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"Du reitest keinen Vierjährigen" |
Atli

Einhorn
 

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Herkunft: Nettersheim-Bouderat
h/Eifel
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Themenstarter
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Abartig
einfach abartig
Viele Grüße aus der Eifel
Astrid
__________________ www.Gestuet-Felsenhof.net
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04.12.2013 20:18 |
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Eine Bekannte hatte eine QH, das mit 3 - kurz nach dem Kauf - vollkommen durch war. Will gar nicht wissen, wann und in welcher Intensität die da Vorbesitzer angefangen hatten
Mein Kleiner ist jetzt 4,5 und ich bilde ihn mit Hilfe meiner Trainerin seit Mai selbst aus, wobei wir bisher "nur" Bodenarbeit, Clickertraining, Spaziergänge und Handpferdereiten gemacht haben. Beim Clickertraining hat er von sich aus das Parken an eine Aufstiegshilfe angeboten, was ich dann zum Draufsitzen weiter ausgebaut habe, aber mehr können wir "reiterlich" noch nicht
Dadurch, dass er quasi selbst entscheiden kann, ob er jetzt zur Aufstiegshilfe kommt oder nicht, glaube ich auch nicht, dass er damit überfordert ist - da verlasse ich mich einfach auf mein Bauchgefühl. Aber er ist generell auch ein entspanntes Kerlchen
Bin nur immer wieder erstaunt, wie weit gleichaltrige Pferde scheinbar schon sind, obwohl sie später "gestartet" wurden... Gibt es tatsächlich schon 2010er die geritten sind?! Finde ich auch gar nicht gut
Meiner hatte ja schon reichlich mit seinem Gleichgewicht zu tun die ersten Male, obwohl er relativ breit aufgestellt ist...
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04.12.2013 22:40 |
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Sletta

Reitpferd

Dabei seit: 23.10.2013
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Mit meiner 2010er Stute ist quasi noch absolut nichts passiert. September und Oktober waren wir 6x für je ca. 5min von der Herde weg ausser Sichtweite im Gelände. Nur damit alle verstehen "es passiert nichts für die Zurückgebliebenen und für diejenige die alleine weg geht" Sonst ist Bjalla einfach nur Jungpferd in ihrer Herde. Nebenbei clickern wir ein bisschen (im Durchschnitt 2x/Woche für je 5min) Blödsinn und auch sinnvolle Dinge
Ab März geht es dann langsam los mit größeren Spaziergängen, Longieren, Schrecktraining, Bodenarbeit usw. Vor 2015 werde ich mich auf jeden Fall nicht auf sie setzen wollen!
__________________ ~ Das Leben ist zu kurz um Schritt zu reiten! ~
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04.12.2013 23:00 |
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Velvakandi

Einhorn
 

Dabei seit: 07.10.2007
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Oh ich erinnere mich an eine laaaange Diskussion die ich vor Jahren mal mit Mr. Ober-Foxtrotter in Europa geführt habe. Der war ganz stolz auf die Videos mit den angerittenen ein- und zweijährigen. Ohne Worte.
__________________ Gangpferdedistanzler
Paso Fino Mina de Oro 492 km in der Wertung
Isländer Velvakandi frá Árbakka 40 km in der Wertung
All that is gold does not glitter,
Not all those who wander are lost.
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05.12.2013 00:39 |
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stechmuecke

