen Wert, teilweise hat sich der Wert noch nicht mal überschnitten.
Das Problem ist halt auch, das die meisten Bedarfszahlen an Rindern und Schweinen festgestellt worden sind, die kann man halt nicht einfach auf das Pferd übertragen.
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19.10.2015 14:09 |
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Zambezi

Pegasus


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| Zitat: |
Original von Helmingur
Zambezi, merkst du was?
Wenn bei dir die TAs heutzutage nicht in der Lage sind, EMS / Hufrehe zu erkennen, wie war das vor 30 Jahren...?
Gab es das nicht, oder wurde es nur nicht diagnostiziert...?
Ich weiß es, wie gesagt, nicht.
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Haha ... berechtigter Einwand. Ich bin ja normalerweise nicht die Erste, die schreit, dass "früher alles besser" war. Und ich habe auch nicht die große Erfahrung mit Tierärzten, weil ich so selten welche brauche. Aber im Großen und Ganzen habe ich schon den Eindruck, dass die Tierärzte früher etwas besser ausgebildet waren als heute. Es wäre mir auch aufgefallen, wenn Ponys reihenweise "auf dem Zahnfleisch" dahergekrochen wären. Bis auf einige überdeutliche Rehekandidaten, bei denen die Ursachen klar ersichtlich waren, kann ich mich daran aber nicht entsinnen. Bei Cushing halte ich es schon eher für möglich, dass es das damals schon gab, aber nicht in der Häufigkeit wie heute, sonst hätte man wohl schneller einen Namen dafür gefunden. In den 90er-Jahren ist mir beispielsweise auch sehr wohl aufgefallen, dass bei PPs überdurchschnittlich häufig Probleme mit dem Fesselträger auftraten, obwohl die Bezeichnung DSLD erst viel später aufkam. Und bei der DSLD-Diagnose tun sich die Tierärzte heute noch schwer.
| Zitat: |
Original von Helmingur
Schlapp sein kann demnach alle möglichen Ursachen haben - das Ekzem, dass das Pferd jetzt hat, das wurde durch eine Zink / Selen-Kur angefüttert...?
Also ich weiß ja nicht.
Natürlich kann das sein - ich halte das für unwahrscheinlich.
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Ich weiß es doch genauso wenig ... ich finde es aber zumindest seltsam. Und obwohl das kein schlagendes Argument ist: Ich habe in letzter Zeit von einigen solcher seltsamen "Zufälle" gehört und ich habe kein gutes Gefühl dabei.
| Zitat: |
Original von Helmingur
Edit: Vergessen, dass ich mich sehr über diese rege, ordentliche Diskussion freue.
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Ich auch
Schöne, sachliche Diskussion ... und wenn sie nur den einen oder anderen zum Nachdenken und Hinterfragen anregt, ist schon etwas gewonnen. Keiner von uns füttert unüberlegt einfach irgendwas ins Pony rein, aber der "Stand der Wissenschaft" ändert sich ja alle naselang. Vielleicht bin ich da auch etwas altmodisch, aber ich denke, wenn etwas früher völlig unnötig war, dann kann es heute nicht plötzlich essenziell wichtig sein.
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(Nuno Oliveira)
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19.10.2015 14:14 |
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Wisy

Einhorn
 

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Referenzbereiche geben nur einen Anhaltspunkt. Da Referenzbereiche u.a. von den angewendeten Analysemethoden abhängen, ist im Zweifelsfall immer der vom untersuchenden Labor angegebene Referenzbereich relevant.
D.h., 3 verschiedene Labore = eventuell 3 verschiedene Analysemethoden = 3 verschiedene Referenzbereiche.
Der jeweils gemessene Wert wird ja nach den in diesem Labor mit diesen Methoden ermittelten Werten verglichen.
Man darf die einzelnen Referenzwerte nicht als absolute Werte ansehen und mit den in anderen Laboren gemessenen Werten vergleichen, das kann falsche positive oder negative Ergebnisse ergeben!
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19.10.2015 15:33 |
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sigga