Reitpferd

Dabei seit: 25.03.2013
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Die Quarter sehen halt (leider) auch schon ziemlich jung recht nach Pferd aus. Vor ca. einem Jahr gab es doch auch so ein Video, in dem sie gezeigt haben, wie sie einen jungen Quarter anreiten. Der war glaube ich noch jünger. Sicher bin ich mir aber nicht mehr. Aber letztendlich auch egal, weil sowas doch einfach nicht geht!
Wieviel ich mit einem jungen Pferd vom Boden aus schon machen kann, ist glaube ich echt eine Glaubensfrage. Wenn ich hier so lese, dass viele von euch Spazieren gehen schon als "Training" ansehen und erst machen, wenn das Pferd schon älter ist, weil es vorher ja überfordert werden könnte, dann frage ich mich ja schon, ob ich mit meiner vor vielen vielen Jahren nach dieser Ansicht alles falsch gemacht habe. Jedoch kann ich sagen, dass ich bis heute nicht das Gefühl habe, dass ich mein Pferd überfordere/jemals überfordert habe oder dass es ein gebrochenes Pferd wäre. Ich habe von Anfang an was mit ihr gemacht, immer mit der Mutterstute zusammen. Handpferdereiten, Bodenarbeit grob nach Parelli, Faltterbandtor, Wippe, Hänger und natürlich Putzen, angebunden stehen, Hufegeben. Das konnte sie alles, bovor sie abgesetzt wurde. Auch spazieren war ich dann mit ihr schon kurz vor dem Absetzen, da glaube ich aber noch nicht ganz allein. Und die nächsten Jahr bis zum Einreiten (mit 4 J) bin ich seeeehr viele Stunden mit ihr spazieren gewesen. Ich denke auch nicht, dass Spazieren gehen anstrengend ist, ein Pferd in freier Wildbahn läuft doch auch 24 St mit der Herde durch die Gegend
Und was ist das Ergebnis? Wenn es heute Pferd oder mir nicht so gut geht, dann wird ins Gelände getuckelt, weil das Entspannung ist
(ich habe mit ihr als Jungpferd nicht täglich was gemacht, weil ich auch unter der Woche weg war. Aber wenn Semesterferien waren, dann war das schon auch täglich)
Bodenarbeit sollte man sicher in jungen Jahren nicht so ausreizen, weil der Körper noch nicht so weit ist. Und auch die Konzentration spielt eine Rolle, keine Frage. aber selbst wenn ich fast täglich was für ein paar Minuten mache und das Pferd dann wieder für über 23 St in der Herde steht, glaube ich kaum, dass ich es zwangsläufig überfordere.
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05.12.2013 09:34 |
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Velvakandi

Einhorn
 

Dabei seit: 07.10.2007
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| Zitat: |
Original von stechmuecke
Ich denke auch nicht, dass Spazieren gehen anstrengend ist, ein Pferd in freier Wildbahn läuft doch auch 24 St mit der Herde durch die Gegend? |
Körperlich ist spazieren gehen für ein normales Jungpferd keine Herausforderung. Aber vom Kopf her eben schon. Beim Spazieren gehen trennt man ein junges Pferd von der Herde und bringt es in eine ihm nicht vertraute Umgebung. Da gibts viel zu gucken und auch für das neugierigste Jungpferd wird das anstrengend. Dazu kommt, dass man selten nur mal eben 10 min um den Block spaziert, die Aufmerksamkeitsspanne eines so jungen Pferdes ist aber noch nicht so lang. Das heißt wenn du nach 2 Stunden spazieren gehen immer noch verlangst, dass es ordentlich gesittet am Strick läuft und aufpaßt, wenn du anhälst oder schneller wirst, dann ist das mächtig viel Konzentrationsarbeit.
Das heißt aber nicht, dass spazieren gehen per se schlecht ist und man das niemalsnie machen sollte. Aber man sollte halt im Hinterkopf behalten, dass auch das für ein Jungpferd Arbeit ist und lieber einen Gang zurück schalten, wenn man das Gefühl hat "Jetzt wirds zu viel".
__________________ Gangpferdedistanzler
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Isländer Velvakandi frá Árbakka 40 km in der Wertung
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05.12.2013 12:15 |
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Gateada

Reitpferd

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Deswegen hab ich meine anfangs fast nur als Handpferd dabei gehabt, am besten noch mit weiteren Reitern, da war sie immer sehr artig - beim Spazierengehen regt sie sich eher mal auf und damals ging das manchmal gar nicht, also haben wir uns den Stress erspart.
__________________ *** Fortaleza – nobleza - belleza: El Caballo Peruano de Paso - Orgullo del Peru ***
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05.12.2013 12:24 |
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Blesa

Pegasus


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Bevor Kolgrimmas Thema komplett gesprengt wird:
Ich bin dagegen Pferde vor 4 1/2 körperlich mit Gewicht zu belasten, egal ob der Reiter 30 oder 60kg wiegt.
Gleichzeitig bin ich auch dagegen Pferde überhaupt vor dem 4. Lebensjahr zu arbeiten, meiner Meinung nach gehören Pferde in diesem Alter auf die Wiese, zu Art- und Spielgenossen, um gut sozialisiert zu sein.
Das heißt aber gleichzeitig auch nicht, dass ich meine Pferde mit 4 1/2 rauszerre ihnen einen Sattel auflege, eine Trense draufschnalle und mich draufschwinge in Cowboy-Manier.
Im Gegenteil, ich finde eine gute langsame Grundausbildung ist das A und O.
Meine Pferde beherrschen zum Absetzten alle das Fohlen ABC, sprich Halftern, Führen, Anbinden, Putzen, Hufe geben, Hänger fahren.
Das sind die Punkte die ich im Umgang mit ihnen brauche, um ihnen einen möglichst stressfreien Umgang zu gewährleisten und auch um allen Beteiligten (Schmied, TA) ein gefahrloses Arbeiten zu ermöglichen.
Dadurch sind alle meine Jungpferde zahm, lassen sich gut nehmen und sind dem Menschen freundlich und zugewandt gegenüber.
Im Alter von 4 1/2 fange ich sie dann an zu arbeiten, dazu fange ich an mit ihnen längeres Anbinden zu üben, Führen aus allen Positionen, Anti-Schreckraining, Führen in Stellung, Longieren (Richtung Babette Teschen), Handpferdereiten und langsam werden die Pferde auch an Sattel und Gebiss gewöhnt.
Jedem Pfed lasse ich seine persönliche Zeit, jeder bekommt sein individuelles Tempo. Mit meiner einen Stute habe ich z.B. 3 Monate lang nur Bodenarbeit gemacht.
Nach dem Anreiten finde ich eine Pause für die Pferde wichtig.
Wie gesagt eine langsame, pferdegerechte, individuelle Ausbildung ist für mich keine Frage des Alters, sondern selbstverständlich.
Aber meiner Meinung nach kann und reicht es auch völlig, damit mit 4 1/2 anzufangen, man muss nicht mit 3 Jahren damit anfangen.
__________________ Hof am Mützenberg/Gestüt Weckemilchstein - Islandpferdezucht im Wendland
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04.01.2014 11:42 |
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stechmuecke

Reitpferd

Dabei seit: 25.03.2013
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gilt das mit den 4,5 J. für dich jetzt speziell für Isis oder würdest du mit jedem x-beliebigen Pferd in dem Alter anfangen?
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04.01.2014 12:39 |
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Mósa-mín

Reitpferd

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Ich stimme Blesa da in allen Punkten zu!
Bei uns beschränkt sich halt durch die gegebenen Umstände (ich lebe auf Island, unsere Pferde wachsen halbwild auf) das Fohlen ABC auf anfassen lassen. Der Rest, also Halfter, anbinden, putzen, etc folgt dann mit 3,5-4 Jahren und nach einem weiteren halben Jahr Pause im Hochland beginnen wir langsam mit der reitvorbereitenden Bodenarbeit.
Wenn es der Entwicklungsstand des Pferdes erfordert, fange ich auch manchmal erst mit 5 oder 5,5 Jahren an. In einem Fall sogar erst mit 6 Jahren und diese Zeit hat das Pferd auch definitiv zur körperlichen Entwicklung gebraucht!
__________________ Sól slær silfri á voga, sjáðu jökulinn loga.
Allt er bjart fyrir okkur tveim, því ég er kominn heim.
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04.01.2014 13:12 |
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Joya

Reitpferd

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Ich gehe doch davon aus dass sie mit jedem Pferd eher spät anfangen würde oder warum sollte das beim Isi so gravierend anders sein als bei anderen?
Was mich auch interessieren würde: ab wann deckst du dann eine Stute? Auch mit 5? Oder erst nach dem Einreiten?
__________________ El cavallo con el Paso Fino - das Pferd mit dem feinen Gang
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04.01.2014 13:13 |
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Blesa