Reitpferd

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| Zitat: |
Original von Wisy
Referenzbereiche geben nur einen Anhaltspunkt. Da Referenzbereiche u.a. von den angewendeten Analysemethoden abhängen, ist im Zweifelsfall immer der vom untersuchenden Labor angegebene Referenzbereich relevant.
D.h., 3 verschiedene Labore = eventuell 3 verschiedene Analysemethoden = 3 verschiedene Referenzbereiche.
Der jeweils gemessene Wert wird ja nach den in diesem Labor mit diesen Methoden ermittelten Werten verglichen.
Man darf die einzelnen Referenzwerte nicht als absolute Werte ansehen und mit den in anderen Laboren gemessenen Werten vergleichen, das kann falsche positive oder negative Ergebnisse ergeben! |
Unterschiedliche Methoden haben nur dann aufgrund der Methode unterschiedliche Referenzwerte, wenn die Einheiten, in dem das Ergebnis angegeben ist, sich unterscheiden. Man muss hier auch Nachweisgrenzen und Referenzwerte unterscheiden. Die Referenzwerte ergeben sich per se nicht aus der Methode, es unterscheidet sich nur die Angabe je nach Methode.
Ich hab mir die folgenden Werte mal ohne Hinweis auf das exakte Labor aus einem Artikel rausgeholt, es geht auch nur ums Prinzip, hier ergeben sich die Unterschiede nicht aus unterschiedlicher Methodik, sondern auf unterschiedliche Literaturquellen oder woher man die Werte sonst bezieht. Und diese Bereich habe ich auch auf diversen Laborbefunden so gesehen.
Angaben in µg / Liter
Labor / Selen : A 28 - 133
Labor / Selen : B 50 - 150
Labor / Selen : C 140 - 250
Labor / Selen : D 80 - 150
Labor / Selen : E 60 - 300
Spannend finde ich auch die Verweise in manchen Laborbefunden (aus denen meiner Meinung nach auch irgendwie hervorgeht, dass es sich sehr wohl um tatsächlich unterschiedliche Referenzbereich handelt):
"Selenwerte sind bei Pferden stark alters- rasse- und fütterungsabhängig. Einige Autoren geben Werte von 70-200µg für adulte Pferde und 50-90 µg für Fohlen an"
"Anmerkung Selen (neu):
< 70 marginal
100 - 200 physiologisch
> 300 hoch"
"Die Referenzbereiche für Fohlen (50-90¼g/l) und Islandpferde liegen zum Teil deutlich tiefer."
Bei Mangan fehlen die Referenzwerte oftmals ganz oder es steht in Klammer daneben (vorläufig)
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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von sigga: 19.10.2015 17:03.
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19.10.2015 17:01 |
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Wisy

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Sigga, Chemie war nie meine Stärke und Umrechnungen in verschiedene Einheiten schon gar nicht
.
Ich war soeben erstaunt, in dieser Bakkalaureatsarbeit von 2009 zu finden, dass bereits viele Forscher in früheren Jahren über Selengehalte bei Pferden geforscht haben (Shello 1985, Podoll 1992, Martz 1977). Ich hatte immer gedacht, das wäre frühestens Anfang des neuen Jahrtausends geschehen. Spanendes Thema
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19.10.2015 17:40 |
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Waldpferd

Reitpferd

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Original von sigga
Unterschiedliche Methoden haben nur dann aufgrund der Methode unterschiedliche Referenzwerte, wenn die Einheiten, in dem das Ergebnis angegeben ist, sich unterscheiden. Man muss hier auch Nachweisgrenzen und Referenzwerte unterscheiden. Die Referenzwerte ergeben sich per se nicht aus der Methode, es unterscheidet sich nur die Angabe je nach Methode.
Ich hab mir die folgenden Werte mal ohne Hinweis auf das exakte Labor aus einem Artikel rausgeholt, es geht auch nur ums Prinzip, hier ergeben sich die Unterschiede nicht aus unterschiedlicher Methodik, sondern auf unterschiedliche Literaturquellen oder woher man die Werte sonst bezieht. Und diese Bereich habe ich auch auf diversen Laborbefunden so gesehen.
Angaben in µg / Liter
Labor / Selen : A 28 - 133
Labor / Selen : B 50 - 150
Labor / Selen : C 140 - 250
Labor / Selen : D 80 - 150
Labor / Selen : E 60 - 300
Spannend finde ich auch die Verweise in manchen Laborbefunden (aus denen meiner Meinung nach auch irgendwie hervorgeht, dass es sich sehr wohl um tatsächlich unterschiedliche Referenzbereich handelt):
"Selenwerte sind bei Pferden stark alters- rasse- und fütterungsabhängig. Einige Autoren geben Werte von 70-200µg für adulte Pferde und 50-90 µg für Fohlen an"
"Anmerkung Selen (neu):
< 70 marginal
100 - 200 physiologisch
> 300 hoch"
"Die Referenzbereiche für Fohlen (50-90¼g/l) und Islandpferde liegen zum Teil deutlich tiefer."
Bei Mangan fehlen die Referenzwerte oftmals ganz oder es steht in Klammer daneben (vorläufig) |
Danke, das ist genau das was ich meinte
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19.10.2015 18:23 |
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