Pegasus


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@stechmücke und Joya: Ich beziehe mich erstmal nur auf Isländer, da ich mit Jungpferden anderer Rassen keine Erfahrung habe.
Aber solange ich mit Islandpferden zu tun habe galt immer "Islandpferde sind Spätentwickler" und meine Erfahrungen haben mich darin bestätigt. Auch wenn viele mit 2-3 Jahren körperlich schon recht weit entwickelt sind, sind sie psychisch häufig doch noch sehr sehr kindlich.
Zum Thema "wann decken lassen": Hier muss man natürlich berücksichtigen, dass Pferde nicht zum Reiten geboren werden, die Trächtigkeit hingegen ist ein physiologischer Vorgang.
Ich habe auch mal eine Stute mit 3 Jahren decken lassen, die Stute war allerdings auch körperlich sehr weit entwickelt, das Fohlen kam dann, als die Stute 4 war. Die körperliche Belastung in der Trächtigkeit ist auch, in der ersten Zeit, nicht besonders hoch, erst im letzten Trächtigkeitsdrittel wächst das Fohlen richtig. Dennoch würde ich heute keine Stute mehr mit 3 Jahren decken lassen.
Ich finde 4jährig decken lassen ganz gut, dann kann man die Stute langsam anarbeiten mit 4 1/2, kann sie langsam anreiten und stellt sie dann nochmal weg wenn das Fohlen kommt, so hat sie dann gleichzeitig auch eine schöne lange Pause nach dem Anreiten.
__________________ Hof am Mützenberg/Gestüt Weckemilchstein - Islandpferdezucht im Wendland
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04.01.2014 15:34 |
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Kolgrimma

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@ Blesa:
wWenn du danach geht, wofpr das Pferd ausgelegt ist, dürftest du gar nicht mit den Pferden machen.. Ich finde 3 jährige sind definitiv zu jung zum Decken, das wäre wie wenn man einen Teennager mit 14 schwanger werden lässt.. auch wenn die Natur es durchaus ermöglicht. Ich finde Fohlenerziehnung ist anstrengender für eine stute als ein bisschen "kopf" arbeit.
Aber ich zieh mich aus dieses Disskussion zurück, da jeder seine Ansichten haben sollte...
Und auch jeder seine Pferde am besten kennt...
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04.01.2014 18:12 |
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rivera


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| Zitat: |
Original von Blesa
Gleichzeitig bin ich auch dagegen Pferde überhaupt vor dem 4. Lebensjahr zu arbeiten, meiner Meinung nach gehören Pferde in diesem Alter auf die Wiese, zu Art- und Spielgenossen, um gut sozialisiert zu sein.
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und sie sind nur gut sozialisiert, wenn sie 24 stunden täglich in ihrer gruppe stehen - und nicht mehr, wenn man ab und an mal für 10 minuten etwas mit ihnen macht??
__________________ Mangalarga Marchadores - Gangpferdevergnügen ohne Grenzen.
Meine Homepage:
Dagmar Heller - Rund um das gesunde Reiten
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04.01.2014 18:56 |
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Jalna

Remonte
   

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Ich würde auch kein Pferd von 2010 kaufen, auf dem bereits jemand drauf gesessen hat!
Egal wie gut mir das Pferd gefallen würde, aber das wäre ein Ausschlusskriterium.
Ich "kenne" Blesa mittlerweile schon eine ganze Weile und wenn es mehr Reiter/ Pferdebesitzer wie sie gäbe, dann wäre die (Island-)Pferdewelt definitiv besser dran.
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04.01.2014 19:06 |
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Kolgrimma

Absetzer

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Ich mache persönlich einen unterschied zwischen draufsitzen und reiten..
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04.01.2014 19:51 |
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Helmingur

Pegasus


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Was das Anarbeiten von Jungpferden angeht, bin ich ganz bei Blesa.
Grundsätzlich sollte man sich am Entwicklungsstand des jeweiligen Pferdes orientieren, physisch und psychisch.
Die Kleinen (damit meine ich alles von 0-4) sollten sich anfassen, halftern und aus der Herde nehmen lassen, brav die Hufe geben und Hängerfahren ist auch nicht verkehrt. Als Handpferd mitgehen ist sicher auch eine schöne Abwechslung (wenn man die Möglichkeit hat und vor allem, wenn es dem jungen Pferd Spaß macht).
Und wenn man diese Sachen immer wieder übt, sollte das bei artgerechter Aufzucht ausreichen.
Was ich schon mehr als einmal gesehen habe, aber nicht ganz verstehe und von einem Jungspund von 2 Jahren absolut nicht erwarten würde:
Spaziergänge alleine in fremdes Gelände.
Zum Anreiten:
Für mich gehört ein Pferd erst ordentlich vom Boden aufgebaut (Spazierengehen, Handpferdearbeit, sinnvolles Longieren), bevor sich da irgendjemand draufsetzt - dabei wird man sicher merken, ob das Pferd vom Kopf her soweit ist.
Beim Deckenlassen sehe ich es allerdings anders: ich persönlich würde keine Stute decken lassen, mit der ich nicht vorher ein paar hundert Kilometer geritten bin.
Ich würde das Pferd gerne genau kennen, bevor ich ein Fohlen ziehe.
Da ich allerdings überhaupt kein Stutenmensch bin, ist das aber wohl nicht von Belang.
Und noch was: ich habe mich entschieden, in Zukunft kein gerittenes Pferd mehr zu kaufen und auch nicht dort, wo mir die Aufzucht nicht zusagt.
__________________ NAEPHE - Sei kritisch.
"Das Leben ist kurz, die Kunst ist lang, der günstige Augenblick ist flüchtig, die Erfahrung ist trügerisch und das Urteil ist schwierig."
Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Helmingur: 04.01.2014 22:00.
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04.01.2014 20:26 |
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NuEpi

Reitpferd

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Das scheint ein schwieriges Thema zu sein, an dem sich die Geister scheiden.
Allerdings finde ich mich hier in der Mitte vom Gefühl her.
Ich sehe es als nicht "für ein Pferdeleben schädigend" (übertrieben gesagt) an, wenn auf der 3 jährigen, im kopf klaren Stute EINMAL ein leichter Mensch auf dem Rücken gesessen hat.
HIer sehe ich keine Arbeit, schon gar kein Anreiten oder so, sondern einfach mal das Überprüfen der Reaktion des Pferdes auf eine neue Situation. Diese Situation fand nicht unter Zwang statt (Weg zur Wiese war es glaub ich?), noch hatte das Pferd eine entsprechende Ausrüstung angelegt bekommen... Es waren ein paar Meter, ein kleiner Test und ich sehe eben darin keinen Schaden für das Pferd.
Ich gehe darin konform, dass junge Pferde möglichst "frei" im Herdenverband aufwachsen sollen, um das Sozialverhalten zu erlernen und sich eben pferdegerecht entwickeln zu können.
Das Fohlen ABC ist sinnvoll und nützlich für den späteren Umgang mit dem jungen Pferd, ansonsten darf es sich gern frei entfalten.
Wann man nun mit der Jungpferdeausbildung anfängt, das hängt auch stark vom Charakter des Pferdes ab. Manche sind mit vier noch richtige "Spielkinder" und brauchen noch Zeit, andere suchen Beschäftigung und freuen sich, wenn man beginnt mit ihnen zu "arbeiten", was ich hier in Gänsefüsse setze, denn darin sehe ich noch spielerisches Arbeiten an der Hand, im Freilauf, etc. Kurze Einheiten, die den Kopf und den Körper beschäftigen ohne das Pferd zu überfordern. Her steigert man dann eben nach der Lerngeschwindigkeit des Pferdes die Schwierigkeit und Anforderung, bis man dann irgendwann bei Sattel tragen, Trense kennen lernen, Zügelhilfen kennen lernen, usw. ist und am Schluss kommt der Reiter, der dann das Erlernte von oben festigt und erweitert.
Das kann man aber meiner Meinung nach alles nicht allein am Alter des Pferdes festmachen, nur eine Richtlinie sollte beachtet werden. Für mich fängt das "Arbeiten" mit 4 Jahren an, wenn das Pferd kopfmäßig soweit ist.
Mein Jungpferd ist jetzt 5,5 und kannte Bodenarbeit und Reitergewicht, ohne jedoch "geritten" worden zu sein. Bei ihm merke ich, wie er alles Neue wie ein Schwamm aufsaugt und ich muss aufpassen, dass ich ihn nicht überfordere, denn er zeigt, dass er mehr möchte. Nur kann er das körperlich noch nicht leisten, da braucht es einen langsamen Aufbau. Er wäre für mich so ein Kandidat, der früher hätte anfangen können, denn er ruht sehr in sich und hat ein Urvertauen in den Menschen, was mich immer wieder fasziniert.
Also mein Fazit: Ich finde es nicht so schlimm, dass da einmal ein leichter Mensch auf diesem einen Pferd gesessen hat und es wäre für mich auch kein Ausschlußkriterium beim Kauf, aber man sollte bei jedem Pferd den Entwicklungsstand, auch oder vor allem kopfmäßig im Auge behalten um den richtigen Zeitpunkt für den "Ernst des Lebens" zu erkennen...
Sorry für den Roman, aber ich lese jetzt schon so lange mit, das hatte sich angesammelt.
LG Petra
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04.01.2014 21:57 |
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Kolgrimma

Absetzer

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Nur mal so zur Info: Das war die Stute... Wenn ihr jetzt nicht wüsstet, dass sie "inzwischen" 4 ist, wie alt hättet ihr sie geschätzt.. und zur Belastung.. Ich glaube der Wallach, der sie während der Rosse bespringt ist schwerer
| Dateianhang: |
Spa.jpg (68 KB, 247 mal heruntergeladen)
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04.01.2014 22:21 |
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Blesa

Pegasus


Dabei seit: 16.10.2013
Beiträge: 3.000
Herkunft: Kreis Lüchow-Dannenberg
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@rivera: So meinte ich das gar nicht, ich wollte damit eigentlich eher sagen, dass die Pferde, wenn sie das Fohlen ABC beherrschen, in der Herde (durch die Sozialisierung), alles lernen, was man auch in der späteren Arbeit mit ihnen braucht, nämlich die Anerkennung einer Rangordnung, das Weichen und Folgen etc.
Da muss man als Mensch gar nicht weiter eingreifen, die lernen ihre Basics.
Zum Thema decken, wie gesagt, ich würde keine 3 jährige Stute mehr decken lassen, aber letztendlich ist das ein physiologischer Vorgang, für den der Körper ausgelegt ist und für das Reiten nun mal nicht.
Natürlich ist ein Pferd in der Lage einen Menschen zu tragen, allerdings erst wenn es körperlich und geistig dazu gereift ist.
@Helmingur: Ein gutes Argument! Allerdings kenne ich meine Stuten schon seit dem sie Fohlen/Jungpferde sind, kenne ihre Eltern, teilweise sogar die Großeltern und Urgroßeltern, kenne teilweise sogar schon Nachzucht oder Geschwister von ihnen, da denke ich, dass man schon ganz gut abschätzen kann, was einen da erwartet.
letztendlich finde ich es aber auch sehr wichtig, dass jede Zuchtstute auch geritten wird, nicht nur als Ausgleichssport sondern eben auch, um zu sehen, wie sie sich unter dem Reiter geben.
Ich habe auch einen Hengst (geb. 2011), der ist 2jährig schon 1,40m groß gewesen und dabei auch so kräftig, dass ich schon gefragt wurde, wann ich ihn denn Reite, dennoch käme ich nie auf die Idee ihn dieses Jahr schon mit einem Reitergewicht zu belasten.
Auch er ist sehr neugierig und dem Menschen zugewandt, nur sehe ich das nicht als "er will arbeiten", denn wie sollte er überhaupt wissen, was Arbeit ist?
__________________ Hof am Mützenberg/Gestüt Weckemilchstein - Islandpferdezucht im Wendland
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05.01.2014 10:06 |
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